Dividendenrendite berechnen

Dividende berechnen - so einfach geht´s

Dividende berechnen - so einfach geht´s

Anleger, die auf dividendenstarke Aktien setzen, rechnen sich bei ihrem Investment neben Kursgewinnen vor allem auch hohe, regelmäßige Zusatzerträge in Form von Dividenden aus. Darunter wird allgemein der Teil des Gewinns verstanden, den eine Aktiengesellschaft (AG) an ihre Aktionäre ausschüttet. Die Höhe der Dividende wird im deutschsprachigen Raum auf der einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung (HV) mit der einfachen Mehrheit der stimmberechtigten Aktionäre auf Vorschlag des Vorstandes beschlossen. Im Gegensatz dazu sind in den angelsächsischen Ländern und in Japan meist quartalsweise, an die Geschäftsentwicklung angepasste Dividendenzahlungen üblich.

So leicht lässt sich die Dividendenrendite berechnen

Die Dividendenrendite dient vielfach als wichtige Bewertungskennzahl, um verschiedene Aktien miteinander vergleichen zu können. Sie lässt sich relativ leicht berechnen, indem der absolute Dividendenbetrag je Aktie durch den aktuellen Kurs geteilt wird. Beträgt die von der HV beschlossene Ausschüttung  beispielsweise 2,5 Euro pro Aktie und notiert das Papier aktuell bei 50 Euro, errechnet sich eine Dividendenrendite von immerhin 5% (= 2,5/50 x 100). Hätte die Hauptversammlung dagegen eine auf den ersten Blick relativ geringe Ausschüttung von 1 Euro bestimmt und der Aktienkurs würde gleichzeitig bei 10 Euro liegen, könnte sich der Aktionär bereits auf eine doppelt so hohe Dividendenrendite von 10% (= 1/10 x 100) freuen.

Um keinen falschen Eindruck von der Ausschüttung zu bekommen, ist es deshalb wichtig, die Dividende bei der Aktienbeurteilung stets ins Verhältnis zum aktuellen Kurs zu setzen. Wer einen Aktientitel schon seit längerer Zeit in seinem Portfolio besitzt, kann auch seine persönliche Dividendenrendite berechnen, indem er die aktuelle Notierung einfach durch seinen tatsächlichen Einstiegskurs ersetzt. Je nachdem, ob der Aktionär dabei ursprünglich mehr oder weniger für die Aktie ausgegeben hatte, fällt dann auch die errechnete Rendite der Ausschüttung entsprechend niedriger oder höher aus.

Was passiert bei der Dividendenzahlung?

Wird durch die Hauptversammlung oder die Satzung kein späterer Termin bestimmt, ist die jährliche Dividendenzahlung am dritten Tag nach der Aktionärsveranstaltung fällig. Die Aktie handelt an diesem Tag „ex Dividende“ oder auch „xD“ bzw. „exDiv“, wobei ungeachtet weiterer Einflussfaktoren ein rechnerischer Abschlag vom Aktienkurs in Höhe der Bruttodividende erfolgt, der sogenannte Dividendenabschlag. Wurde also beispielsweise von der Hauptversammlung eine Bruttodividende in Höhe von 5 Euro beschlossen, reduziert sich der Aktienkurs am „Ex-Tag“ von einem angenommenen Ausgangswert bei 100 Euro automatisch auf 95 Euro.

Da der Aktionär im Gegenzug die Ausschüttung erhält, hat dies  für ihn aus wirtschaftlicher Sicht – von steuerlichen Gesichtspunkten einmal abgesehen – keine unmittelbaren Folgen, solange der Ex-Dividende-Kurs nicht gleichzeitig von weiteren relevanten Faktoren beeinflusst wird. Gerade in starken Börsenphasen wirkt sich der Dividendenabschlag aber häufig sogar kurstreibend auf die Aktie aus und wird deshalb relativ schnell wieder aufgeholt, da der Kurs nach der Dividendenzahlung einen zumindest optisch günstigeren Eindruck vermittelt.

Was dem Aktionär nach Steuern von der Dividende übrig bleibt

Um die Dividende auf Aktionärsebene zu berechnen, muss von der festgesetzten Bruttodividende zunächst die Körperschaftssteuer abgezogen werden. Dadurch ergibt sich die sogenannte Bardividende. In einem zweiten Schritt werden von dieser noch die pauschale Abgeltungssteuer sowie der Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer abgerechnet. Das Ergebnis ist die Nettodividende, die von der depotführenden Bank auf das Verrechnungskonto des Anlegers überwiesen wird.

Beträgt die Bruttodividende wie im Beispiel 5 Euro, ergibt sich abzüglich 15% Körperschaftssteuer eine Bardividende von 4,25 Euro sowie nach Abzug von 25% Kapitalertragssteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag aus der Kapitalertragssteuer (zusammen 26,375%) eine Nettodividende in Höhe von 3,13 Euro. Dies wäre der Betrag, der dem Aktionär nach Steuern ohne Berücksichtigung der Kirchensteuer am Ende zufließen würde. Falls der Bank allerdings ein ausreichender Freistellungsauftrag vorliegt, erhält der Aktionär stattdessen die Bardividende ohne Abzug von Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag ausgezahlt.

Setzen Sie auf Unternehmen mit einer berechenbaren Dividendenhistorie

So verlockend eine üppige Dividende bzw. eine hohe Dividendenrendite auch sein mag, sollten Anleger dabei stets auch die Nachhaltigkeit und Kontinuität der jährlichen Ausschüttungen auf der Rechnung haben. Denn gerade Unternehmen, die ihre Aktionäre dauerhaft am Erfolg beteiligen, sorgen für die höchsten Wertzuwächse. Das konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Im boerse.de-Dividenden-Report zeigen wir Ihnen deshalb, wie Sie Ihr Vermögen mit den besten „Dividenden-Aristokraten“ vervielfachen können. Dabei stellen wir Ihnen 20 Aktien vor, die bereits seit über 100 Jahren durchgehend Dividende ausschütten. Den Spezial-Report können Sie hier kostenlos anfordern.

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