Dividende Erklärung

Dividende Erklärung

Dividende: Erklärung

Wer nach Erklärungen sucht, warum Aktien langfristig überdurchschnittliche Renditen abwerfen (z.B. Dax +9% p.a.), stößt fast zwangsläufig auf das wichtige Thema Dividenden. Sie spielen für den langfristigen Anlageerfolg eines Investments gleich in mehrfacher Hinsicht eine Rolle und stellen deshalb gerade in Zeiten historischer Niedrigzinsen eine Art Zinsersatz dar. So steht eine hohe Ausschüttungsquote vielfach stellvertretend für die Stabilität und Ertragskraft eines Unternehmens und wirkt sich damit kursstützend auf die jeweilige Aktie aus.

Darüber hinaus ermöglichen wiederangelegte Dividenden auf lange Sicht einen Zinses-Zins-Effekt und tragen dadurch häufig sogar stärker zum Gesamtertrag einer Aktienanlage bei als dessen bloße Kursentwicklung. Dieser Sachverhalt lässt sich sehr anschaulich an einem einfachen Index-Vergleich zwischen dem Dax in der „offiziellen“ Performance-Version und dem weniger geläufigen Kurs-Dax erklären. Dabei erzielte der Performance-Dax, bei dem sämtliche Ausschüttungen berücksichtigt werden, seit seiner Einführung 1987 jährlich im Schnitt eine um rund zweieinhalb Prozent höhere Rendite als das dividendenbereinigte Kurs-Barometer. 

Erklärung: Von der Dividende zur Dividendenrendite

Da Aktien einen festgelegten Anteil am Produktivvermögen eines Unternehmens verbriefen, wird jeder Aktionär quasi selbst zum Miteigentümer und partizipiert dadurch automatisch am langfristigen Wirtschaftswachstum. Dabei profitiert er neben Kursgewinnen auch von den Dividenden, d.h. den von einer Aktiengesellschaft (AG) an ihre Anteilseigner ausgeschütteten Gewinnanteilen. Um verschiedene Aktien miteinander vergleichen zu können, wird meist als wichtige Bewertungskennzahl die Dividendenrendite herangezogen.

Sie lässt sich erklären als das prozentuale Verhältnis zwischen dem absoluten Dividendenbetrag je Aktie und dem aktuellen Kurs. Die Dividendenhöhe selbst wird im deutschsprachigen Raum auf der einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung (HV) mit einfacher Mehrheit der stimmberechtigten Aktionäre beschlossen. Der Vorstand der AG ist dabei nur vorschlagsberechtigt. Im Gegensatz dazu sind in den angelsächsischen Ländern und in Japan meist quartalsweise, an die Geschäftsentwicklung angepasste Dividendenzahlungen üblich.

Die Dividendenzahlung einfach erklärt

Wird durch die Hauptversammlung oder die Satzung kein späterer Termin bestimmt, erfolgt die jährliche Dividendenzahlung hierzulande gemäß einer Gesetzesnovelle vom 1. Januar 2017 am dritten Tag nach der Aktionärsveranstaltung. Die Aktie handelt an diesem Tag „ex Dividende“ oder auch „xD“ bzw. „exDiv“, wobei ungeachtet weiterer Einflussfaktoren nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage vom Aktienkurs ein rechnerischer Abschlag in Höhe der Bruttodividende vor Abzug der Steuern vorgenommen wird. Dieser Dividendenabschlag lässt sich ganz leicht erklären.

Wurde also beispielsweise von der Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 5 Euro beschlossen, reduziert sich der Aktienkurs am „Ex-Tag“ von einem angenommenen Ausgangswert bei 100 Euro automatisch auf 95 Euro. Da der Aktionär im Gegenzug die Ausschüttung erhält, hat dies für ihn wirtschaftlich gesehen keine unmittelbaren Folgen, solange der Kurs nicht gleichzeitig von weiteren relevanten Faktoren beeinflusst wird. Da eine Aktie nach der Dividendenzahlung optisch einen günstigeren Eindruck vermittelt, wird der Abschlag gerade in starken Börsenphasen häufig sehr schnell wieder aufgeholt, was zusätzlich kurstreibend auf die Aktie wirkt.

Erklärung: „Dividenden-Adel verpflichtet“

Bei der Suche nach erklärten „Dividenden-Perlen“ fällt der Blick vieler Anleger meist zuallererst auf die Höhe der Dividendenrendite. Mindestens ebenso wichtig ist allerdings auch die Nachhaltigkeit und Kontinuität der jährlichen Zahlungen. Die Erklärung dafür ist ganz einfach. Denn gerade Unternehmen, die ihre Aktionäre dauerhaft am Erfolg beteiligen, sorgen für die höchsten Wertzuwächse. Das konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden. Außerdem lässt sich mitunter eine hohe Dividendenrendite auch dadurch erklären, dass sich die jeweilige Aktie bereits sehr stark verbilligt hat. Aus diesem Grund sollten in die Beurteilung stets weitere wichtige Qualitätskriterien einbezogen werden.

Dazu gehört beispielsweise auch die Klärung der Frage, ob ein Unternehmen über viele Jahre die Dividende kontinuierlich gezahlt und nie gekürzt hat. Gesellschaften, die in den erlauchten Kreis der sogenannten „Dividenden-Aristokraten“ aufgenommen werden möchten, müssen sogar über viele Jahre bzw. Jahrzehnte eine ansteigende Dividendenhistorie nachweisen. Entsprechend wenige Aktien können diesem hohen Adelsanspruch in der Realität tatsächlich gerecht werden. Im boerse.de-Dividenden-Report stellen wir Ihnen 20 Aktien vor, die bereits seit über 100 Jahren durchgehend Dividende ausschütten. Sie können den Spezial-Report hier kostenlos herunterladen.

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