Doppelboden (W-Formation)

doppelboden

Wie das Doppeltop zählt auch der Doppelboden in der Formationenlehre der Charttechnik zu den sogenannten Trendumkehr-Formationen, die das Ende eines bestehenden Trends einleiten. Wegen seines Aussehens wird das bekannte Chartmuster auch als Doppeltief bzw. W-Formation bezeichnet. Ein vollendeter Doppelboden schließt einen Abwärtstrend erwartungsgemäß mit einem Kaufsignal nach oben ab und führt dadurch zu einer bullischen Trendwende. Dies ermöglicht Anlegern bei dem betrachteten Basiswert in der Folgezeit auf steigende Kurse zu setzen.

Woran lässt sich ein Doppelboden erkennen?

Genau spiegelbildlich zu einem Doppeltop ist ein Doppelboden dadurch gekennzeichnet, dass der zugrundeliegende Kurs ein neues Tief ausbildet (Punkt A), anschließend wieder ansteigt (Punkt B) und erneut bis zum alten Tief (Punkt C) zurückfällt, dieses aber nicht mehr signifikant unterschreitet. Danach erfolgt wieder ein Kursanstieg bis zum vorangegangenen Hoch. Das bedeutet: Ein Doppelboden besteht aus zwei markanten Kurstiefs und einem dazwischen liegenden zyklischen Kurshoch, wobei sich auf dem Niveau des Hochs eine horizontale sogenannte Nackenlinie als Widerstand einzeichnen lässt. Wird diese im Anschluss nach oben durchbrochen, ist der Doppelboden komplettiert und weitere Anstiege sollten damit die Folge sein. Bevor sich der neu etablierte Aufwärtstrend allerdings weiter fortsetzt, kommt es häufig noch einmal zu einer Rückkehrbewegung (Pull Back) in Richtung der Nackenlinie, die nun als Unterstützung fungiert.

Woran lässt sich ein Doppelboden erkennen?

Hohe Umsätze beim Ausbruch bestätigen eine bullische Trendwende

Neben dem reinen Chartbild spielen beim Erkennen und Einschätzen einer unteren Umkehrformation wie dem Doppelboden die Handelsumsätze sogar eine noch wichtigere Rolle als beim Doppeltop. Dabei sollte das Volumen beim zweiten Kursrückgang idealerweise unter dem des ersten Rückgangs liegen. Der Ausbruch selbst sollte, um das Risiko eines Fehlsignals zu begrenzen, aber wieder bei deutlich steigenden Umsätzen und möglichst auf Schlusskursbasis erfolgen. Denn ohne eine entsprechende Bestätigung des Kursmusters, könnte sich ansonsten statt der erwarteten Trendumkehr auch nur eine trendbestätigende Seitwärtskonsolidierung ergeben. Wer nicht direkt nach Vollendung einer Doppeltief-Formation eine entsprechende Handelsposition einnehmen möchte, könnte nach dem Ausbruch auch erst einmal eine Rückkehr des Kurses bei abnehmendem Volumen bis in Höhe der Ausbruchsstelle (Pull Back) abwarten, zu der es statistisch gesehen in immerhin 68 Prozent aller Fälle kommt. Um bei einem Doppelboden das Mindestkursziel zu bestimmen, lässt sich die am Punkt B festgestellte Formationshöhe relativ leicht ausgehend von der Nackenlinie am Ausbruchspunkt nach oben abtragen.

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