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Edelmetallpreise

Krisenzeiten sind Edelmetallzeiten. Diese einfache Aussage hat sich in den vergangenen Jahren wieder einmal bewahrheitet. Der Preis für eine Feinunze Gold konnte auf dem Höhepunkte der Euro-Krise bis auf fast 2000 US-Dollar klettern. Anschließend rutschte der Goldpreis wie auch die Silber-Notierungen aber nach und nach immer mehr ab. Im Juni 2013 kam dann noch einmal ein heftiger Absturz der Edelmetallpreise, als beide Edelmetalle innerhalb weniger Tage fast ein Fünftel an Wert einbüßten. Doch während sich Gold seither wieder etwas erholt hat, kommt Silber kaum vom Fleck. Allerdings gibt es Anzeichen, dass der kleine Bruder Silber dem Goldpreis nachfolgt. Denn:
 

Edelmetallpreise: Kurstreiber sind die Edelmetallfonds
 

Größter Kurstreiber in den vergangenen Jahren waren die Edelmetallfonds. Egal ob Gold- oder Silber-ETC – die Investition in entsprechende Fonds war angesichts der Euro-Krise angesagt und brachte auch entsprechende Rendite. Diese kam nicht von ungefähr. Der Fakt, dass die Fonds ihre Anlagen immer auch mit physischem Metall unterlegen mussten, trieb die Edelmetallpreise zusätzlich an.
 

Mit dem Abklingen der Euro-Krise verloren im Sommer 2013 allerdings wiederum viele der zuvor begeisterten Fondsanleger das Interesse an Edelmetallen. Daher wiederholte sich die Dynamik, die die Anleger beim Einstieg ausgelöst hatten, auch beim Ausstieg. Der Goldpreis fiel bis auf 1200 US-Dollar. Silber pendelte sich bei knapp 19 US-Dollar ein. Gold konnte sich zwischenzeitlich zwar wieder deutlich erholen, musste jedoch erneut bis auf 1200 US-Dollar nachgeben. Erst die Krim-Krise brachte abermals Schwung in den Goldpreis.
 

Edelmetallpreis Silber
 

Bei Silber sieht es indes anders aus. Das Edelmetall hat sich von der Goldpreis-Entwicklung zuletzt merklich abgekoppelt. Zwar konnte auch der kleine Bruder des gelben Edelmetalls im letzten Herbst noch einmal zeigen, was in ihm steckt. Doch seither ist die Luft raus. Selbst die Krim-Krise brachte den Silberpreis kaum in Schwung. Dies könnte sich nun ändern, Anleger sollten hierbei aber folgende Fakten berücksichtigen:
 

Zum einen verzeichnen Silber-ETCs zuletzt merkliche Zuflüsse. Zum anderen wird Silber auch in Münzenform verstärkt nachgefragt. Allein die Absätze von US-Silbermünzen stiegen im vergangenen Monat im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 143 Tonnen. Ein Faktor wird bei Silber zudem häufig unterschätzt:
 

Die Industrienachfrage. Silber wird im Vergleich zu Gold weitaus häufiger in den verschiedensten Industrieprodukten eingesetzt, so dass eine sich erholende Weltwirtschaft auch den Edelmetallpreis antreibt. Erstes Anzeichen könnte hier die verstärkte Nachfrage aus China sein. Das Reich der Mitte hat allein im März offiziell 228 Tonnen Silber importiert. Auf das erste Quartal bezogen entspricht die Gesamtmenge von 790 Tonnen einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent.


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