Geld anlegen

Geld anlegen

 

Die Vermögensuhr tickt immer schneller. Nie war das Geldvermögen der Deutschen, zu dem neben Bargeldbeständen auch Bankeinlagen (Sicht- und Termineinlagen), Wertpapiere (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Investmentfonds) sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen gehören, höher als heute und beträgt mittlerweile annähernd sechs Billionen Euro. Gleichzeitig fällt die Geldanlage in Zeiten historischer Niedrigzinsen aber vielen Anlegern immer schwerer. So dümpelt trotz des stetigen Wachstums noch immer ein großer Teil der beweglichen Finanzmittel als Bargeld oder praktisch zinslos auf Tagesgeld- bzw. Sparkonten vor sich hin. Darüber hinaus sind die vermeintlich sicheren Anleihemärkte dramatisch überbewertet und bieten statt eines risikolosen Zinses längst ein zinsloses Risiko. Das bedeutet: Zinsanlagen haben im Wesentlichen ausgedient und stellen keine geeignete Anlagealternative mehr dar, gleichen hier die Renditen doch vielfach nicht einmal mehr die Inflation aus und führen dadurch automatisch zu einem Kaufkraftverlust. Das eigentlich für die Geldanlage bestimmte Vermögen des Anlegers nimmt deshalb real gesehen sogar ab.

 

Sachwertinvestments – Geld anlegen ohne Kaufkraftverlust

 

Neben der auch weiterhin geringen Verzinsung bieten geldnahe Anlagen einen weiteren wesentlichen Nachteil. Sie sind aus volkswirtschaftlicher Sicht beliebig vermehrbar, wie sich an der seit Jahren anhaltenden ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken zeigt. So hat Papiergeld über die Zeit gesehen fortlaufend an Wert eingebüßt. Eine sinnvolle Geld- und Vermögensanlage sollte sich deshalb von vornherein auf nicht-monetäre Wirtschaftsgüter konzentrieren, die über einen Substanzwert als Wertspeicher und Inflationsschutz verfügen. Positiver Nebeneffekt: Sinkende Geldwerte bedeuten automatisch steigende Sachwerte, was Anlagen wie Aktien oder Gold langfristig überdurchschnittliche Gewinn-Chancen beschert. Während dabei Gold als eine Art Geldersatz dient, führt aus Anlagegesichtspunkten an Aktien-Investments kein Weg vorbei. Denn sie schützen nicht nur vor einem Kaufkraftverlust, sondern versprechen langfristig gesehen auch noch die höchsten Rendite-Chancen (z.B. Dax +9% p.a.). Der einfache Grund: Wer in Aktien investiert, erwirbt einen festgelegten Anteil am Produktivvermögen eines Unternehmens und wird dadurch quasi selbst zum Miteigentümer. Da die Wirtschaft auf lange Sicht wächst, erhöht sich auch der Wert der Beteiligung, sodass die Aktienmärkte ungeachtet zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig immer nach oben tendieren, Kursgewinne und Dividenden eingerechnet.

Der besondere Geldanlage-Tipp: „Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb“

Bei der Aufteilung seines Finanzvermögens sollte der Anleger allerdings nicht alles auf eine Karte setzen. Deshalb empfiehlt sich eine grobe Aufteilung (Asset-Allocation) des für die Geldanlage zur Verfügung stehenden Kapitals auf die drei Anlageklassen Aktien als Kerninvestment (z.B. 50%), physisches Gold in Form von Barren oder Münzen (30%) und Liquidität (20%), die für eventuelle Nachkaufgelegenheiten eingesetzt werden kann. Ein ähnliches Vorgehen ist auch bei der Aktienanlage selbst sinnvoll. So sollten Investoren ihr Kapital hier möglichst über mehrere Risikoklassen streuen. Dabei könnte sich in Abhängigkeit von der individuellen Risikoneigung eine Depotstruktur in Form einer mit zunehmendem Risiko nach oben verjüngenden Pyramide anbieten. Das breite Fundament würden danach zu etwa 70% konservative Standardwerte (Blue-Chips) bzw. Index-Produkte z.B. auf den boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) bilden. Der dynamische Mittelteil (20%) könnte aus volatileren Nebenwerten (Small-Caps) sowie Aktien in Sondersituationen (z.B. Turnaround-Titel) bestehen und in der Pyramidenspitze (10%) spekulative Derivate (Optionsscheine und Hebel-Produkte) für einen zusätzlichen „Leverage-Effekt“ sorgen. Darüber hinaus sollte die Asset-Allocation sowie die Depotstruktur ein- bis zweimal pro Jahr überprüft und die Zusammensetzung gegebenenfalls an die Anfangsgewichtung angepasst werden („Rebalancing“). Der besondere Clou: Wird die Geldanlage auf diese Weise optimiert, werden in den Bereichen, die sich positiv entwickelt haben, automatisch Gewinne mitgenommen und antizyklisch auf zurückgebliebene Anlageklassen bzw. Sektoren verteilt.

 

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