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Frauen und Geldanlage

Blickt man auf die hohe Zahl an männlichen Fondsmanagern oder gar die Übermacht der Männer in der Liste der reichsten Menschen, könnte man annehmen, dass Frauen und Geldanlage eine ganz schlechte Kombination ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Denn:
 

Frauen scheuen weder das Risiko, noch machen sie große Fehler. Sie schätzen Risiken besser ein, weshalb Männer ihnen oft mangelndes Risikobewusstsein unterstellen. Frauen sind dadurch häufig die besseren Anleger.
 

Lange Jahre war das Thema Frauen und Geldanlage kein Massenphänomen. Entweder es mangelte am notwendigen Vermögen oder die Ehepartner erledigten die Vermögensanlage. In Zeiten, in denen immer mehr Frauen ihren Lebensunterhalt alleine verdienen, gewinnt aber das Thema Frauen und Geldanlage an Bedeutung. Diese besonderen Rahmenbedingungen sind dann auch einer der Gründe, warum sich Frauen viel weniger Fehler leisten als Männer: Das wenige Geld muss besonders sorgsam angelegt werden.
 

Konsequente Strategie - Frauen und Geldanlage
 

Im Anlegeralltag können Frauen dann ihre individuellen Eigenschaften einsetzen. Neben geringerer Risikofreude punkten Frauen durch eine konsequente Umsetzung ihrer gewählten Anlagestrategie. Das heißt, dass die Streuung über die verschiedenen Anlageformen ebenso erfolgt, wie das Festhalten an den gewählten Entscheidungen. Umschichtungen werden selten und mit Bedacht vorgenommen. Damit sind Frauen am Ende deutlich erfolgreicher als Männer. Frauen und Geldanlage? Das ist eine Erfolgsgeschichte.
 

Angesichts der guten Ergebnisse der Kombination von Frauen und Geldanlage überrascht es, dass Frauen bei der professionellen Geldanlage kaum eine Rolle spielen. Denn:
 

Laut einer Studie der Managementberatung Oliver Wyman haben Frauen in keiner Branche eine so geringe Chance, aus dem mittleren Management in die Führungsetage aufzusteigen wie in der Finanzwirtschaft. Die meisten Frauen in Führungspositionen finden sich in der skandinavischen Finanzwirtschaft, während Japan einsames Schlusslicht ist. In Norwegen sind 35 Prozent der Konzernleitungsmitglieder weiblich, in Schweden 29 Prozent, während Japans Finanzwirtschaft keine einzige Frau in Führungsverantwortung aufwies.

 

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