Kauf-Order

Kauforder


Je nachdem, ob eine Aktie oder ein anderes Finanzprodukt wie z.B. ein Zertifikat oder ein Optionsschein beim Handel über die Börse bzw. außerbörslich ge- oder verkauft wird, lassen sich Kauf- und Verkaufsorders unterscheiden. Dabei können die jeweiligen Wertpapieraufträge grundsätzlich bei der Hausbank vor Ort oder einem Online-Broker aufgegeben werden. Wer beim Aktienkauf die kostengünstige Internet-Variante nutzt, kann seine Kauforder ganz bequem von zu Hause aus oder sogar von unterwegs per Smartphone selbst veranlassen.

Er braucht dafür nur die jeweilige Wertpapierkennnummer (WKN bzw. ISIN), die er in fast jeder Börsen-Publikation oder auf den einschlägigen Finanz-Portalen findet, in die Ordermaske seines Discount-Brokers eingeben und Schritt für Schritt die weiteren Details seiner Kauforder festlegen, wie z.B. den gewünschten Handelsplatz, die Stückzahl oder die Gültigkeitsdauer der Order. Dabei wird der Auftrag in Sekundenschnelle an die Börse oder den außerbörslichen Handelspartner übermittelt und dort automatisch vom Handelssystem ausgeführt. Nahezu zeitgleich erhält der Kunde im Anschluss vollelektronisch die entsprechende Kaufbestätigung.

Vergessen Sie bei Ihrer Kauforder das Limit nicht  

Darüber hinaus bieten Online-Broker mittlerweile die vielfältigsten Möglichkeiten, eine Kauforder individuell zu gestalten und noch stärker an die Wünsche des Investors anzupassen. Das beginnt bereits bei dem für das jeweilige Wertpapier zu zahlenden Preis, der bei einer Aktie in der Regel von Angebot und Nachfrage bestimmt wird, wobei aus Sicht des Anlegers eine Preisdifferenz (Geld-Brief-Spanne bzw. Spread) zwischen dem etwas höheren Kauf- oder Briefkurs (Ask) und dem niedrigeren Verkaufs- bzw. Geldkurs (Bid) zu beachten ist. Um gerade bei kleineren oder seltener gehandelten und weniger liquiden Titeln am Ende nicht zu teuer einzusteigen und einen möglichst fairen Marktpreis zu erhalten, empfiehlt sich deshalb stets die Limitierung einer Kauforder.

Denn wird von vornherein auf den Zusatz „Limit“ verzichtet, geht der Wertpapierauftrag ohne eine weitere Einschränkung mit der Vorgabe „Billigst“ als einfache „Market-Order“ an die Börse und wird dort möglicherweise zu einem Kurs ausgeführt, der deutlich über dem vom Käufer gewünschten Preis liegt. Dies ist bei der Limitierung einer Kauforder nicht möglich, da der Trader bei einer „Buy-Limit-Order“ zusätzlich einen ganz konkreten Kurs festlegt, zu dem er maximal bereit ist, die Aktie zu erwerben. Liegt der aktuelle Marktpreis darüber, wird der Kaufauftrag nicht ausgeführt. Der Anleger kann sich dadurch in jedem Fall vor einer unliebsamen, weil möglicherweise zu kostspieligen Überraschung schützen, auch wenn dabei die „Gefahr“ besteht, dass er z.B. in einem starken Aufwärtsmarkt „leer“ ausgeht und sich den weiteren Anstieg nur noch von der Seitenlinie aus anschauen kann.

Mit „Stop-Buy-Orders“ einfach dem Trend folgen

Um genau dies zu verhindern und einen möglichen Trend nicht zu verpassen, gibt es gerade für Investoren, die keine Zeit haben, die Märkte intensiv zu beobachten, weitere Ordertypen. So lässt sich mit einer sogenannten „Stop-Buy-Order“ eine obere Kursmarke festlegen, ab der ein Einstieg in die Aktie erfolgen soll. Hintergrund ist dabei meist ein charttechnisches Kaufsignal z.B. nach dem erfolgreichen Überwinden eines wichtigen Widerstands. Die mit dem Stop-Kurs verbundene Kauforder wird in diesem Fall zu einer einfachen „Billigst“-Order, d.h. der Kauf wird nach dem Auslösen des Stops automatisch zum nächstmöglichen Marktkurs ausgeführt. Um auch hier preislich nicht zu hoch einzusteigen, gibt es mit der „Stop-Limit-Order“ eine weitere limitierte Kauforder-Variante, die sich am einfachsten an einem Beispiel verdeutlichen lässt. Angenommen, eine Aktie, die aktuell bei 95 Euro notiert, hätte aus Anlegersicht nach Erreichen der 100-Euro-Marke deutlich Luft nach oben.

Um sich dabei aber vor allzu schnell steigenden Kursen zu schützen, möchte der Investor den Titel trotz der Aussicht auf eine attraktive Trendfolgemöglichkeit maximal zu einem Preis von 105 Euro erwerben. Wie bei der einfachen „Stop-Buy-Order“ legt der Anleger bei der Limit-Variante zunächst einen Stop-Kurs in diesem Fall bei 100 Euro fest und gibt zusätzlich ein Preis-Limit bei 105 Euro in die Ordermaske ein. Dadurch ist auch hier in jedem Fall gewährleistet, dass die Aktie nach der Stop-Auslösung maximal zum Limit-Kurs ins Kundendepot gebucht wird. Sollte bei der Aktie nach der Stop-Erreichung mit einer explosiven Bewegung bzw. einem Kurssprung nach oben gerechnet werden, empfiehlt sich allerdings gerade bei diesem Ordertyp das Limit nicht zu nahe an den Stop zu legen, um auch tatsächlich eine Ausführung sicherzustellen und den Einstieg nicht zu verpassen.

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