Limitierte Kauforder

Limitierte Kauforder

Obwohl es an den Aktienmärkten langfristig stets weiter nach oben geht, kommt es zwischenzeitlich immer wieder zu teilweise deutlichen Schwankungen. Deshalb gleicht auch selten an der Börse ein Handelstag genau dem nächsten. Dies wiederum gibt nicht nur kurzfristig ausgerichteten Anlegern und Tradern, sondern auch Langfrist-Investoren die Möglichkeit, eine Aktie an dem einen oder anderen schwächeren Börsentag etwas günstiger zu erwerben. Das Zauberwort heißt hier „Kauf-Limit“. Denn hat sich der einzelne Anleger aufgrund seiner Überlegungen und Analysen erst einmal dafür entschieden, eine Aktie zu einem bestimmten Kurs zu kaufen, kann ihm die Limitierung seiner Kauforder dabei helfen, den gewünschten Einstiegspreis auch tatsächlich zu erzielen. Ein weiterer Vorteil: Er muss die Aktienentwicklung nicht mehr permanent beobachten. Das erledigt für ihn automatisch die in das Orderbuch eingestellte limitierte Kauforder.

Kauflimits garantieren einen marktgerechten Preis

Wer an der Börse handelt, sollte stets seine Wertpapieraufträge mit einem individuell festgelegten Limit versehen, sofern dabei nicht allein die sofortige Ausführung im Vordergrund steht. Denn ansonsten läuft er ständig Gefahr, dass seine Kauforder als unlimitierte „Market-Order“ zwar in der Regel mit der Vorgabe „Billigst“ relativ zügig ausgeführt wird, dies allerdings häufig auch zu einem Kurs, der deutlich über dem eigentlichen Wunschpreis liegt. Dies gilt umso mehr, wenn es sich bei der Aktie um einen kleineren oder seltener gehandelten und weniger liquiden Titel handelt. Dagegen ist ein zu hoher Einstiegskurs bei der Limitierung einer Kauforder von vornherein ausgeschlossen, da der Anleger bei einer „Buy-Limit-Order“ zusätzlich einen ganz konkreten Kurs bestimmt, zu dem er maximal bereit ist, die Aktie zu erwerben.

In der Praxis bewegen sich die Kauflimits bei markttechnisch ausgerichteten Investoren häufig in der Nähe von Unterstützungszonen. Da der Kaufauftrag nicht ausgeführt wird, wenn der aktuelle Marktpreis über der festgelegten Begrenzungsmarke liegt, kann sich der Anleger mit einer limitierten Kauforder in jedem Fall vor einer teuren Überraschung schützen, auch wenn er dadurch möglicherweise den Sprung auf den bereits fahrenden Börsenzug verpasst. Aber auch für diesen Fall wusste schon Investmentlegende André Kostolany bei einem seiner vielen Börsensprüche Rat: „Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt mit Sicherheit.“

Als Trendfolger limitierte Kauforders mit einem Stop kombinieren

Je nachdem, welche Strategie ein Anleger verfolgt, ergeben sich bei der Limitierung einer Kauforder weitere Gestaltungsmöglichkeiten. Um z.B. einen möglichen Trend nicht zu verpassen lässt sich mit einer sogenannten „Stop-Buy-Limit-Order“ eine obere Kursmarke festlegen, ab der ein Einstieg in die Aktie erfolgen soll. Hintergrund ist dabei meist ein charttechnisches Kaufsignal z.B. nach dem erfolgreichen Überwinden eines wichtigen Widerstands. Damit auch hier der Einstieg nicht um jeden Preis erfolgt, wird die Stopmarke mit einem zusätzlichen etwas darüber liegenden Limit verbunden. Insofern handelt es sich bei diesem Ordertyp um eine Kombination aus einer Stop- und einer Limit-Kauforder, wobei Letztere erst nach dem Auslösen des Stops aktiv wird. Wie eine Stop-Buy-Limit-Order im Einzelnen funktioniert, lässt sich am einfachsten an einem Beispiel verdeutlichen:

Ein Anleger erwartet bei einer aktuell noch bei 95 Euro notierenden Aktie eine attraktive Trendfolgemöglichkeit über der 100-Euro-Marke. Deshalb legt er genau bei diesem Kurs seinen Stop fest und wählt gleichzeitig ein maximales Kauflimit für die Order bei 105 Euro. Steigt die Aktie in der Folgezeit auf 100 Euro, wird der Stop ausgelöst und der Titel maximal zum Limit-Kurs von 105 Euro ins Kundendepot gebucht. Gleichzeitig besteht natürlich auch hier immer das „Risiko“, dass im Falle eines größeren Kurssprunges nach der Stop-Erreichung der Einstieg verpasst werden und der Investor „leer“ ausgehen könnte. Wer dies vermeiden möchte, sollte bei seiner Kauforder einen „ausreichenden“ Abstand zwischen Stop- und Limit-Kurs einplanen.

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