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Mohammed Islam

Es passiert selten, dass amerikanische renommierte Medien auf einen Hochstapler hereinfallen. Im Dezember 2014 war dies in New York der Fall. Der 17-jährige Mohammed Islam schaffte es über Nacht berühmt zu werden:
 

Gegenüber dem New York Magazine hatte er angegeben, mit Öl- und Goldaktien aus dem Penny-Stock-Bereich 72 Mio. US-Dollar gemacht zu haben – ganz wie sein Vorbild Jordan Belfort, bekannt unter seinem Spitznamen „The Wolf of Wall Street“. Über dessen Geschichte wissen selbst Teenies Bescheid, seit der Hollywood-Streifen „The Wolf of Wall Street“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle den Aufstieg und Fall von Jordan Belfort filmisch in Szene setzte.
 

Mohammed Islam durfte sich einige Tage so bekannt fühlen, wie Jordan Belfort. Dabei fehlte zum großen Erfolg nur noch wenig. An der Wall Street witterten viele bereits das große Geld. Doch das Wunderkind mit bengalischen Wurzeln war nichts anderes als ein Hochstapler. Denn:
 

Als Schüler der Eliteschule Stuyvesant High School steht Mohammed Islam dem dortigen Investmentclub vor. Dort konnte er auch tatsächlich beträchtliche Tradingerfolge erzielen, allerdings nur virtuell. Echtes Geld war dabei nie im Spiel.
 

Nach Bekanntwerden der Erfolgsgeschichte kamen innerhalb weniger Tage jedoch immer mehr Ungereimtheiten an das Licht, so dass die Tage des Weltruhms schnell vorbei waren. In einer Videobotschaft entschuldigte sich Mohammed Islam und erklärte, die Folgen seiner Geschichte keineswegs realisiert zu haben. Dennoch dürfte das Gefühl einmal so erfolgreich wie Jordan Belfort gewesen zu sein, noch lange anhalten.
 

Jordan Belfort, der echte „Wolf of Wall Street“, war nach dem großen Börsencrash 1987 an die Wall Street gekommen und hatte dort durch sein Verkaufstalent bald erste Erfolge in der Vermarktung von Penny Stocks erzielt. Daraus wurde das Maklerunternehmen Stratton Oakmont, das zahlreiche Börsengänge betreute und ein Milliardenvermögen verwaltete. Allerdings war dieser Erfolg nicht ehrlich erarbeitet. Wegen Betrugs und Geldwäsche wurde Jordan Belfort im Jahr 1997 zu vier Jahren Haft verurteilt. 

 

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