Rente zu niedrig

Rente zu niedrig

Aufgrund des voranschreitenden demografischen Wandels werden die Herausforderungen für das gesetzliche Rentensystem immer größer. So stößt das staatliche Umlageverfahren, nach dem die aktuell in die  gesetzliche Rentenversicherung einzahlenden Versicherten mit ihren Beiträgen die laufenden Renten finanzieren, in zunehmenden Maße an seine Grenzen und muss bereits heute zu rund einem Drittel durch Steuergelder bezuschusst werden. Die weitere Folge: Steigende Beiträge bei gleichzeitig sinkenden Versorgungsleistungen. Einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zufolge dürfte das niedrige Rentenniveau von derzeit etwa 50% des Nettoeinkommens (vor Steuern) bis 2060 sogar auf rund 40% absinken, was de facto einer Rentenkürzung um ein Fünftel entsprechen würde.

Aktien schützen gegen Niedrig-Renten

Für viele Ruheständler bedeutet das aber auch schon heute: Die gesetzliche Rente ist zu niedrig, um den gewohnten und auch im Alter angestrebten Lebensstandard ohne Einbußen aufrecht erhalten zu können. In der Untersuchung des DAI wird deshalb vorgeschlagen, zusätzlich privat Geld zurückzulegen, um die bestehende Rentenlücke aktienorientiert zu schließen. Denn Aktien verbriefen einen konkreten Anteil am Produktivvermögen eines Unternehmens und bieten trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig die höchsten Renditechancen. Da die Wirtschaft auf lange Sicht wächst, tendieren auch die Aktienmärkte auf Dauer immer weiter nach oben. So konnten laut der Studie beispielsweise über 30-jährige Aktiensparpläne mit monatlich gleichbleibenden Raten durchschnittliche nominale Renditen von 7 bis 10% p.a. (aus Kursgewinnen plus Dividenden) erzielt werden.

Je höher die Aktienquote, desto geringer das Rentenloch

Übertragen auf das Eingangsbeispiel würde aus Sicht eines Durchschnittsverdieners sogar bereits eine jährliche Rendite von 4% ausreichen, um mit einem eigenen Beitrag von 3 bis 4% des Bruttoeinkommens über eine Laufzeit von zirka 45 Jahren wieder 2060 auf das höhere Rentenniveau von rund 50% des Nettogehalts zu kommen. Bei zusätzlichen staatlichen Zulagen könnte der Eigenbeitrag sogar noch deutlich niedriger ausfallen. Ganz anders die Situation, wenn auf Aktien verzichtet und stattdessen auf festverzinsliche Wertpapiere gesetzt würde. So müsste der Sparer hier selbst bei einer angenommenen Verzinsung von 1% p.a. ganze 10% seines Bruttoeinkommens aufwenden, um das Rentenloch gegenüber heute zu stopfen. Der Beitrag würde damit aktuell etwa der Gesamtsparquote der deutschen Haushalte entsprechen, so das DAI.

Mit Aktienfonds bequem in den Ruhestand

Die Konsequenz aus diesem Beispiel kann deshalb nur lauten: In Zeiten von Nullzinsen und zu niedriger Renten sind Aktien als zusätzliche private Altersvorsorge alternativlos. Wer sich dabei nicht ständig um seine Finanzgeschäfte selbst kümmern und die Investmententscheidungen lieber einem professionellen Management überlassen möchte, könnte sich auch mit Aktienfonds ein zusätzliches Standbein für seinen Ruhestand aufbauen. Das hat eine ganze Reihe von Vorteilen. So lassen sich hier die Chancen und Risiken nach dem Prinzip der „Risikostreuung“ bereits mit geringen Geldbeträgen auf eine Vielzahl von Wertpapieren verteilen. Zudem unterliegen Aktienfonds strengen Anlagevorschriften und Dokumentationspflichten und bieten als rechtlich von der Investmentgesellschaft getrenntes „Sondervermögen“ einen zusätzlichen Ausfallschutz.

Aktienfonds-Sparpläne bieten maximale Flexibilität bei der Rente

Aktienfonds sind in ihrer Handhabung sehr einfach und deshalb auch bestens als Anlageinstrument geeignet, um eine zu niedrige Rente aufzubessern. So lassen sie sich beispielsweise in Form eines Sparplans äußerst flexibel an die jeweilige Lebens- und Finanzsituation anpassen. Anleger können dabei sogar Bruchteile des gewünschten Fonds bei einer Bank oder einem Onlinebroker erwerben und damit regelmäßig mit gleich hohen Beträgen für ihr Alter vorsorgen. Da bei fallenden Kursen dadurch automatisch mehr und bei steigenden Märkten entsprechend weniger Anteile erworben werden, ergibt sich insgesamt ein Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average), der die ansonsten übliche Suche nach dem „besten“ Einstiegszeitpunkt (Market-Timing) überflüssig macht.

BCDI-Aktienfonds

Der ebenfalls sparplanfähige BCDI-Aktienfonds (A2AQJY) investiert streng regelbasiert und völlig transparent zu gleichen Teilen in die zehn BCDI-Defensiv-Champions des bislang sehr erfolgreichen boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) sowie in die weiteren 15 Champions mit der niedrigsten Risikokennziffer. Wegen seiner Konzentration auf 25 besonders defensive Titel überzeugt der Fonds speziell in Marktphasen, in denen es nicht ganz so rund läuft. Hier erhalten Sie weitere Infos zum BCDI-Aktienfonds...

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