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Pleite MS Deutschland

Weltweit werden Kreuzfahrten immer beliebter. Die großen Reedereien freut es. Ebenso wie die Initiatoren von Schiffsfonds, schließlich werden die neu anzuschaffenden Schiffe immer größer und damit ertragreicher. Leidtragende sind hierbei die Besitzer älterer und kleinerer Kreuzfahrtschiffe, die mit den neuen Trends nur bedingt mithalten können. Im Jahr 2014 traf es dabei auch das aus dem Fernsehen bekannte „Traumschiff“. Durch die Pleite der MS Deutschland steht nun eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung vor einer ungewissen Zukunft. Im Detail:
 

Pleite der MS Deutschland: Halbjährige Weltreise abgesagt
 

Im November 2014 musste der Insolvenzverwalter der Reederei Peter Deilmann und der MS „Deutschland“ Beteiligungs GmbH eine halbjährige Weltreise des Traumschiffs absagen. Eigentlich hätte das Schiff am 18. Dezember zu einer neuen Reise aufbrechen sollen. Doch ein dafür notwendiger Werftaufenthalt konnte nicht finanziert werden. Bis zum Frühjahr 2015 soll der Fahrtbetrieb trotz der Pleite der MS Deutschland wieder aufgenommen werden. Die dafür notwendige Einigung zwischen den zahlreichen Interessenten für Schiff und Reederei sowie dem Insolvenzverwalter soll dabei ohne den Zeitdruck im Vorfeld der halbjährigen Weltreise erzielt werden.
 

Die Fernsehserie „Traumschiff“ ist bereits seit 15 Jahren mit ein und demselben Schiff verbunden. Doch durch die Pleite der MS Deutschland werden sich die TV-Kreuzfahrer eine neue Heimat suchen müssen. Der Name des 1998 vom Stapel gelaufenen Schiffs war dabei durchaus Programm, denn die MS Deutschland war zuletzt das einzige Hochseekreuzfahrtschiff, das unter deutscher Flagge fährt. Heimathafen ist Neustadt in Holstein. Ob dieses Alleinstellungsmerkmal auch in Zukunft noch Bestand haben wird, ist unklar.
 

Pleite der MS Deutschland: Anleiheinvestoren betroffen
 

Die Pleite der MS Deutschland ist keineswegs nur ein schwerer Schlag für den Kreuzfahrtstandort Deutschland, sondern ein weiteres Warnzeichen für die Fans der sogenannten Mittelstandsanleihen. Denn durch die Insolvenz sind auch Anleihe-Investoren betroffen. Ob und welchem Maße sie ihr Investment wieder erhalten ist kaum absehbar. Damit tragen die Anleihegläubiger ein ähnliches Schicksal wie manche Investoren von Schiffsfonds, die in den vergangenen Jahren ebenfalls von einer Pleite betroffen waren.

 

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