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Quellensteuer

Fast jeder hat im Lauf der Zeit des Lebens schon einmal den Begriff „Quellensteuer“ gehört. Doch was wirklich hinter dem Begriff steht, ist nur bedingt allen geläufig. Das verwundert, denn die bedeutendste Form der Quellensteuer betrifft jeden Angestellten in Deutschland. Die Rede ist von der Lohnsteuer, als der umfangreichsten Quellensteuer in Deutschland.
 

Quellensteuer: Der Steuerabzug direkt an der Quelle
 

Letztlich bedeutet Quellensteuer nichts anderes, als dass eine Steuer, direkt an der so genannten „Quelle“ erhoben wird, aus der auch die Einkünfte fließen. Im Fall der Lohnsteuer ist dies der vom Arbeitgeber zu zahlende Arbeitslohn. Das Verfahren der Quellensteuer dient zum einen der Vereinfachung der Steuerverwaltung und zum anderen zur Sicherstellung der Besteuerung.
 

Kapitalertragsteuer betrifft Anleger
 

Neben der Lohnsteuer gibt es noch zahlreiche weitere ähnliche Fälle, die aber nur bestimmte Berufsgruppen betreffen. Für Aktienanleger umso wichtiger ist dagegen die Kapitalertragsteuer. Jeder, der einmal Dividenden erhalten hat, kennt das Prozedere: Ist der Freibetrag ausgeschöpft zieht die Bank automatisch einen Teil der Dividende als Kapitalertragsteuer ab. Ähnlich läuft es bei Zinserträgen aus Anleihen oder anderen Finanzprodukten.
 

Quellensteuer: Komplizierter Umgang mit dem Ausland
 

Was im Inland automatisch durch Banken erledigt wird, ist im Ausland umso schwieriger. Je nach Staat wird die dort anfallende Quellensteuer erstattet oder mit den hierzulande anfallenden Kapitalertragsteuern verrechnet.
 

Entscheidend hierfür sind die Doppelbesteuerungsabkommen. Diese definieren, welcher von beiden Staaten in welchem Umfang die Kapitaleinkünfte besteuern darf und wo die Grenzen sind. Anleger, die viele Investitionen im nahen und fernen Ausland tätigen kennen dieses Verfahren nur allzu gut.
 

Da die Abrechnung aber nur einmal im Jahr im Zuge der normalen Steuererklärung anfällt, ist der Aufwand am Ende doch überschaubar. Anleger, die noch unsicher sind, finden auf den Internetseiten des Bundeszentralamts für Steuern die passenden Vorschriften. Dort reichen die Doppelbesteuerungsabkommen von A wie Argentinien bis U wie USA.

 

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