Rechteck

Rechteck

Bei der Rechteckformation handelt es sich um ein relativ einfach zu identifizierendes Chartmuster, das viele Möglichkeiten für unterschiedliche Handelsansätze bietet. Wie die Dreiecksformation lässt sich auch das Rechteck den sogenannten Trendbestätigungs- bzw. Trendfortsetzungs-Formationen zurechnen und stellt in den meisten Fällen eine Konsolidierung des vorangegangenen Trends dar. Dabei kann es ähnlich wie das symmetrische Dreieck sowohl in einem Aufwärts-, als auch in einem Abwärtstrend vorkommen und je nach vorheriger Trendrichtung einen bullischen oder bärischen Charakter aufweisen. Allerdings kann sich auch aus einer Rechteckformation eine Trendumkehr ergeben, die sich gerade bei hohen Handelsumsätzen entgegen dem ursprünglichen Trend andeutet. Deshalb sollten für das Vorliegen einer Trendbestätigungs-Formation auch Bewegungen in Richtung des vorausgegangenen Trends möglichst von höheren Umsätzen begleitet werden als in Gegenrichtung. Ein hohes Volumen während eines Ausbruchs spricht darüber hinaus für ein nachhaltiges Ausbruchssignal.

Woran lässt sich ein Rechteck erkennen?

Ein Rechteck ist dadurch gekennzeichnet, dass der zugrundeliegende Kurs auf und ab schwankt, eine Zeitlang aber kein neues Hoch und kein neues Tief mehr ausbildet. Das bedeutet: Der Kurs bewegt sich in relativ gleich hohen Ausschlägen nach oben und unten seitwärts. Das Rechteck wird begrenzt durch zwei parallel verlaufende horizontale Trendlinien (Unterstützungs- und Widerstandslinie), aus denen sich durch die oszillierenden Kursschwankungen ein entsprechender Trendkanal ergibt. Dies ist auch der Hauptunterschied zum symmetrischen Dreieck, bei dem die beiden Begrenzungslinien zueinander konvergieren. Damit überhaupt von einer Rechteck-Formation gesprochen werden kann, sollte es zu mindestens vier aufeinanderfolgenden Umkehrpunkten kommen, wobei die beiden Begrenzungslinien wenigstens zweimal abwechselnd angelaufen werden. Wird bei einem Rechteck von einer Fortsetzungs-Formation ausgegangen, kann je nach der Richtung des vorangegangenen Trends wie in der folgenden Grafik bei einem Ausbruch des Kurses über die Widerstandslinie ein Kaufsignal ausgelöst werden. Dagegen würde bei einem Durchbruch der Unterstützungslinie nach unten ein Verkaufssignal entstehen.

Woran lässt sich ein Rechteck erkennen?

Rechtecke bieten verschiedene Handelsmöglichkeiten

Damit bei einem Rechteck von einem nachhaltigen Ausbruch gesprochen werden kann, sollte sich eine entsprechende Handelsspanne möglichst über einen längeren Zeitraum etabliert haben. ähnliches gilt für die Kursbewegung selbst, die nach einem Ausbruch häufig umso stärker ausfällt, je länger die vorangehende Kanalbildung angedauert hat. Dabei lässt sich das zu erwartende Mindestkursziel ganz leicht bestimmen, indem die Höhe der Formation maßstabsgetreu an der betreffenden horizontalen Begrenzungslinie in Ausbruchsrichtung gespiegelt wird. Gerade wegen der Dauer, bis es bei einer Rechteckformation zum Ausbruch aus dem Trendkanal kommt, ist das Chartmuster nicht nur bei trendfolgend, sondern auch häufig bei antizyklisch agierenden Anlegern sehr beliebt. So kann beispielsweise auch ganz bewusst zunächst auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung gesetzt werden, indem an der Unterstützung der unteren Begrenzung auf wieder steigende Kurse und am Widerstand der oberen Begrenzung auf fallende Notierungen spekuliert wird. Dagegen warten prozyklisch ausgerichtete Investoren den Ausbruch aus dem Trendkanal erst einmal ab und positionieren sich anschließend in Ausbruchsrichtung.

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