Die Rente aufbessern

Rente aufbessern

In Zeiten knapper Rentenkassen und unübersehbarer Versorgungslücken sollte das alte Motto „spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ oberste Priorität genießen und die Möglichkeit zur privaten Aufbesserung der eigenen Rente von möglichst vielen künftigen Ruheständlern genutzt werden. Denn immerhin rechnen laut einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Fondverbands BVI mehr als die Hälfte der Befragten damit, dass ihre spätere gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, um den gewohnten und auch im Alter angestrebten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Ganz aktuell schlägt sogar in der Boulevard-Presse eine weitere Studie Alarm, die für die Comdirect-Bank erstellt wurde.

Jeder Zweite verzichtet auf ein zusätzliches Rentenstandbein

Darin gibt nur knapp jeder Zweite an, dass er zusätzlich fürs Alter vorsorgt, um damit seine Rente aufzubessern. Das Erschreckende daran: Gerade von der jüngeren Generation zwischen 18 und 29 Jahren, die vom demografischen Wandel besonders betroffen sein dürfte, wird kein Geld für den Ruhestand zurückgelegt, während bei den 40- bis 49-Jährigen zumindest die Mehrheit daran denkt. Als Hauptgrund für die fehlende Vorsorge wird dabei von einem Viertel ganz schlicht auf das fehlende Kapital verwiesen. Daraus erklärt sich auch der augenfällige Unterschied bei der privaten Absicherung zwischen Top- und Geringverdienern (80% gegenüber nur 19%). Als Fazit bleibt deshalb festzuhalten: Auch wenn die finanziellen Mittel zur Aufbesserung der Rente gerade in jungen Jahren knapp sind, sollte auf keinen Fall darauf verzichtet werden.

Aktien sorgen für Kapitalvermehrung im Alter

So lässt sich auch mit kleinen Beträgen, die zumindest ab und an auf die „hohe Kante“ gelegt werden, im Laufe der Jahre ein ansehnliches Vermögen für den Ruhestand aufbauen. Dies gilt insbesondere dann, wenn bis zum Renteneintritt noch eine sehr lange Zeitspanne besteht. Da in Zeiten historischer Niedrigzinsen eine echte Kapitalvermehrung aber nur noch mit Aktieninvestments möglich ist, sollte die Vorsorgelücke in jedem Fall auch aktienorientiert geschlossen werden. Denn mit einer Aktienanlage erhält der Anleger einen konkreten Anteil am Produktivvermögen eines Unternehmens und nimmt damit auch an dessen Wachstum teil. Das ist auch der Grund, warum Aktien trotz zwischenzeitlicher Schwankungen langfristig die höchsten Renditechancen abwerfen (z.B. Dax 9% p.a.). Die als Dividende ausgeschütteten Gewinnanteile sorgen dabei für einen zusätzlichen Zinses-Zins-Effekt.

Höhere Rentenbasis mit Aktienfonds

Ein Direktinvestment in Aktien erfordert vom Investor allerdings auch ein gewisses Engagement und Grundwissen über die Finanzmärkte. Wer seine Rentenbasis mit Aktienanlagen zusätzlich verbreitern möchte, ohne sich dabei ständig um seine Finanzgeschäfte kümmern zu müssen, findet deshalb in Aktienfonds das passende Instrument. Die Investmententscheidungen werden hier automatisch von einem professionellen Management getroffen. Außerdem lassen sich die Chancen und Risiken nach dem Prinzip der „Risikostreuung“ bereits mit geringen Geldbeträgen auf eine Vielzahl von Wertpapieren verteilen. Auch der Sicherheitsaspekt kommt bei Aktienfonds nicht zu kurz: So ist das angesammelte Vermögen rechtlich gesehen in einem Sondervermögen geschützt. Zudem gelten bei dieser Form der Anlage strenge Investmentrichtlinien und Dokumentationspflichten.

Aktienfonds-Sparpläne – mehr Flexibilität fürs Alter

Neben der Konzentration auf Aktienanlagen sollte bei der privaten Altersvorsorge auf ein möglichst hohes Maß an Flexibilität geachtet werden. Dies lässt sich am besten dadurch erreichen, dass statt auf ein einmaliges Direktinvestment zu setzen eine bestimmte Geldsumme ganz gezielt z.B. Monat für Monat in einen Aktienfonds-Sparplan fließt. Anleger können dabei sogar Bruchteile des gewünschten Fonds bei einer Bank oder einem Onlinebroker erwerben und damit regelmäßig mit gleich hohen Beträgen den finanziellen Grundstock für ihre Zusatz-Rente legen. Dies führt in der Summe zu einem Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average), da bei fallenden Kursen automatisch mehr und bei steigenden Märkten entsprechend weniger Anteile erworben werden. Die Suche nach dem „besten“ Einstiegszeitpunkt (Market-Timing) erübrigt sich dadurch ganz von selbst. Darüber hinaus lassen sich Sparpläne auch ohne hohe Einmalbeträge sehr flexibel an die jeweilige Lebens- und Finanzsituation des Anlegers anpassen und können jederzeit unterbrochen, aufgestockt oder auch wieder täglich liquidiert werden.

BCDI-Aktienfonds

Der BCDI-Aktienfonds (A2AQJY) stellt ein interessantes Investment zur Ergänzung der gesetzlichen Altersrente dar. Er ist ebenfalls sparplanfähig und investiert zu gleichen Teilen in die zehn BCDI-Defensiv-Champions des bislang sehr erfolgreichen boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) sowie in die weiteren 15 Champions mit der niedrigsten Risikokennziffer. Da der Fonds streng regelbasiert arbeitet, sind hier individuelle Managementeinflüsse von vornherein ausgeschlossen. Klicken Sie hier für weitere Informationen...

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