Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS- Formation)

Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS- Formation)

Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), deren Aussehen an den Umriss eines menschlichen Oberkörpers erinnert, gehört innerhalb der Formationenlehre zu den zuverlässigsten Chartmustern. Aufgrund ihres häufigen Vorkommens ist sie bei technisch orientierten Anlegern und Tradern sehr beliebt, lässt sich im Einzelfall allerdings etwas schwerer identifizieren als z.B. ein einfaches Doppeltop. Dabei kann es gelegentlich auch zur Ausbildung mehrerer linker oder rechter Schultern kommen. Die SKS-Formation leitet in der Regel mit einem Verkaufssignal aus einem bestehenden Aufwärtstrend eine nachhaltige bärische Trendumkehr ein, kann aber auch vereinzelt als Fortsetzungsmuster eine bloße Unterbrechung des vorherigen Trends signalisieren.

Woran lässt sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation erkennen?

Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation als Umkehrmuster ist dadurch gekennzeichnet, dass der zugrundeliegende Kurs ein neues Hoch ausbildet (Punkt A, „linke Schulter“), anschließend wieder zurückfällt (Punkt B) und im weiteren Verlauf ein neues, signifikant höheres Hoch markiert (Punkt C, „Kopf“). Danach erfolgt wiederum ein Kursrückgang bis in die Nähe des vorangegangenen Tiefs (Punkt D), gefolgt von einem erneuten Anstieg auf ein etwas niedriges Hoch, das in etwa dem Anfangshoch entspricht (Punkt E, „rechte Schulter“). Das bedeutet: Eine SKS-Formation besteht aus drei Kurshochs, wobei zwei Hochpunkte auf etwa dem gleichen Niveau liegen und dabei das dritte Hoch umschließen. Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation ist dann vollendet, wenn es im weiteren Kursverlauf zu einer Abwärtsbewegung unter die sogenannte Nackenlinie kommt, die die beiden Tiefpunkte (B und D) miteinander verbindet. Dabei weist die Nackenlinie in der Regel einen steigenden Verlauf auf, kann je nach Lage der Tiefpunkte aber auch horizontal verlaufen oder abfallen. Mit dem Durchbruch ist die bärische Trendwende eingeleitet und weitere Abgaben (Punkt F) sollten die Folge sein. Bevor sich der neu etablierte Abwärtstrend allerdings weiter fortsetzt, kommt es häufig noch einmal zu einer Rückkehrbewegung (Pull Back) an die Nackenlinie (Punkt G), die nun als Widerstand fungiert.

Woran lässt sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation erkennen?

Hohe Umsätze beim Ausbruch bestätigen die bärische Trendwende

Neben dem reinen Chartbild spielen beim Erkennen und Einschätzen einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation auch die Handelsumsätze eine wichtige Rolle. So sollte das Volumen aus idealtypischer Sicht kontinuierlich von der linken zur rechten Schulter abnehmen. Der Durchbruch der Nackenlinie selbst sollte, um das Risiko eines Fehlsignals zu begrenzen, aber wieder bei steigenden Umsätzen und möglichst auf Schlusskursbasis erfolgen. Denn ohne eine entsprechende Bestätigung des Kursmusters, könnte sich ansonsten statt der erwarteten Trendumkehr auch nur eine Unterbrechung des vorangegangenen Trends ergeben. Wer nicht direkt nach Vollendung einer SKS-Formation eine entsprechende Handelsposition einnehmen möchte, könnte nach dem Durchbruch auch erst einmal eine Rückkehr des Kurses bei abnehmendem Volumen bis an die Nackenlinie (Pull Back) abwarten. Das Mindestkursziel bei einem Schulter-Kopf-Schulter-Chartmuster lässt sich relativ leicht bestimmen, indem die vertikal vom höchsten Punkt C bis zur Nackenlinie gemessene Strecke ausgehend vom Durchbruchspunkt nach unten abgetragen wird.

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