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Sparergarantie

Im Jahr 2017 jährt sich die Pleite der Investmentbank Lehman Brothers zum neunten Mal. Auch die berühmte Sparergarantie der Bundesregierung feiert ihren neunten Geburtstag. Noch immer gilt die Garantie. Doch ob sie auch im Ernstfall das hält, was sie verspricht, bleibt offen. Denn mehr als ein frommer Wunsch steht eigentlich nicht dahinter. Insofern war das mal wieder ein Sieg der Psychologie über den Verstand.

Garantie für Sparer: Die Sorge um das Geld

In der Folge der Lehman-Pleite und den anschließenden Unsicherheiten war es zu teils erheblichen Bargeldabhebungen von deutschen Bankkonten gekommen, so dass die Stabilität zahlreicher Institute in Deutschland in Gefahr war. In dieser Situation sahen sich Bundeskanzlerin Merkel und der damalige Finanzminister Steinbrück gezwungen, eine Garantie für die Spareinlagen der deutschen auszusprechen: die Sparergarantie war geboren. Sonntags traten beide vor die Presse und erklärten:

"Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung." Die warmen Worte der damaligen Bundesregierung griffen und die Lage beruhigte sich tatsächlich. Dennoch steht nach wie die Frage im Raum, wieviel diese Sparergarantie wirklich wert ist. Als Anleger sieht man sich immer wieder mit der Frage konfrontiert:

Sparergarantie: Von Versprechen, Erklärungen und Ehrenwörtern

Wie sicher ist die Sparergarantie eigentlich wirklich? Der Staat sieht sich zwar gerne als allmächtig an, doch im Fall der Spareinlagen, schoss die Garantie etwas über die Möglichkeiten hinaus. Insofern muss man die Aussagen eher als Willenserklärung ansehen, denn als einklagbare Garantie. Im Ernstfall wäre also doch wieder jeder auf sich alleine gestellt gewesen.

Dennoch gilt die Sparergarantie auch heute noch, was die Bankenverbände in Deutschland durchaus begrüßen. Schließlich sorgen solche Aussagen der großen Politik noch immer bei vielen Menschen für Vertrauen in Banken. Das ist insofern erstaunlich, als schon so viele Ehrenwörter und Versprechungen gebrochen wurden. Lediglich beim Geld der Sparer genießt die Politik offenbar noch unbegrenztes Vertrauen.

Sparergarantie: Ernstfall war schon da

Spätestens mit der Zypern-Krise und der kurzfristig drohenden Belastung von Sparvermögen unter 100.000 Euro sorgt sich jeder Kontobesitzer um seine Spargroschen. Generell werden meist die Sicherungssysteme der Banken als zuverlässiger Schutz genannt. Doch im Zypern-Fall ging es ja um die Begleichung der Staatsschulden!

In Zeiten von elektronischen Geldern ist es auch deutlich einfacher, Gelder hin und herzuschieben, auch von privaten Konten auf die des Staates. Da nützt dann auch keine Sparergarantie. Aber generell sollte niemand in solch Niedrigzinszeiten allzuviel Geld auf Bankkonten parken. Schließlich bringt es an der Börse deutlich mehr Geld.

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