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Staatsfonds

Die Kapitalerhöhung der Deutschen Bank im Jahr 2014 wäre ohne die Beteiligung aus dem Nahen Osten wohl kaum so geräuschlos vonstatten gegangen. Doch für die Paramount Services Holdings, ein Investmentvehikel von Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani aus Katar, waren die 1,75 Mrd. Euro lediglich ein Klacks. Damit wird wieder einmal ein Trend sichtbar, demzufolge Staatsfonds seit der Finanzkrise immer mehr Einfluss erhalten. Konkret:
 

Staatsfonds - von Singapur, über die Emirate bis Norwegen
 

Staatsfonds gibt es in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Der Deutsche Bank-Investor aus Katar beispielsweise schöpft sein Anlagekapital aus den Erlösen der Ölförderung und investiert weltweit in ertragreiche Investmentobjekte. Dennoch sind die Paramount Services Holdings nur ein vergleichsweise kleiner Fonds. Deutlich größer, aber ebenfalls von der Ölförderung abhängig, ist beispielsweise der Staatsfonds Norwegen. Vergleichbare Vehikel findet man aber auch in anderen Ölförderstaaten entlang des Persischen Golfs. Daneben existierten Staatsfonds ebenso in China, Singapur und Australien.
 

Der 1990 gegründete norwegische Government Pension Fund Global besitzt beispielsweise inzwischen über ein Prozent aller weltweit im Umlauf befindlichen Aktien aber auch jede Menge Staatsanleihen und Immobilien. Er ist mit einem verwalteten Vermögen von fast 790 Mrd. Euro (Stand September 2016) der größte Staatsfonds der Welt. Eigentlich ist das Fondsvermögen für die Zeit nach dem Ende des Ölbooms gedacht. Doch bereits heute darf die Regierung in Oslo vier Prozent pro Jahr ausgeben - etwas mehr als die Rendite des Fonds beträgt. Die Begründungen warum und wie sich ein Staatsfonds engagiert, sind meist vielfältig:
 

Staatsfonds: Politischer Einfluss vs. Rendite
 

Manch ein Staat hofft über diesen Umweg auf Einflussnahme im Ausland. Andere wiederum sind lediglich auf ordentliche Renditen aus, um damit soziale Wohltaten oder Geld für die Zeit nach dem Rohstoffboom zu sammeln. Die große Zeit kam für viele Staatsfonds durch die Finanzkrise. Denn:
 

Die Staatsfonds waren trotz der Krise unverändert flüssig und konnten so günstig in lukrative Unternehmen einsteigen. Inzwischen ist bei manchen Beteiligungen von damals bereits der Ausstieg erfolgt und die Rendite kann sich durchaus sehen lassen. Ein Beispiel:
 

Singapurs Staatsfonds GIC etwa erwarb im Jahr 2009 einen Anteil von 9 Prozent an der angeschlagenen Citigroup. Inzwischen wurde die Hälfte der Beteiligung wieder veräußert – mit einem stolzen Gewinn von 1,6 Mrd. US-Dollar. Der Erfolg bei den Aktien-Engagements dürfte auch einer der Gründe sein, warum das gesamte Staatsfonds-Vermögen in den letzten Jahren so drastisch anstieg. Waren im ersten Quartal 2008 noch lediglich 3,4 Billionen US-Dollar von Staatsfonds verwaltet, waren es im ersten Quartal 2014 bereits 6,4 Billionen US-Dollar. Sie sehen also: Aktien-Investments zahlen sich aus! 

 

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