Stop-Buy-Order

Orderarten: Stop-Buy-Order

Stop-Buy-Order: Kauf wird in Auftrag gegeben

Vor allem Börsenneulinge dürften mit der sogenannten „Stop-Buy-Order“ wenig anfangen können. Denn anders als die Bezeichnung es vermuten lässt, wird hierbei ein Kauf nicht gestoppt (Stop-Buy), sondern in Auftrag gegeben. Deshalb wird Stop-Buy oft auch „Start-Buy“ genannt. Letztere Bezeichnung ist natürlich naheliegender. Allerdings ist der Name Stop-Buy die gängige Bezeichnung, die auch in den meisten Ordermasken der Online-Broker verwendet wird. Zur Erklärung:

Stop-Buy: Kaufen, sobald ein bestimmter Kurs erreicht wird

Eine Stop-Buy-Order ist für alle Anleger interessant, die ein Wertpapier wie z.B. eine Aktie nur dann kaufen wollen, falls hier ein bestimmter Kurs erreicht bzw. überschritten wird.  Die Orderausführung erfolgt dann billigst zum nächsten handelbaren Kurs, und zwar unabhängig davon, ob dieser Kurs über oder unter dem festgesetzten Stop-Buy-Kurs liegt. Hierzu ein Beispiel:

Stop-Buy: Beispiel

Der Aktienkurs eines Unternehmens bewegt sich seit einigen Wochen in einer Spanne zwischen 30 und 35 Euro. Ein Anleger möchte diese Aktie kaufen, aber nur unter der Bedingung, dass der Kurs wieder anzieht und aus der Seitwärts-Range ausbricht. Denn gerade wenn an der Börse charttechnische Widerstände überwunden werden, steigt häufig die Nachfrage nach einer Aktie, womit der Kurs weiter nach oben getrieben wird.

Dazu setzt der Anleger z.B. einen Stop-Buy bei 36 Euro. Mit diesem Orderzusatz wird die Aktie erst gekauft, wenn der Ausbruch über die Marke von 35 Euro gelingt und das Kursniveau von 36 Euro erreicht wird. Der Kaufpreis kann dann jedoch über oder unter 36 Euro liegen.

Stop-Buy: Vorteil

Wie das Beispiel zeigt, können Stop-Buys gezielt dazu eingesetzt werden, Wertpapiere genau dann zu kaufen, wenn bestimmte charttechnisch wichtige Kursmarken erreicht bzw. überboten werden. Dazu ist es dank des Orderzusatzes Stop-Buy nicht mehr nötig, das entsprechende Wertpapier fortlaufend unter Beobachtung zu halten. Es genügt, einmal den Stop-Buy aufzugeben. Danach wird der Kaufauftrag vom System – also bspw. dem Online-Broker – überwacht und ggf. automatisch ausgeführt, sobald der Kurs des Wertpapiers das gewünschte Kursniveau erreicht. Anleger können damit das Risiko des verfrühten Positionsaufbaus verringern. Denn Positionen werden ggf. erst dann eröffnet, wenn sich eine Aufwärtsbewegung bzw. ein Aufwärtstrend etabliert hat.

Stop-Buy: Nachteil

Ein Nachteil beim Setzen von Stop-Buys besteht darin, dass der Einstieg in eine Wertpapierposition naturgemäß verspätet erfolgt im Vergleich zum sofortigen Positionsaufbau. Gegenüber einem Direkteinstieg werden so Anfangsgewinne verpasst. Außerdem kommt es gerade bei kräftigen Aufwärtsbewegungen regelmäßig dazu, dass Anleger einen höheren Wertpapierpreis bezahlen, als geplant. Denn wie bereits beschrieben, verwandelt sich der Stop-Buy nach dem Erreichen des gesetzten Kurses in eine unlimitierte Kauforder. Der letztendlich verbuchte Kaufpreis kann also deutlich über dem platzierten Stop-Buy liegen.

Stop-Buy: Unser Tipp

Der Stop-Buy ist eine sinnvolle Option für Anleger, die in einen steigenden Markt hinein investieren wollen. Gerade für Anhänger der Technischen Analyse und von trendfolgenden Handelssystemen gehört der Stop-Buy daher zu den beliebtesten Orderzusätzen. Bei wenig gehandelten Wertpapieren wie Nebenwerten und vielen ausländischen Aktien kann es bei stärkeren Kurssprüngen aber bei der Ausführung des Stop-Buys zu deutlichen Abweichungen zwischen dem gesetzten Einstiegskurs und dem tatsächlich verbuchten Kaufkurs kommen. Verschaffen Sie sich deshalb im Vorfeld einen Überblick über die Handelsumsätze an den entsprechenden Börsen und setzen Sie ggf. ein Kauflimit bei Ihrem Stop-Buy. 

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