Stop-Limit-Order

Stop-Limit-Order

Wie der Name bereits andeutet, stellt eine Stop-Limit-Order eine Kombination aus einer Stop- und einer Limit-Order dar. Je nachdem, ob damit eine Trend- oder eine Absicherungs-Strategie verfolgt wird, lassen sich „Stop-Buy-Limit-Orders“ und „Stop-Loss- bzw. Stop-Sell-Limit-Orders“ unterscheiden. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: Da der Investor genau weiß, zu welchem Kurs sein Kauf- bzw. Verkaufsauftrag nach der Stop-Auslösung ausgeführt wird, kann er sich vor unvorhersehbaren Kursturbulenzen oder der Übervorteilung gerade bei marktengen Werten schützen und seine Strategie wie ursprünglich geplant umsetzen.

Denn ein zu hoher Kauf- oder ein zu niedriger Verkaufskurs ist damit von vornherein ausgeschlossen. Im Gegensatz zu einer unlimitierten Stop-Order besteht bei der Limit-Variante allerdings immer das Risiko, dass der Wertpapierauftrag im Falle einer starken Kursbewegung in eine Richtung wie z.B. bei einem Kurssprung oder einem Kursrutsch nicht ausgeführt wird und der Anleger dadurch entweder den Einstieg verpasst oder auf seinen Aktien sitzen bleibt. Wer dies vermeiden möchte, sollte bei einer Stop-Limit-Order stets für einen „ausreichenden“ Abstand zwischen Stop- und Limit-Kurs sorgen.

Mit einer „Stop-Buy-Limit-Order“ den Trend spielen

Um beispielsweise einen möglichen Trend auf der Käuferseite zu nutzen lässt sich mit einer sogenannten „Stop-Buy-Limit-Order“ eine über dem aktuellen Aktienkurs liegende Stopmarke festlegen, ab der ein Einstieg in den Titel erfolgen soll. Hintergrund ist dabei meist ein charttechnisches Kaufsignal z.B. nach dem erfolgreichen Überwinden eines wichtigen Widerstands. Damit der Einstieg nicht um jeden Preis erfolgt, wird die Stopmarke mit einem zusätzlichen, noch etwas darüber liegenden Limit verbunden, das erst nach dem Auslösen des Stops aktiv wird. Wie eine Stop-Buy-Limit-Order im Einzelnen funktioniert, lässt sich am einfachsten an einem Beispiel verdeutlichen. Ein Anleger erwartet bei einer aktuell noch bei 95 Euro notierenden Aktie eine attraktive Trendfolgemöglichkeit über der 100-Euro-Marke. Deshalb legt er genau bei diesem Kurs seinen Stop fest und wählt gleichzeitig ein Kauflimit für die Order bei 105 Euro. Steigt die Aktie in der Folgezeit auf 100 Euro, wird der Stop ausgelöst und der Titel maximal zum Limit-Kurs von 105 Euro ins Kundendepot gebucht.

Setzen Sie auf eine „Stop-Loss-Limit-Order“ als Absicherungsstrategie

Stop-Orders auf der Verkäuferseite bieten sich speziell dann an, wenn dem Investor die Zeit oder die Möglichkeit fehlt, die Märkte fortlaufend zu beobachten und ein Verkauf nicht zwingend vorgesehen ist. Sogenannte „Stop-Loss- bzw. Stop-Sell-Strategien“ werden allerdings auch häufig von kurzfristig ausgerichteten Tradern im Rahmen eines ganz gezielten „Money-Managements“ eingesetzt, um Gewinne nach einem Kursanstieg abzusichern bzw. Verluste auf ein vorgegebenes Maß zu begrenzen. Sie dienen dann oft als eine Art „Lebensversicherung“, gerade wenn dabei auch noch Hebel-Produkte mit im Spiel sind. Bei einer „Stop-Loss-Limit-Order“ bzw. „Stop-Sell-Limit-Order“ legt der Investor unterhalb einer selbstgewählten Stopmarke ein zusätzliches Mindest-Limit für den Verkauf seiner Aktie fest.

Dieses wird allerdings erst dann aktiviert, wenn zuvor der Stop ausgelöst wurde. Die Stop-Loss-Limit-Order wird in diesem Fall zu einer einfachen Limit-Verkaufsorder und automatisch ausgeführt, solange der Aktienkurs das Limit nicht unterschreitet. So sinnvoll und relativ leicht umsetzbar Stop-Loss-Limit-Orders auch sind, besteht auch hier für den Anleger bzw. Trader stets die Gefahr des „Ausgestoppt-Werdens“. Dies passiert relativ häufig, wenn der Stop zu nahe an den Aktienkurs gelegt wird. Dabei testet die Aktie nur ganz kurz das Stop-Niveau, wird automatisch meist zum Tiefstkurs verkauft und tritt danach sofort wieder den Weg nach oben in Trendrichtung an, was für den betroffenen Anleger äußerst ärgerlich ist.

So optimieren Sie Ihre Stop-Limit-Strategie

Auch limitierte Stop-Orders lassen sich über eine „Trailing-Stop“-Strategie weiter optimieren, sofern sie in dieser Form vom jeweiligen Online-Broker am gewünschten Handelsplatz überhaupt angeboten werden. Der Vorteil: Wer auf einen steigenden Trend setzen und dabei gleichzeitig der wichtigsten Börsenregel überhaupt „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen“ folgen möchte, muss den „Stop-Loss“ sowie das zusätzliche Limit in einem Aufwärtstrend nicht mehr selbst „von Hand“ nach oben nachziehen („to trail“).

Stattdessen braucht der Anleger bei dieser dynamischen Absicherungs-Variante lediglich einmalig die selbstgewählten absoluten oder in Prozent ausgedrückten Abstände zum jeweiligen Marktpreis festlegen, den Rest erledigt der intelligente Ordertyp für ihn. Dabei bewegen sich Limit und Absicherungsniveau gemäß der individuellen Vorgabe in gleich bleibendem Abstand mit dem steigenden Aktienkurs nach oben, bleiben aber am höchsten Punkt stehen, wenn der Kurs zu fallen beginnt. Erreicht der Kurs im Anschluss das Stop-Niveau, wird die Trailing-Stop-Limit-Order zur einfachen Limit-Verkaufsorder und bis zum Limit-Niveau automatisch ausgeführt. Spiegelbildlich dazu eröffnet ein Trailing-Stop-Limit im Falle einer Kauforder eine bessere Chance auf einen optimierten Einstiegskurs.

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