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T-Online-Verkauf

Mit dem T-Online-Verkauf an den MDax Konzern Ströer beendete die Deutsche Telekom eine Ära. Der Bonner Telekomkonzern hatte von seiner Gründung im Jahr 1995 an auf das Geschäft mit dem Internet gesetzt. Damit verabschiedet sich der frühere Ex-Monopolist auch von einer seiner Wurzeln. Das Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost hatte dank der technologischen Entwicklung zu ihrer Startzeit gewinnbringend auf zwei neue Techniken setzen können: den Mobilfunk und das Internet. Im Zeitalter des breitbandigen und mobilen Internets passt aber T-Online nicht mehr so recht ins Konzept.
 

In den Anfängen der Internet-Ära bot die Deutsche Telekom klassische Internet Service Provider-Dienste unter dem Namen T-Online an. Zuvor hatte die Deutsche Telekom noch erfolglos versucht mit dem Bildschirmtext BTX ein eigenes System am Markt durchzusetzen. Doch gegen das Internet hatte BTX keine Chance.
 

Als Ex-Monopolist konnte die Deutsche Telekom dann mit dem Geschäftsfeld T-Online rasch eine bedeutende Marktstellung erreichen. In der Folge wurde die Sparte auf dem Höhepunkt des IT-Booms Anfang 2000 an die Börse gebracht. Für Aktionäre war dies jedoch kein Glücksgriff. Der Aktienkurs brach nach dem Börsengang Stück für Stück ein. 2005 machte die Deutsche Telekom daher den teilweisen T-Online-Verkauf rückgängig und nahm ihre Tochter wieder von der Börse, wobei sich Prozesse von Aktionären noch Jahre hinzogen.
 

Im Zuge der Eingliederung von T-Mobile in den Mutterkonzern wurden die wichtigsten Teile der Geschäftsbereiche erneut zusammengeführt. Das Geschäft als Internet Service Provider wurde auf die Deutsche Telekom übertragen. T-Online wiederum konzentrierte sich auf den Betrieb von Webportalen. Allen voran stand hier das eigene Portal t-online.de, das zu den reichweitenstärksten Seiten in Deutschland gehört.
 

Dazu gehört auch die Beteiligung an der Scout24-Gruppe, die jedoch mehrheitlich verkauft wurde. Die Angebote von Email- und Cloud-Diensten runden das Angebot von T-Online ab. Da der Ergebnisbeitrag für den Konzern überschaubar geworden ist, hinterlässt der mögliche T-Online-Verkauf keinerlei Spuren bei der Deutschen Telekom.


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