
Aktien sind ein bewährtes Mittel, um Vermögen aufzubauen. Doch nicht alle Aktien sind gleich. Besonders der Unterschied zwischen Tech-Aktien und traditionellen Aktien wirft bei Anlegern immer wieder Fragen auf. Wie Sie beide Arten voneinander abgrenzen können, um damit bessere Entscheidungen zu treffen, verrät Ihnen dieser Artikel.
Tech-Aktien repräsentieren Unternehmen aus der Technologiebranche, die in Bereichen wie Software, Hardware, Internet, Künstliche Intelligenz, teilweise aber auch in der Elektromobilität sowie der Biotechnologie tätig sind. Zu den bekanntesten Vertretern zählen hier Apple, Alphabet, Amazon, Microsoft oder Tesla. Außerdem zeigen Tech-Aktien einige charakteristische Merkmale, wie etwa:
Was darunter im Konkreten zu verstehen ist, erfahren Sie in den nachstehenden Abschnitten.
Traditionelle Aktien gehören demgegenüber zu Unternehmen, die in etablierten Branchen operieren. Das sind vor allem Konsumgüter, Energie, Finanzen, Industrie oder Gesundheit. Prominente Konzerne sind zum Beispiel Coca-Cola, Johnson & Johnson oder General Electric. Auch die traditionellen Aktien haben mehrere Eigenschaften, die sie kennzeichnen, unter anderem:
Natürlich muss nicht jeder dieser aufgezählten Aspekte auf alle Tech- oder traditionellen Aktien zutreffen. Allerdings ermöglichen die Kriterien eine erste grobe Abgrenzung zwischen den beiden Arten von Aktien.
Um beurteilen zu können, ob Tech-Aktien oder traditionelle Aktien oder vielleicht eine Mischung aus beidem das Beste für Ihr Portfolio ist, müssen Sie zunächst die wichtigsten Unterschiede kennen. Diese betreffen insbesondere die folgenden fünf Faktoren.
Branche und Geschäftsmodell
Tech-Aktien stammen aus Branchen, die stark auf Digitalisierung und Innovation setzen. Die dahinterstehenden Unternehmen transformieren die Märkte oder schaffen sogar völlig neue. Traditionelle Aktien sind stattdessen in Branchen verortet, die auf jahrzehntelangen, bewährten Strukturen beruhen.
Als exemplarisches Beispiel kann hier die Automobilindustrie angeführt werden. Tesla treibt mit seinen Technologien wie dem autonomen Fahren die Innovation innerhalb der Branche maßgeblich voran. Ein alteingesessener Konzern wie Ford konzentriert sich eher auf die Optimierung der bestehenden Prozesse.
Wachstumsperspektiven
Ein Grund für die große Popularität der Tech-Aktien liegt in ihren überdurchschnittlichen Wachstumschancen. So konnten Apple oder Alphabet in der Vergangenheit des Öfteren zweistellige jährliche Wachstumsraten hinsichtlich ihres Umsatzes und Gewinns verzeichnen. Das geht auf ihre ausgeprägte Fähigkeit zurück, Marktanteile in neuen oder wachsenden Branchen zu gewinnen. Traditionelle Firmen wachsen in der Regel langsamer, weil ihre Märkte gesättigter sind.
Amazon konnte sein Wachstum in letzter Zeit durch den Einstieg in respektive die Erschließung des Cloud-Computing-Geschäfts beibehalten. Traditionelle Konzerne nehmen zum Wachstum andere Möglichkeiten wahr, wozu beispielsweise die Produktvariation zählt.
Bewertung und Renditepotenzial
Da Anleger die zukünftigen Erträge von Tech-Aktien häufig sehr optimistisch einschätzen, sind auch die Bewertungen mitunter hoch. Das zeigt sich etwa am KGV, das für manchen Tech-Wert utopische Werte im dreistelligen Bereich annimmt. Bei traditionellen Titeln fällt diese Kennzahl für gewöhnlich deutlich niedriger aus, was für konservative Investoren attraktiv ist.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis dient zwar zur Orientierung, sollte aber niemals als alleinige Entscheidungsgrundlage beim Kauf von Aktien herangezogen werden. Es ist außerdem vor dem Hintergrund branchen- und unternehmensspezifischer Aspekte zu interpretieren.
Risiko und Volatilität
In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass Tech-Aktien sensibel auf Nachrichten reagieren. Neue Gesetze oder auch verpasste technologische Trends können erhebliche Auswirkungen haben. Traditionelle Aktien gelten vielen Anlegern im Vergleich dazu als sicherer, da sie weniger volatil sind. Beachten Sie, dass es selbstverständlich trotzdem Tech-Aktien geben kann, die nur wenig schwanken und gleichzeitig traditionelle Firmen, die eine hohe Volatilität aufweisen.
Dividendenpolitik
Für die Expansion vieler Tech-Unternehmen sind erhebliche Investitionen in die Forschung und Entwicklung notwendig. Aus diesem Grund fließen die Gewinne bei Tech-Konzernen oftmals wieder in das operative Geschäft. Hohe Dividenden werden selten gezahlt. Das ist bei den etablierten Unternehmen anders. Diese haben häufig nur noch begrenzte Wachstumschancen, weshalb Überschüsse konsequent an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Gerade für einkommensorientierte Anleger ist diese Praxis attraktiv.
Welche Aktien für welchen Anleger?
Die Wahl zwischen Tech-Aktien und traditionellen Aktien hängt stark von Ihrer individuellen Anlagestrategie, Risikobereitschaft und Ihren finanziellen Zielen ab. Kurz zusammengefasst lässt sich folgendes festhalten.
Tech-Aktien eignen sich besonders gut, wenn:
Demgegenüber könnten traditionelle Aktien die bessere Wahl für Sie sein, falls:
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