BioNTech-Aktie: Kennt die Mainzer Erfolgsgeschichte eine Fortsetzung?

Montag, 04.04.22 14:05
Bildquelle: Eigenes Bildmaterial



Beim Blick auf die BioNTech-Aktie scheiden sich die Geister: Investoren, die bereits seit dem Börsengang 2019 mit an Bord sind, dürfen sich über einen Kursgewinn von über 1100% freuen. Anleger, die dagegen erst vor rund einem halben Jahr in den Impfstoff-Hersteller investiert haben, verzeichnen bis dato einen Verlust von -25%. Die Frage lautet deshalb: Wie geht es weiter mit “hippen” Biotech-Aktien wie BioNTech?

 

BioNTech-Aktie: Mainzer Erfolgsgeschichte

 

Das Mainzer Unternehmen wurde 2008 vom Ehepaar Uğur Şahin und Özlem Türeci zusammen mit dem Mediziner Christoph Huber zum Zweck der Krebsforschung gegründet und erlebte einen kometenhaften Aufstieg: Der hervorragende Ruf der Wissenschaftler sowie deren Ansatz zur “individualisierten Krebstherapie” erregten schnell die Aufmerksamkeit von Kapitalgebern und namhaften Pharmaunternehmen wie Pfizer. Statt der bislang üblichen Chemotherapie und / oder Bestrahlung setzt BioNTech im Kampf gegen Krebs auf neuartige mRNA-Medikamente. Die darauf basierende Therapie soll den menschlichen Körper trainieren, mit seiner eigenen Immunabwehr und selbst-gebildeten Antigenen den Krebs zu bekämpfen.

 

Das mRNA-Konzept wurde schließlich auch erfolgreich im Kampf gegen Covid-19 eingesetzt. Im November 2020 veranlasste eine positive Nachricht die (Börsen-) Welt zu regelrechten Freudensprüngen: Der Impfstoff von BioNTech war reif für das Zulassungsverfahren. Am 21. Dezember 2020 gab die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) schließlich grünes Licht und ließ den Impfstoff in Europa zu, von dem seither Milliarden Dosen verkauft wurden.

 

Booster für BioNTech

 

Entsprechend positiv entwickelt sich auch BioNTechs Geschäft: 2021 lagen die Umsätze bei knapp 19 Milliarden Euro, der Nettogewinn bei rund 10,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Unternehmen einen Umsatz von 482 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 15 Millionen Euro erzielt hatte, bedeutet dies einen gewaltigen Anstieg. Den größten Beitrag zum Umsatz lieferte wie erwartet erneut der Covid-19-Impfstoff, den das Unternehmen zusammen mit seinem Partner Pfizer entwickelt hat.

 

Der enorme Erfolg soll nun auch den Investoren zugutekommen: BioNTech hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar gestartet und will eine Sonderdividende in Höhe von zwei Euro pro Anteilsschein ausbezahlen. Für das laufende Jahr prognostizieren die Mainzer Impfstoff-Umsätze zwischen 13 und 17 Milliarden Euro, da bislang 2,4 Milliarden Impfdosen vorbestellt oder bereits ausgeliefert seien. Zudem plant der Konzern, seine Ausgaben für die Krebs- und Impfstoff-Forschung um 50 Prozent auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro zu erhöhen.

 

Da sich BioNTechs Krebs-Therapeutika allerdings noch in Studienphasen befinden, ist das Unternehmen bis auf Weiteres auf Impfstoff-Einnahmen angewiesen. Diese wiederum hängen in hohem Maße vom Fortgang der Pandemie, einer möglichen Impfpflicht in manchen Ländern und den Entwicklungen konkurrierender Hersteller wie Moderna, Valneva oder Novavax ab.

 

Die BioNTech-Aktie ist und bleibt deshalb ein riskantes Investment, das höchstens als spekulative Depotbeimischung infrage kommt. Ihren langfristigen Vermögensaufbau sollten Sie dagegen besser auf ein solides “Champions-Fundament” stellen. Wie das geht, erfahren Sie im neuen “Leitfaden für Ihr Vermögen”, den Sie hier kostenlos und unverbindlich anfordern können.

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

 

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Quelle: boerse.de

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