Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
„Das übertrifft ohne Zweifel alles, was ich je gesehen habe - und es ist längst
noch nicht überwunden“. Dieses aktuelle Zitat ist Spiegelbild einer Fassungslosigkeit,
die nun nicht den Autor dieser Zeilen befallen hat, sondern
den 72-jährigen Alan Greenspan, der als FED-Chef die laufende Katastrophe
überhaupt erst ermöglicht hatte. Kein Wunder:
Wir sind alle Zeitzeugen (und Leidtragende) einer Tragödie, die einen festen
Platz in den Geschichtsbüchern erhalten wird. So werden die nachfolgenden
Generationen kaum glauben, dass innerhalb eines halben Jahres
von den fünf größten Investmentbanken der USA, drei einfach verschwinden
konnten und die beiden verbliebenen ihr Geschäftsmodell ändern.
Gleichzeitig waren die beiden dominierenden Hypothekenfinanzierer der
USA vollends und die weltgrößte US-Versicherung quasi verstaatlicht worden,
während angeblich über 100 kleinere US-Banken auf der Kippe stehen.
Das Schlimme:
Durch die beständigen Abwertungen von Immobilien und Finanzanlagen
nährt sich die Krise selbst und frisst sich wie ein Wurm durch den Finanzsektor. Dadurch steht völlig offen, welche
Institutionen noch in das schwarze Loch hineingezogen werden. Die Horrormeldungen werden so schnell nicht
abreißen, wobei es eigentlich - nach menschlichem Ermessen - kaum noch schlimmer werden kann. Wenn aber
die Medien rund um den Erdball die Finanzkrise zum dominierenden Titelthema erkoren haben, ist nach unten
normalerweise nicht mehr viel möglich. Zumal:
Der Dow Jones hatte am 15.09. sagenhafte 4,4% verloren - das war der größte Tagesverlust seit 6 Jahren - und
zwei Sitzungen später nochmal 4,1%. Ein Minus von mehr als 4% gab es in den vergangenen 10 Jahren aber nur
an acht Tagen und die Kurse haben dann sofort im Anschluss oder kurz darauf in den Rallye-Modus umgeschaltet.
Das jüngste Kursfeuerwerk eröffnet beste Chancen, dass auch jetzt eine kräftige Umkehr eingeleitet wird.
Dabei ist der September auch aus saisonalen Gesichtspunkten für eine große Aufwärtsumkehr geradezu prädestiniert.
Denn der Jahreszyklus lässt für den 30. September sowohl im Dax wie im Dow Jones ein wichtiges
zyklisches Tief erwarten, dem dann im Oktober normalerweise eine Herbst-Rallye folgt. Die Wahrscheinlichkeit
ist also hoch, dass die Börsen am 17.09. den Tiefpunkt der Subprime-Baisse gefunden haben bzw. bis zum
30.09. (06.10.) herausbilden werden. Das heißt:
Als Trader wissen Sie um die vielen positiven Divergenzen, die sich in den letzten Wochen herausgebildet haben.
Achten Sie daher jetzt auf charttechnische Ausbrüche und - falls es kurzfristig nochmal nach unten geht - einen
Umkehrtag in den großen Indizes, der mit deutlichen Abschlägen startet, aber dann im Plus beendet wird. Als
Langfrist-Anleger folgen Sie unserem Champions-Oszillator und schließen Ihre Einkäufe ab, wenn Dax und Dow
Jones die 200-Tage-Linien zurückerobert haben. Denken Sie daran:
Die Börse läuft der Wirtschaft stets voraus, sodass steigende Kurse und Katastrophen-Meldungen sich keinesfalls
ausschließen. Dabei haben Notenbanken, Regierungen und Aufsichtsbehörden in diesen Tagen Rettungspakete
geschnürt, die in der Finanzgeschichte einmalig sind. Das „muss“ reichen ...
Mit bester Empfehlung
Ihr
Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief
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