Neue Zahlen, alte Rentenlücke

Dienstag, 02.11.21 17:18
Bildquelle: Eigenes Bildmaterial
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

die älteren Leser unter Ihnen werden sich bestimmt noch an die legendäre Kampagne von Norbert Blüm, der von 1982 bis 1998 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung in der ersten CDU/CSU/FDP-Bundesregierung unter Helmut Kohl war, erinnern: „Denn eines ist sicher: Die Rente.“ So stand es 1986 auf mehr als 15.000 Plakaten, als Blüm im großen Stil für die gesetzliche Rentenversicherung geworben hatte. Heute wissen wir, dass an dem Satz zwar nichts zu leugnen gibt, aber dass die Menschen mit der gesetzlichen Rente den gewohnten Lebensstandard während des Ruhestands bei Weitem nicht halten können. Denn:

Verlassen sich die aktuell 36 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland nur auf die staatliche Altersversorgung, erhalten sie gerade einmal 47 Prozent ihres letzten Bruttoeinkommens. Notwendig wären aber mindestens 60 Prozent. Zum Zeitpunkt des Renteneintritts beträgt die durchschnittliche monatliche Rente der gesetzlich Versicherten in heutiger Kaufkraft gerade einmal 1449 Euro. Diese Zahlen stammen aus dem „Vorsorgeatlas Deutschland 2021“, der vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag von Union Investment erstellt wurde. Im Detail:

Der „Vorsorgeatlas Deutschland 2021“ gibt auf Grundlage verschiedener Mikrodatensätze ein ziemlich gutes Bild über die zukünftige Situation der Altersvorsorge in Deutschland auf Basis der aktuell geltenden Rahmenbedingungen. Es werden neben den „klassischen“ Alterssicherungssystemen der ersten Schicht (gesetzliche Rentenversicherung, Beamtenversorgung, berufsständische Versorgung) und der Vorsorgewege der zweiten Schicht (Riester-Rente, betriebliche Altersversorgung, Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes) auch das Geld- und das Immobilienvermögen der Haushalte (dritte Schicht) betrachtet. Doch am Ende kann die Studie sehr einfach und kompakt zusammengefasst werden:

Es reicht definitiv nicht, „sich auf die erste Schicht und damit in erster Linie auf die gesetzliche Rente zu verlassen“, so Studienleiter Professor Bernd Raffelhüschen. Jeder sollte die Chancen nutzen, sein Vermögen langfristig entsprechend zu organisieren, dass pünktlich zum Renteneinritt unterm Strich so viel steht, dass man nicht nur die bekannte Rentenlücke geschlossen hat, sondern jeder auch seinen Lebensabend auf dem bisherigen Niveau bestreiten kann. Das heißt:

Diese prekäre Situation der Rentenlücke betrifft zwar viele Menschen, doch jeder kann etwas machen. Der erste Schritt ist, sich der Situation nicht zu verschließen und zu reagieren – und (einen Teil) des eigenen Vermögensaufbaus über die Börse zu managen. Das tun auch glücklicherweise immer mehr Menschen. Das zeigen uns die Aktionärszahlen des Deutschen Aktieninstituts. Immerhin legt jetzt im Schnitt jeder Sechste Geld in Aktien(fonds) an. Das ist gut so, wichtig ist nur, in welche Investments das eigene Geld gesteckt wird. Sie wissen:

Der Erfolg gibt einem bekanntlich immer Recht. Wer sich langfristige Chartverläufe von Champions-Aktien anschaut, darf sich zu 100 Prozent in diesem Ausspruch bestätigt fühlen. Das gilt entsprechend auch für die beiden boerse.de-Fonds. Denn in beiden Fonds hat eines die absolute Priorität: die Anlagequalität der Vermögensaufbau-Champions. Gute Aktien mag es zuhauf geben, Sie als Anleger sollten sich aber nur mit den besten für die eigene Altersvorsorge befassen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg und Spaß bei der Geldanlage

Ihr
Christoph A. Scherbaum
Finanzjournalist und Börsen-Fan

Quelle: boerse.de

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