OTS: Roland Berger / China Speed Light in Europa möglich: ...

Freitag, 13.03.26 10:32
Bildquelle: pixabay
China Speed Light in Europa möglich: Produktionsvorsprung beruht nicht



allein auf Lohnkosten (FOTO)

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München (ots) -

- Chinesische Unternehmen in der Autoindustrie entwickeln 25-30 % schneller und

20-30 % günstiger - ein Großteil dieses Vorteils wirkt auch in Europa

- Roland Berger Analysen zeigen: Nicht nur das Lohnkostenniveau ist

entscheidend. Rund 60 % der Kostendifferenz entstehen durch Design- und

Systementscheidungen.

- Großteil der Vorteile auch in Europa realisierbar

Chinesische Industrieunternehmen setzen weltweit Maßstäbe bei

Entwicklungsgeschwindigkeit und Kosten. Im Automobilsektor entwickeln

chinesische Hersteller neue Fahrzeuge heute 25-30 % schneller als europäische

Wettbewerber und halten gleichzeitig einen Kostenvorteil von 20-30 %. In anderen

Industrien sind die Unterschiede teils noch größer. Das zeigt die aktuelle

Analyse "China Speed" von Roland Berger.

Besonders brisant für europäische Unternehmen: Selbst wenn chinesische

Hersteller Teile ihrer Wertschöpfungskette - insbesondere Forschung und

Entwicklung - nach Europa verlagern, bleiben mehr als 50 %, in einzelnen Fällen

sogar bis zu 80 % ihrer Effizienz erhalten, finden die Experten von Roland

Berger. Und immer mehr chinesische Wettbewerber drängen aktiv in westliche

Heimatmärkte.

Kostenvorteil entsteht im Design, nicht nur in der Lohnabrechnung

Entgegen der weit verbreiteten Annahme liegt Chinas Kostenvorsprung nur zu einem

Teil an niedrigeren Löhnen. Die Analyse von Roland Berger zeigt: Rund 60 % des

Kostenvorteils entstehen durch Design- und Systementscheidungen, etwa durch

konsequente Standardisierung, reduzierte Variantenvielfalt und ein

"fit-for-purpose"-Engineering, also der Fokus auf marktrelevante Leistung.

Weitere Treiber sind wettbewerbsfähige Lieferantenstrukturen und operative

Effizienz, nicht primär Personalkosten.

"China Speed ist kein kulturelles Phänomen, sondern das Ergebnis klarer

Entscheidungen bezüglich Produktdesign, Portfoliokomplexität und der

Lieferantenbasis. Und genau deshalb ist ein Teil davon auch in Europa

umsetzbar," sagt Oliver Knapp, Senior Partner bei Roland Berger.

Roland Berger identifiziert Geschwindigkeit in China als Ergebnis eines

konsequent integrierten Entwicklungsansatzes. Chinesische Hersteller verkürzen

Entwicklungszeiten vor allem durch:

- Deutlich kürzere Strategie- und Entscheidungsphasen

- Einen hohen Anteil virtueller Tests von bis zu 80 %

- Parallele Entwicklung von Software und Hardware

- Frühe, systematische Einbindung von Lieferanten

Ein konkretes Fallbeispiel aus der Automobilindustrie zeigt: Ein chinesischer

Hersteller von Personenfahrzeugen (OEM) konnte seine Entwicklungszeit um 14

Monate im Vergleich zum globalen Referenzwert reduzieren, hauptsächlich durch

organisatorische und prozessuale Anpassungen, ohne Abstriche bei Marktfähigkeit

oder Produktreife.

Europa mit Chancen für ein "China Speed Light"

Die Analyse zeigt, dass China Speed auch in Europa möglich ist - wenn auch in

einer abgespeckten Version. Noch verfügen europäische Unternehmen über wichtige

Stärken: tiefe Kundenkenntnis, regulatorische Expertise, starke Marken und hohe

Qualitätsreputation. Doch sie verlieren an Wirkung, wenn Kostenlücken und

Entwicklungszeiten nicht deutlich verkleinert bzw. verkürzt werden. Europäische

Unternehmen können aber gezielt Elemente der chinesischen Produktionsweise

übernehmen und an die eigenen Systeme anpassen.

Über die Studie

Die Ergebnisse basieren auf detaillierten Kosten- und

Entwicklungszeitvergleichen zwischen chinesischen, europäischen und

internationalen Herstellern sowie umfangreichen Projekt- und

Benchmark-Erfahrungen von Roland Berger in der Automobil- und

Industriegüterindustrie.

Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen: Roland Berger

Report_China Speed.pdf (https://2936738.fs1.hubspotusercontent-na1.net/hubfs/293

6738/07_presse/Roland%20Berger%20Report_China%20Speed.pdf)

Über Roland Berger

Roland Berger ist eine weltweit führende Strategieberatung mit einem breiten

Leistungsangebot für alle relevanten Branchen und Unternehmensfunktionen. Roland

Berger wurde 1967 gegründet und hat seinen Hauptsitz in München. Die

Strategieberatung ist vor allem für ihre Expertise in den Bereichen

Transformation, industrieübergreifende Innovation und Performance-Steigerung

bekannt und hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit in all ihren Projekten zu

verankern. Roland Berger erzielte 2024 einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

Pressekontakt:

Julia Frank

Senior Expert Corporate Communications & PR

Tel. +49 160 744 3507

Email: mailto:julia.frank@rolandberger.com

http://www.rolandberger.com

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32053/6234997

OTS: Roland Berger

Quelle: dpa-AFX



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