OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Pressemitteilung ...

Dienstag, 24.03.26 10:01
Bildquelle: pixabay
Pressemitteilung zum EU-Australien-Freihandelsabkommen / Wichtige



Stärkung der Position im Indo-Pazifik, auch zur Rohstoffsicherung

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München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt

die Einigung auf das Freihandelsabkommen der EU mit Australien. "Die Einigung

sendet ein starkes Signal. Angesichts der veränderten Weltlage sind Deutschland

und die EU mehr denn je gefordert, neue Handels-, Rohstoff- und

Investitionspartnerschaften überall auf der Welt abzuschließen. Die

Handelspolitik von US-Präsident Trump belastet den gesamten Welthandel. China

nutzt seine Exportkontrollen für Seltene Erden als machtpolitisches Mittel. Eine

internationale und global vernetzte Volkswirtschaft wie Bayern bekommt das zu

spüren. Das Abkommen mit Australien ist nach dem erzielten Abkommen mit Indien

ein weiterer wichtiger Schritt, um unsere Handelsbeziehungen zu diversifizieren

und unsere Position im Indo-Pazifik zu stärken ", sagt vbw Hauptgeschäftsführer

Bertram Brossardt.

2025 gingen nur 0,8 Prozent aller bayerischen Exporte nach Australien . Der

Pazifikstaat nimmt damit lediglich Platz 25 unter den größten Exportmärkten für

bayerische Waren ein. Gleichzeitig landet Australien mit einem

Bruttoinlandsprodukt von rund 1.580 Milliarden Euro im Vergleich der größten

Volkswirtschaften weltweit auf Rang 14. "Wird das Abkommen umgesetzt, könnte der

Handel mit Waren und Dienstleistungen zwischen den beiden Partnern nach

Einschätzung der Europäischen Kommission um rund ein Drittel steigen. Durch den

Wegfall der Zölle auf 99 Prozent der Warenexporte der EU bietet das Abkommen

neue Absatzmöglichkeiten. Insbesondere der Maschinenbau, die Automobilindustrie

sowie die Chemie- und Pharmaindustrie könnten profitieren", so Brossardt und

ergänzt: "Obwohl nur 2,3 Prozent der gesamten bayerischen ausländischen

Direktinvestitionen nach Australien gehen, zeigt sich ein kontinuierliches

Interesse bayerischer Unternehmen an diesem Markt."

Australien gehört zu den führenden Rohstoffexporteuren der Welt, ist der

weltgrößte Lithiumförderer und verfügt über bedeutende Vorkommen an Seltenen

Erden. "Das Abkommen spielt also auch für den Zugang zu kritischen Rohstoffen

für Europa eine zentrale Rolle", erläutert Brossardt.

Laut vbw muss Europa mit Blick auf die industrielle Expansion Chinas und die

angespannten transatlantischen Beziehungen Einigkeit und Stärke demonstrieren.

"Wir sind überzeugt, dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen

Wirtschaftsraum und unsere bayerische Volkswirtschaft stärker macht. Deswegen

setzen wir auf eine zügige Ratifizierung des Abkommens ohne unnötige

Verzögerungen", betont Brossardt abschließend.

Pressekontakt:

Lena Grümann, Tel. +49 (0) 89-551 78-391, E-Mail:

mailto:lena.gruemann@vbw-bayern.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58439/6242152

OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Quelle: dpa-AFX



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