Künstliche Intelligenz wird eine Vielzahl von Bereichen unseres Lebens grundlegend verändern. Ähnlich wie das Aufkommen des Internets stellt sie eine bahnbrechende technologische Entwicklung dar. Während der Fokus bei diesem Thema häufig auf großen Technologieunternehmen wie Nvidia oder Microsoft liegt, lassen sich jedoch auch KI-Profiteure abseits dieses Sektors finden. Insbesondere für einkommensorientierte Investoren sollte es interessant sein, dass dazu auch
Dividendenaristokraten gehören, also diejenigen Unternehmen, die ihre Ausschüttungen schon seit 25 Jahren oder länger kontinuierlich steigern. Ein paar Beispiele:
Ecolab – ein waschechter Dividendenaristokrat
Ecolab hat sich auf Dienstleistungen und Produkte im Bereich der industriellen Reinigung für die verschiedensten Branchen spezialisiert, darunter Hotels, landwirtschaftliche Betriebe und Krankenhäuser. Zum Konzern gehört zudem das Tochter-Unternehmen Nalco Water, das die Aufbereitung von Abwasser für die Gas- und Ölindustrie anbietet. Bereits jetzt setzt der Reinigungs-Champion KI ein, um den Verbrauch von Wasser und Energie seiner Kunden zu minimieren. Dies hilft bei der Reduzierung der Betriebskosten, unterstützt nachhaltige Praktiken – und führt letztlich dazu, dass die Kasse bei Ecolab weiterhin klingelt.
Kassieren konnten auch die Aktionäre: Das Unternehmen zahlt seit 1936
eine Dividende, seit 1987 wird diese auch konstant jährlich erhöht. Es handelt sich also um einen waschechten Dividendenaristokraten. Derzeit liegt die
Dividendenrendite bei 1,0%. Da Ecolab seine Ausschüttungen regelmäßig steigert, wird sich die
persönliche Rendite aufs eingesetzte Kapital ebenfalls langfristig erhöhen. Hinzu kommt der Kurszuwachs, der in der vergangenen Dekade im Mittel bei 9,5% p.a. lag. Übrigens:
die Aktie gehört ebenfalls zum Stiftungs-Portfolio von Buffett-Freund Bill Gates, in dem derzeit zu 85% auf Champions gesetzt wird.
NextEra Energy – der Dividendenaristokrat profitiert vom Hunger nach Rechenleistung
NextEra Energy ist der größte Stromversorger der USA. Zudem ist das Unternehmen führend im Bereich erneuerbare Energien und bereits jetzt der weltweit größte Erzeuger von Elektrizität aus Wind und Sonne. Damit stellt NextEra Energy ein dringend benötigtes Gut bereit, denn Rechenzentren verbrauchen bereits heute schon vier bis fünf Prozent der weltweiten Energie. Durch den Bedarf an Rechenkapazität zur Bewältigung des Datenwachstums und der explosionsartigen Zunahme von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz wird sich dieser Anteil in den kommenden Jahren noch einmal deutlich erhöhen.
Der Versorger-Champion steigert seit 1995 seine Ausschüttungen und gehört somit ebenfalls zu den Dividendenaristokraten. Wer über einen solch langen Zeitraum seine Anteilseigner zuverlässig am Gewinn beteiligen konnte, ist geschäftlich bestens aufgestellt. Das hat sich auch in der langfristigen Kursentwicklung niedergeschlagen: Durchschnittlich verbuchten Anleger mit der Aktie des US-Champions in den vergangenen zehn Jahren einen Kursgewinn von 10,3% p.a. Obendrauf kommt noch eine Dividendenrendite von 3,1%.
Novo Nordisk – ein gewichtiger Dividendenaristokrat aus Dänemark
Novo Nordisk ist die globale Nummer eins im Insulingeschäft, das zur Behandlung von Diabetes benötigt wird – einer Volkskrankheit, von der rund um den Globus immer mehr Menschen betroffen sind. Außerdem produziert der Pharma-Champion auch Wachstumshormone sowie Medikamente zur Behandlung der Bluterkrankheit. Bei der jüngsten Erweiterung der Produktpalette kam es zu regelrechten Lieferengpässen: Mit Medikamenten gegen Übergewicht eroberte sich Novo Nordisk einen weiteren lukrativen Markt im Sturm.
Die Chancen stehen gut, dass, dass die Dänen auch zukünftig zu den Gewinnern innerhalb der Pharmabranche zählen werden. Das Unternehmen wird eine neue, auf Künstlicher Intelligenz basierende Forschungseinrichtung in London zu eröffnen, um die Arzneimittelforschung voranzutreiben. Und auch im eigenen Land tut sich etwas: Dänemark hat gerade eine Zusammenarbeit mit Nvidia angekündigt, um ein nationales Zentrum für KI-Innovationen zu gründen, das einen der leistungsfähigsten KI-Supercomputer der Welt beherbergen wird (geleitet unter anderem von der Novo Nordisk Foundation). Forscher aus Dänemarks öffentlichem und privatem Sektor werden somit Zugang zu einem hochmodernen KI-Supercomputer erhalten und damit sicherlich auch der Pharmakonzern selbst.
Seit 1997 zahlt Novo Nordisk ununterbrochen Dividenden und hat diese jedes Jahr erhöht, gehört also ebenfalls zu den Dividendenaristokraten. Aktuell liegt das Verhältnis von Ausschüttung zu Kurs bei 1,0%. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre verbuchten Anleger mit der Aktie im Durchschnitt einen Kursgewinn von beeindruckenden 20,2% per annum.
boerse.de-Dividendenfonds – hier stecken die Dividendenaristokraten drin!
Hinter Dividendenaristokraten stehen keineswegs nur langweilige „Unternehmen von gestern“. Auch einkommensorientierte Investoren können von KI profitieren und dabei Dividende kassieren. Anlegern, die ihr Portfolio mit qualitativ hochwertigen Dividenden-Champions bestücken möchten, sei der
boerse.de-Aktienbrief ans Herz gelegt.
Wem lieber an einer bereits fertigen Depot-Lösung gelegt ist, für den könnte der
boerse.de-Dividendenfonds von Interesse sein. Dieser investiert zu drei Fünfteln in
Dividenden-Champions und zu zwei Fünfteln in
Dividendenwerte aus der Champions-Watchlist. Übrigens: alle drei der oben besprochenen Aristokraten sind derzeit in diesem für
passives Einkommen konzipierten Fonds enthalten.
Auf gute Investments!
Ihre
Katja Zacharias