Die Bruttodividende bezeichnet den Gesamtbetrag, den ein Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet, bevor Steuern oder Abgaben wie Kapitalertragssteuer oder Solidaritätszuschlag abgezogen werden. Sie spiegelt die Ertragskraft des Unternehmens wider und stellt einen wichtigen Indikator für die Attraktivität einer Aktie für Investoren dar. Die Bruttodividende wird meist in Euro pro Aktie angegeben und orientiert sich an der Bilanz und dem Gewinn des Unternehmens.
Die Bruttodividende ergibt sich aus dem vom Unternehmen beschlossenen Dividendenbetrag pro Aktie multipliziert mit der Anzahl der gehaltenen Aktien:
Bruttodividende = Dividende je Aktie * Anzahl der Aktien
Beispiel: Ein Anleger hält 1.000 Aktien eines Unternehmens, das eine Dividende von 2,50€ pro Aktie ausschüttet. Die Bruttodividende beträgt:
1.000 * 2,50€ = 2.500€
Dies ist der Betrag, den der Aktionär vor Steuern erhält. Die tatsächliche Auszahlung nach Steuern wird als Nettodividende bezeichnet.
Die Bruttodividende ist ein entscheidendes Kriterium für Investoren, die auf regelmäßige Erträge aus ihren Aktienanlagen setzen. Sie ermöglicht die Berechnung der Dividendenrendite, also des prozentualen Ertrags im Verhältnis zum Aktienkurs, und dient der Einschätzung der finanziellen Stabilität und Ausschüttungspolitik des Unternehmens. Unternehmen mit stabilen oder steigenden Bruttodividenden signalisieren eine verlässliche Ertragslage und eine aktionärsfreundliche Politik.
Die Bruttodividende unterscheidet sich von der Nettodividende dadurch, dass bei der Nettodividende bereits alle anfallenden Steuern und Abgaben berücksichtigt wurden. Während die Bruttodividende die Leistungsfähigkeit und Ausschüttungsbereitschaft des Unternehmens zeigt, gibt die Nettodividende den tatsächlich verfügbaren Betrag für den Anleger wieder. Anleger sollten beide Kennzahlen kennen, um die Rendite korrekt einzuschätzen.
Unternehmen nutzen die Bruttodividende als Instrument zur Kommunikation mit Investoren. Eine kontinuierlich steigende oder stabile Bruttodividende signalisiert finanzielle Stärke und kann das Vertrauen der Aktionäre stärken. Analysten und Investoren berücksichtigen die Bruttodividende bei der Bewertung von Aktien, der Berechnung der Dividendenrendite und der Prognose zukünftiger Ausschüttungen. Sie ist zudem ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Dividendenaktien für Einkommensportfolios.
Ein Beispiel ist die Allianz-Aktie, die regelmäßig Dividenden ausschüttet. Wenn die Allianz 10€ Bruttodividende pro Aktie für das Geschäftsjahr ausschüttet und ein Anleger 500 Aktien hält, beträgt die Bruttodividende 5.000€. Nach Abzug von Steuern reduziert sich der Betrag auf die Nettodividende, die tatsächlich ausgezahlt wird. Die Bruttodividende zeigt somit die finanzielle Stärke und die Ausschüttungspolitik des Unternehmens.
Die Bruttodividende ist eine zentrale Kennzahl für die Beurteilung von Aktieninvestments. Sie gibt den gesamten Ausschüttungsbetrag eines Unternehmens vor Steuern wieder und ermöglicht die Berechnung von Dividendenrenditen sowie die Einschätzung der finanziellen Stabilität. Für Anleger ist die Bruttodividende ein wichtiger Indikator, um die Attraktivität einer Aktie zu bewerten und langfristige Erträge aus Dividenden zu planen.