CATS steht für Computer Assisted Trading System und war eines der ersten elektronischen Handelssysteme an der Börse, das den Handel von Aktien automatisierte. Es wurde 1977 an der American Stock Exchange (AMEX) in den USA eingeführt und revolutionierte den Wertpapierhandel, indem es papierbasierte Prozesse durch elektronische Orderausführung ersetzte. CATS ermöglichte schnellere, effizientere und genauere Transaktionen und legte damit den Grundstein für moderne elektronische Handelssysteme weltweit.
Die Hauptfunktion der CATS war die automatische Orderzusammenführung und Preisfindung für Aktien. Vor der Einführung elektronischer Systeme mussten Händler Aufträge manuell auf dem Parkett abwickeln, was zeitaufwendig und fehleranfällig war. CATS standardisierte diesen Prozess: Käufer- und Verkäuferaufträge wurden elektronisch erfasst, zusammengeführt und automatisch zum bestmöglichen Preis ausgeführt. Das System erhöhte die Geschwindigkeit der Transaktionen und reduzierte das Risiko menschlicher Fehler erheblich.
CATS arbeitete mit einem zentralen Computer, der kontinuierlich alle eingehenden Kauf- und Verkaufsaufträge überwachte. Das System suchte nach passenden Aufträgen und führte Transaktionen automatisch aus, sobald Angebot und Nachfrage übereinstimmten. Zusätzlich konnte CATS Preisinformationen in Echtzeit bereitstellen, sodass Marktteilnehmer sofort über Kursbewegungen informiert waren. Diese Echtzeitinformationen verbesserten die Transparenz des Marktes und ermöglichten eine effizientere Preisbildung.
Die Einführung von CATS war ein Meilenstein in der Entwicklung elektronischer Börsensysteme. Sie beschleunigte den Handel erheblich und ermöglichte die Einführung weiterer elektronischer Plattformen wie NASDAQ. Für Investoren bedeutete dies niedrigere Transaktionskosten, schnellere Orderausführung und eine höhere Markttransparenz. Auch institutionelle Anleger konnten große Auftragsvolumen effizient abwickeln, ohne den Handel auf dem Parkett manuell koordinieren zu müssen.
CATS wurde ursprünglich an der AMEX eingesetzt, um den Aktienhandel effizienter zu gestalten. Ein praktisches Beispiel ist der Kauf von Aktien durch einen institutionellen Investor: Die Aufträge werden in CATS eingegeben, das System findet automatisch die Gegenaufträge und führt die Transaktion aus. Dadurch entfällt die manuelle Preisverhandlung, und der Handel kann in Sekundenbruchteilen erfolgen. Das Prinzip von CATS wurde später auf andere Börsen und internationale Märkte übertragen und diente als Vorbild für moderne elektronische Handelssysteme.
Die Vorteile von CATS lagen in der höheren Geschwindigkeit, der reduzierten Fehlerquote, der besseren Preisfindung und der Markttransparenz. Anleger konnten Orders jederzeit überwachen und erhielten präzise Preisinformationen in Echtzeit. Risiken bestanden vor allem in technologischen Ausfällen, Systemstörungen oder Hackerangriffen, die zu Verzögerungen oder falschen Orderausführungen führen konnten. Trotzdem überwiegen die Vorteile deutlich, da CATS die Grundlage für den heutigen elektronischen Aktienhandel bildete.
Die CATS (Computer Assisted Trading System) war eines der ersten elektronischen Handelssysteme für Aktien und setzte Maßstäbe für die Automatisierung und Effizienzsteigerung im Wertpapierhandel. Durch automatische Orderausführung, Echtzeit-Preisfindung und erhöhte Transparenz erleichterte sie den Handel für Anleger und institutionelle Investoren gleichermaßen. CATS war ein Vorreiter moderner elektronischer Börsen und hat die Entwicklung globaler Handelssysteme nachhaltig geprägt.