Das Cap ist ein strukturiertes Finanzprodukt, das Anlegern ermöglicht, von der Wertentwicklung eines Basiswertes wie Aktien, Indizes, Rohstoffen oder Währungen zu profitieren, während gleichzeitig ein Höchstbetrag für die Rendite festgelegt ist. Der Begriff „Cap“ steht dabei für die Obergrenze („cap“), bis zu der der Anleger an Kursgewinnen beteiligt wird. Über diese Grenze hinaus kann kein zusätzlicher Gewinn erzielt werden. Caps gehören zur Familie der Zertifikate und Derivate und bieten eine kalkulierbare Chance-Risiko-Struktur, die insbesondere für konservative oder risikoaffine Anleger interessant ist.
Ein Cap-Zertifikat gewährt dem Anleger die Beteiligung an Kurssteigerungen des Basiswertes bis zu einer festgelegten Obergrenze. Beispiel: Ein Anleger kauft ein Cap auf den DAX mit Cap-Level bei 16.000 Punkten. Steigt der Index von 15.000 auf 16.500 Punkte, wird der Gewinn nur bis 16.000 Punkten berechnet. Fällt der Basiswert, kann der Anleger den Verlust auf den eingesetzten Kaufpreis beschränkt halten, je nach Ausgestaltung des Zertifikats. Dadurch ist das Produkt transparent und das Risiko kalkulierbar.
Caps bieten mehrere Vorteile: Sie ermöglichen Anlegern eine gezielte Partizipation an Kursgewinnen und bieten gleichzeitig eine klar definierte Obergrenze. Das Risiko des Totalverlusts ist bei vielen Produkten auf den Kaufpreis beschränkt. Caps sind häufig günstiger als klassische Optionsscheine, da das Gewinnpotenzial begrenzt ist und die Emittenten ihr Risiko dadurch reduzieren. Anleger können mit Caps gezielt auf moderate Kurssteigerungen setzen, ohne auf unbegrenztes Potenzial zu spekulieren.
Caps werden überwiegend auf Aktien, Indizes, Rohstoffe und Währungen emittiert. Sie eignen sich für Anleger, die auf steigende Märkte setzen, aber ein kalkulierbares Risiko bevorzugen. Institutionelle Investoren nutzen Caps, um Portfolios zu diversifizieren oder gezielt Chancen auf moderate Kurssteigerungen zu nutzen. Auch im Risikomanagement können Caps eingesetzt werden, um die Volatilität eines Portfolios zu begrenzen. Die Produkte werden von Banken und Finanzinstituten emittiert und an Börsen oder außerbörslich gehandelt.
Die Risiken eines Cap-Zertifikats bestehen primär im Totalverlust des eingesetzten Kapitals, falls der Basiswert unter den Kaufpreis fällt. Zudem kann die Gewinnchance nach oben begrenzt sein, sodass extreme Kurssteigerungen nicht voll ausgeschöpft werden können. Weitere Risiken umfassen Liquiditätsrisiken, Spread-Kosten und mögliche negative Effekte bei vorzeitiger Fälligkeit oder Verkauf. Anleger sollten die Produktbedingungen genau prüfen und Caps in ein diversifiziertes Portfolio einbinden.
Ein praktisches Beispiel ist ein Anleger, der von moderaten Kurssteigerungen der Siemens Aktie ausgeht. Er kauft ein Cap-Zertifikat mit Cap-Level bei 130€. Steigt der Aktienkurs von 120€ auf 135€, wird der Gewinn auf 130€ begrenzt. Fällt der Kurs auf 115€, verliert der Anleger den eingesetzten Kaufpreis. Das Produkt bietet somit eine kalkulierbare Chance-Risiko-Struktur, die sich für gezielte Anlageentscheidungen eignet.
Das Cap (Zertifikate) ist ein strukturiertes Finanzinstrument, das Anlegern die Partizipation an Kursgewinnen eines Basiswertes bis zu einer festgelegten Obergrenze ermöglicht. Die Gewinnobergrenze reduziert das Risiko für den Emittenten und macht das Produkt für Anleger planbar. Caps eignen sich besonders für Investoren, die moderate Kurssteigerungen nutzen möchten, ohne unbegrenztes Risiko einzugehen. Sie sind flexibel einsetzbar, transparent und bieten eine klare Chance-Risiko-Struktur im Vergleich zu klassischen Optionsscheinen.