Commodities, auf Deutsch Rohstoffe, sind physische Güter, die in standardisierter Form gehandelt werden und in der Wirtschaft oder Industrie als Grundstoffe verwendet werden. Sie bilden die Basis für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen und werden sowohl an Rohstoffbörsen als auch im außerbörslichen Handel gehandelt. Typische Commodities sind Edelmetalle wie Gold und Silber, Energierohstoffe wie Öl und Gas, landwirtschaftliche Produkte wie Weizen, Mais oder Kaffee sowie Industriemetalle wie Kupfer und Aluminium. Commodities sind eine zentrale Anlageklasse, die für Hedging, Diversifikation und spekulative Strategien genutzt wird.
Commodities werden über standardisierte Kontrakte gehandelt, die Mengen, Qualität und Lieferbedingungen genau festlegen. An den Börsen können Investoren Futures, Optionen oder andere derivative Finanzprodukte auf diese Rohstoffe erwerben, um Preisrisiken abzusichern oder von Preisschwankungen zu profitieren. Beispiel: Ein Goldproduzent verkauft Gold-Futures, um sich gegen fallende Preise abzusichern, während ein Investor Gold-Futures kauft, um von steigenden Preisen zu profitieren. Auch physischer Handel spielt eine Rolle, etwa bei Agrarprodukten, die direkt zwischen Produzenten und Händlern geliefert werden.
Commodities sind für die globale Wirtschaft von zentraler Bedeutung, da sie die Grundlage für zahlreiche Produkte und Industrien bilden. Unternehmen nutzen Rohstoffe zur Herstellung von Gütern oder als Energieträger, während Investoren und Hedgefonds Rohstoffe als Anlageinstrument einsetzen, um Portfolios zu diversifizieren und Inflationsrisiken abzusichern. Rohstoffmärkte sind zudem Indikatoren für wirtschaftliche Trends: Steigende Rohstoffpreise können auf eine hohe Nachfrage oder knappe Versorgung hinweisen, fallende Preise hingegen auf Überangebot oder wirtschaftliche Schwäche. Anleger können über physische Rohstoffe, Futures, ETFs oder strukturierte Produkte an der Entwicklung partizipieren.
Ein praktisches Beispiel ist der Handel mit Rohöl, das weltweit in großen Mengen als Energieträger verwendet wird. Öl-Futures an der NYMEX oder ICE ermöglichen es Produzenten und Verbrauchern, Preisschwankungen abzusichern. Ein weiteres Beispiel sind Edelmetalle wie Gold oder Silber, die sowohl als physisches Investment als auch über Futures und Optionen gehandelt werden. Industriemetalle wie Kupfer werden für Bau und Maschinenbau benötigt, während Agrarrohstoffe wie Kaffee, Weizen oder Mais wichtige Basisgüter für Nahrungsmittelunternehmen darstellen. Auch ETFs auf Rohstoffe bieten Anlegern die Möglichkeit, indirekt in diese Märkte zu investieren, ohne physische Lieferung.
Die Vorteile von Commodities liegen in der Diversifikation, Inflationsabsicherung, der Möglichkeit zur Absicherung von Unternehmensrisiken und potenziell hohen Renditechancen durch Preisschwankungen. Sie bieten Anlegern die Chance, Portfolios zu stabilisieren und von globalen Wirtschafts- und Rohstofftrends zu profitieren. Risiken bestehen in der hohen Volatilität der Rohstoffpreise, politischen und geopolitischen Einflüssen, Währungsschwankungen sowie Lager- und Transportkosten bei physischem Besitz. Der Handel mit derivativen Instrumenten wie Futures kann Hebelwirkungen verstärken, was sowohl Gewinne als auch Verluste erheblich steigert.
Commodities sind physische Rohstoffe, die eine zentrale Rolle in Wirtschaft, Industrie und Finanzmärkten spielen. Sie können direkt, über Futures, Optionen oder strukturierte Produkte gehandelt werden und dienen sowohl der Absicherung von Risiken als auch der spekulativen Anlage. Trotz hoher Volatilität und Risiken bieten Commodities Chancen zur Diversifikation, Inflationsabsicherung und Teilnahme an globalen Wirtschafts- und Rohstofftrends. Für Anleger, Unternehmen und Investoren sind sie daher ein essenzieller Bestandteil moderner Finanz- und Handelsstrategien.