Der Futures-Markt ist ein organisierter Handelsplatz, an dem standardisierte Terminkontrakte – sogenannte Futures – gehandelt werden. Futures sind vertragliche Vereinbarungen, einen Basiswert, wie Rohstoffe, Währungen, Aktienindizes oder Zinspapiere, zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Der Futures-Markt spielt eine zentrale Rolle im Risikomanagement, der Preisfindung und der Absicherung von Preisschwankungen (Hedging) für Unternehmen und Investoren.
Futures-Kontrakte sind standardisiert hinsichtlich Menge, Qualität und Lieferdatum des Basiswertes. Sie werden sowohl an spezialisierten Terminbörsen als auch über elektronische Handelssysteme gehandelt. Es gibt zwei Haupttypen von Marktteilnehmern:
Am Futures-Markt werden verschiedene Basiswerte gehandelt:
Ein Beispiel: Ein Getreideproduzent möchte sich gegen fallende Weizenpreise absichern. Er verkauft Weizen-Futures zu einem bestimmten Preis für Lieferung in drei Monaten. Sinkt der Marktpreis, kann der Produzent seine Verluste durch den Gewinn aus dem Future-Kontrakt ausgleichen. Ein Spekulant hingegen könnte auf fallende Preise setzen, um von der Differenz zu profitieren, ohne das Getreide jemals physisch zu liefern.
Der Futures-Markt ist ein zentraler Bestandteil der Finanzmärkte, der Unternehmen und Anlegern die Absicherung gegen Preisrisiken ermöglicht und gleichzeitig Chancen für spekulative Gewinne bietet. Durch Standardisierung, hohe Liquidität und transparente Preisgestaltung schafft er Planungssicherheit und Markttransparenz. Dennoch sollten Investoren die Risiken, insbesondere durch Hebelwirkung und Marktvolatilität, sorgfältig beachten, um den Futures-Markt erfolgreich zu nutzen.