Ein Girant ist im Bank- und Zahlungsverkehr derjenige, der einen Zahlungsauftrag ausstellt, also die Person oder Institution, die eine Überweisung oder Lastschrift in Auftrag gibt. Der Begriff stammt aus dem historischen Girowesen und leitet sich vom italienischen „girare“ ab, was „überweisen“ bedeutet. Der Girant ist somit der Auftraggeber im bargeldlosen Zahlungsverkehr und trägt die Verantwortung dafür, dass der Auftrag korrekt erteilt wird.
Die Hauptaufgabe eines Giranten besteht darin, einen Zahlungsauftrag zu initiieren und sicherzustellen, dass alle erforderlichen Angaben korrekt sind:
Der Girant tritt in verschiedenen Bereichen des Finanzwesens auf:
Die Rolle des Giranten ist essenziell für den reibungslosen Ablauf des bargeldlosen Zahlungsverkehrs:
Ein Risiko für den Giranten besteht darin, dass fehlerhafte Angaben zu Rückbuchungen oder Verzögerungen führen können. Außerdem muss der Girant sicherstellen, dass ausreichend Deckung auf dem Konto vorhanden ist, sonst kann die Bank die Zahlung nicht ausführen. In internationalen Transaktionen können zusätzliche Gebühren oder Währungsumrechnungen anfallen.
Ein typisches Beispiel: Ein Arbeitnehmer überweist seine monatliche Miete an seinen Vermieter. Der Arbeitnehmer ist in diesem Fall der Girant. Er gibt die Bankverbindung des Vermieters, den Betrag und den Verwendungszweck an. Die Bank bucht den Betrag vom Konto des Giranten ab und schreibt ihn dem Vermieter gut. Bei Unternehmen funktioniert dies ähnlich: Sie agieren als Girant, wenn Gehälter, Lieferantenrechnungen oder Steuerzahlungen ausgeführt werden.
Der Girant ist der Auftraggeber im bargeldlosen Zahlungsverkehr und spielt eine zentrale Rolle bei der Ausführung von Überweisungen und Lastschriften. Durch die korrekte Erteilung von Zahlungsaufträgen sorgt der Girant für Effizienz, Transparenz und Sicherheit im Zahlungsverkehr. Sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen ist die Funktion des Giranten unverzichtbar, um den reibungslosen Geldfluss zu gewährleisten.