Konjunktur bezeichnet den aktuellen Zustand und die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität innerhalb einer Volkswirtschaft. Sie beschreibt, wie stark Produktion, Konsum, Investitionen, Beschäftigung und Einkommen in einem bestimmten Zeitraum zunehmen oder abnehmen. Der Begriff ist eng mit dem Konjunkturzyklus verbunden, der die zyklischen Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität in verschiedenen Phasen darstellt.
Die Konjunktur lässt sich in vier typische Phasen unterteilen:
Zur Bestimmung der Konjunktur werden verschiedene volkswirtschaftliche Kennzahlen herangezogen:
Die deutsche Wirtschaft erlebte nach der Finanzkrise 2008/2009 zunächst einen starken Abschwung, gefolgt von einem mehrjährigen Aufschwung. In den Boomphasen stiegen Beschäftigung, Konsum und Exporte deutlich an. Auch die USA durchliefen ähnliche Phasen, wobei die Finanzkrise zu einer starken Rezession führte, die durch gezielte geld- und fiskalpolitische Maßnahmen abgemildert wurde.
Die Konjunktur beeinflusst Unternehmen, Anleger und die gesamte Wirtschaft:
Die Konjunktur ist ein entscheidender Faktor für wirtschaftspolitische Entscheidungen. Regierungen und Zentralbanken versuchen, Schwankungen zu glätten und das Wachstum zu stabilisieren, etwa durch Zinssenkungen, Steueranreize oder staatliche Investitionen. Ziel ist, Rezessionen abzufedern und Hochkonjunkturen nachhaltig zu gestalten.
Konjunktur beschreibt den aktuellen Zustand der wirtschaftlichen Aktivität einer Volkswirtschaft und zeigt Auf- und Abschwünge im Rahmen des Konjunkturzyklus. Sie beeinflusst Produktion, Konsum, Investitionen, Beschäftigung und Einkommen. Für Unternehmen, Investoren und die Wirtschaftspolitik ist das Verständnis der Konjunktur entscheidend, um Chancen zu nutzen, Risiken zu steuern und wirtschaftliche Stabilität zu fördern.