Die Notierung bezeichnet im Börsen- und Finanzwesen den offiziellen Preis, zu dem ein Wertpapier, ein Rohstoff oder ein anderes handelbares Gut an einer Börse geführt wird. Sie stellt also den gültigen Marktpreis dar, der durch Angebot und Nachfrage zustande kommt. Für Anleger dient die Notierung als zentrale Orientierung, um den aktuellen Wert eines Finanzinstruments einzuschätzen und Handelsentscheidungen zu treffen.
Die Notierung bildet stets den Preis ab, zu dem ein Handel tatsächlich möglich wäre. Sie kann in unterschiedlichen Formen auftreten – etwa als Geldkurs (Bid), Briefkurs (Ask) oder zuletzt gehandelter Preis (Last). Der gezeigte Kurs ist dabei immer das Ergebnis zahlreicher Transaktionen oder Orderbuchsituationen, wobei Liquidität, Marktteilnehmer und Nachrichtenlage eine wesentliche Rolle spielen.
Grundsätzlich wird zwischen laufender Notierung im elektronischen Handel und fortlaufender Auktion im Parketthandel unterschieden. Während moderne Börsen heute weitgehend computergestützt arbeiten, existiert das Prinzip der Preisbildung durch Angebot und Nachfrage unverändert weiter.
Je nach Börsenplatz und Wertpapiertyp unterscheidet man verschiedene Formen der Notierung:
Die Notierung spielt in allen Marktsegmenten eine wichtige Rolle. Eine Aktie wie die Mercedes-Benz-Aktie (nur ein Beispiel für eine Champions-Aktie) reagiert während des Handelstags laufend auf Nachrichten, Unternehmensdaten und Marktstimmungen. Ihre Notierung verändert sich daher fortlaufend. Im Rohstoffhandel sind Notierungen von Gold, Silber oder Öl entscheidend, da sie internationale Handelsströme beeinflussen. Auch im Devisenmarkt werden Währungen permanent neu notiert, um aktuelle Wirtschafts- oder Zinsentwicklungen zu reflektieren.
Bei weniger liquiden Märkten – etwa bestimmten Nebenwerte-Aktien oder Anleihen – kann die Notierung hingegen seltener aktualisiert werden. Hier spielt der Einheitskurs eine größere Rolle, da er die Gesamtbalance zwischen Kauf- und Verkaufsorders über einen bestimmten Zeitraum abbildet.
Die Notierung dient Anlegern als zentrale Informationsquelle. Sie ermöglicht:
Darüber hinaus gilt die Notierung als objektive Referenzgröße für Indexberechnungen, Derivatebewertungen oder die tägliche Bewertung institutioneller Portfolios. Sie bildet das Herzstück sämtlicher Marktmechanismen.
Verschiedene Faktoren können die Notierung von Wertpapieren beeinflussen:
Dies führt dazu, dass Notierungen teils sehr stark schwanken können, vor allem in Phasen hoher Unsicherheit oder bei plötzlichen Nachrichtenereignissen.
Die Notierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Börsenhandels und gleichzeitig eine der wichtigsten Informationsgrößen für Anleger. Sie bildet den aktuellen Marktpreis eines Finanzinstruments ab und ermöglicht es Marktteilnehmern, fundierte Entscheidungen zu treffen. Als Resultat aus Angebot und Nachfrage sorgt die Notierung für Transparenz, Vergleichbarkeit und Effizienz im Finanzmarkt – und bleibt damit ein grundlegendes Element jeder Investmentstrategie.