Eine Schwestergesellschaft ist ein Unternehmen, das gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Unternehmen unter derselben Muttergesellschaft steht. Schwestergesellschaften sind rechtlich selbstständig, teilen jedoch die übergeordnete Eigentümerstruktur und können strategisch, operativ oder finanziell miteinander verbunden sein. Sie entstehen häufig im Rahmen von Konzernstrukturen, um unterschiedliche Geschäftsfelder zu organisieren, Risiken zu verteilen oder operative Effizienz zu erhöhen.
Schwestergesellschaften agieren eigenständig, profitieren aber von gemeinsamen Ressourcen oder Strategien der Muttergesellschaft. Wesentliche Merkmale sind:
Schwestergesellschaften bieten Unternehmen mehrere Vorteile:
Die Siemens AG verfügt über zahlreiche Schwestergesellschaften innerhalb ihres Konzerns. Während die Siemens Mobility sich auf Verkehrslösungen konzentriert, ist die Siemens Healthineers AG auf Medizintechnik spezialisiert. Beide Gesellschaften sind rechtlich selbstständig, stehen jedoch unter der strategischen Kontrolle der Siemens AG. Durch diese Struktur kann der Konzern unterschiedliche Märkte bedienen und Synergien zwischen den Geschäftsbereichen nutzen, ohne operative Konflikte zu erzeugen.
Eine Schwestergesellschaft unterscheidet sich von einer Tochtergesellschaft:
Schwestergesellschaften sind eigenständige Unternehmen innerhalb eines Konzerns, die unter derselben Muttergesellschaft stehen. Sie ermöglichen eine flexible Organisation von Geschäftsbereichen, fördern Synergien, streuen Risiken und stärken die Marktpräsenz des Konzerns insgesamt. Für Investoren bieten sie Transparenz über die Struktur eines Konzerns und zeigen, wie unterschiedliche Geschäftsfelder koordiniert und effizient genutzt werden können.