Die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre

Mit dem Crash im Oktober 1929 waren die goldenen Zwanziger zu Ende gegangen, auch wenn die herrschende Meinung in der Konjunkturwende vorerst nur eine kurze Unterbrechung des Aufschwungs sah. Erst 1930/1931 setzte sich die Erkenntnis durch, dass es sich um eine der schwersten Krisen in der kapitalistischen Weltwirtschaft handeln sollte. Ursachen dafür waren bsp. die Abkapselung der Staaten gegeneinander, falsche Konjunkturmaßnahmen oder der Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems, die sich gegenseitig verstärkten und so die schlimmste Depression des 20. Jahrhunderts verursachten. Doch die Dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts gehölten gleichzeitig auch zu den volatilsten Jahre an der Börse - starken Kursrückgängen folgten kurzfristige Erholungen die wieder durch panikähnliche Verkäufe beendet wurden. Obwohl die Krise alle westlichen Wirtschaftsmächte erfasste, sollen im Folgenden schwerpunktmäßig die Entwicklung in den USA und Deutschland herausgestellt werden, wobei die anderen Länder aber einen ähnlichen Verlauf zeigten.

Vielfach wird heute der 29. Oktober mit seinen massiven Kursverlusten als Beginn der Weltwirtschaftskrise angegeben, doch der Abschwung der amerikanischen Wirtschaft hatte schon lange vor dem Crash begonnen. Bereits Anfang 1929 gab es durch verschiedene Konjunkturdaten erste Anzeichen für eine Abrutschen in die Rezession. Insbesondere die zuvor boomende Landwirtschaft war 1929 durch stark fallende Preise in eine Krise geschlittert. Erste massive Kursrückgänge an der Börse im Juni und September 1928 wurden aber noch im euphorischen Kaufwahn ignoriert, erst der Oktober-Crash konnte die Spekulationsblase endgültig zum Platzen bringen. Dennoch wollte Ende 1929 noch niemand an eine weltweite Rezession oder gar Depression glauben. Dementsprechend zeigte sich die Börse zunächst von der guten Seite und konnte von 248,48 Punkten am 1. Januar 1930 bis Mai 1930 deutlich auf über 275 Punkte zulegen. Schon mehrten sich die Stimmen, die eine baldige Rückkehr zu den Glanzzeiten der Zwanziger prophezeiten. So verlautete der damalige amerikanische Präsident Herbert Hoover am 1. Mai 1930 - ziemlich genau auf dem Höhepunkt der kurzfristigen Aufwärtsbewegung: "Ich bin überzeugt, dass wir nunmehr das Schlimmste überstanden haben und uns mit vereinten Bemühungen bald erholen werden ..." - doch das Schlimmste stand den Bürgern noch bevor.

Rohstoffpreise im freien Fall
Da die Preise für Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte ständig weiter fielen, konnten viele Arbeiter und Farmer ihre Schulden nicht zurückbezahlen und waren bankrott. Doch auch immer mehr Unternehmen zerbrachen unter dem Druck der ständig schlechteren Wirtschaftsbedingungen und so stieg die Zahl der Arbeitslosen unaufhaltsam an. Die Konjunkturdaten zeigten ein düsteres Bild: Amerika rutschte immer schneller in eine Rezession, die sich wenig später zu einer Depression ausweiten sollte.

Von den USA breitete sich die Krise, wie zuvor der Aufschwung, auf die ganze Erde aus. Grund waren die riesigen Gläubigerpositionen der USA. Im ersten Weltkrieg war die USA zur Gläubigernation Nr. 1 aufgestiegen. Auch in den Zwanziger Jahren gaben amerikanische Banken bereitwillig Kredite ins Ausland, insbesondere nach Europa. Durch den Dawes-Plan flossen ab 1924 auch erstmals größere amerikanische Kredite nach Deutschland, um dort den Wiederaufbau von Wirtschaft und Infrastruktur zu finanzieren. Die umfangreichen Kapitalimporte aus den USA ermöglichten es dem Deutschen Reich letztendlich erst die immer noch bestehenden Reparationszahlungen aus dem ersten Weltkrieg an Frankreich, Großbritannien und andere Reparationsgläubiger zu zahlen. Die Alliierten transferierten das von Deutschland erhaltene Geld anschließend wieder an die USA zurück, um so ihre Kriegsschulden gegenüber den USA abzubauen. Nach dem ersten Weltkrieg hatte sich Großbritannien mit ca. 4,7 Milliarden Dollar und Frankreich mit 4 Milliarden Dollar in den USA verschuldet - insgesamt betrug die Schuldenlast aller europäischen Staaten rund 12 Milliarden Dollar.

Die Summen der Kredite aus diesem Geldkreislauf wuchsen in den Zwanziger Jahren beständig. Allein in Deutschland hatte bis 1929 ein Gesamtvolumen ausländischer - hauptsächlich amerikanischer - Kredite von 15,7 Milliarden Reichsmark angehäuft. Doch nach dem Crash 1929 brach dieses System zusammen. Plötzlich herrschte überall Geldmangel und die amerikanischen Banken forderten einen Großteil der noch ausstehenden Kredite zurück. Gleichzeitig zogen auch amerikanische Investoren ihr in Europa angelegtes Geld ab, um die Verluste, die sie im eigenen Land erlitten hatten, wenigstens zum Teil decken zu können. Die Folgen waren katastrophal. Dem Aufschwung in Europa wurde die Grundlage entzogen. Der plötzliche Kapitalabfluß aus Europa zwang auch die europäischen Banken ihre Auslandskredite zurückzuziehen. Die internationalen Kapitalströme versiegten so fast vollkommen. Doch das war nicht der alleinige Auslöser der Weltwirtschaftskrise.

Bereits bei den ersten Anzeichen des Konjunkturumschwungs hatten insbesondere die USA begonnen die eigenen Unternehmen durch eine aktive Außenwirtschaftspolitik mit Importrestriktionen und Exportförderungen zu schützen. Als Reaktion auf die hohen Schutzzölle der USA erhöhten viele Länder ebenfalls die Einfuhrgebühren. Selbst die traditionelle englische Freihandelspolitik wurde zugunsten eines System von Schutzzöllen gegen alle Länder außerhalb des Commonwealth aufgegeben. Sowohl in den USA als auch in Europa setzte sich ab 1930 immer mehr ein nationaler Protektionismus durch, der sich bis zum Tiefpunkt der Depression 1932 ständig verschärfte. Der Wert der monatlichen Importe Amerikas sank von durchschnittlich 400 Millionen US-Dollar vor dem Börsencrash bis auf monatlich ca. 200 Millionen Dollar im Herbst 1930. Die restriktive Außenhandelspolitik führte in Verbindung mit den konjunkturellen Faktoren zu einem Zusammenbruch des Welthandels, der bis 1932 gegenüber 1929 um 25 Prozent abnahm. In Deutschland musste der Export im selben Zeitraum einen Rückgang von 13,5 auf 5,7 Milliarden Reichsmark verkraften. Hier war neben dem rapide sinkenden Außenhandel vor allem die immer schwächere Industrieproduktion und die Bankenkrise 1931 an dem massiven Einbruch Schuld.

Schuldenlast der Banken steigt dramatisch an
Im Frühjahr 1931 gab es kurzzeitig noch erste Erholungsanzeichen, als zwischen Januar und April 1931 weltweit wichtige Konjunkturindikatoren nach oben drehten. So hielt beispielsweise der saisonal übliche Rückgang der Arbeitslosen im Frühjahr 1931 länger an, als gewöhnlich. Doch die Lage der europäischen Banken hatte sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschärft. Die Masse der Auslandskredite waren kurzfristige Gelder, die aber fatalerweise durch die scheinbar nie versiegenden Geldquellen der Zwanziger Jahre meist langfristig angelegt worden waren. Durch den raschen Abzug ausländischer Investoren und der fehlenden Kreditaufnahmemöglichkeit im Ausland kamen die Banken daher immer mehr in Zahlungsnot. Der stetige Abfluß reduzierte die Reserven der Banken dramatisch und es war nur eine Frage der Zeit, bis das erste Finanzinstitut unter der Schuldenlast zusammenbrechen würde.

Am 11. Mai 1931 musste schließlich die Österreichische Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe, damals die größte Bank Österreichs, ihre Zahlungen einstellen. Immer mehr Anleger lösten daraufhin ihre Sparguthaben auf und brachten damit weitere Finanzinstitute an den Rand des Ruins und wenige Wochen später traf es auch die erste deutsche Bank. Am 13. Juli 1931 musste die Darmstädter und Nationalbank, eine der vier deutschen Großbanken, infolge des Konkurses des Nordwolle-Konzerns ihre Zahlungen einstellen. In der Bevölkerung brach daraufhin Panik aus und jeder wollte seine persönliche Sparguthaben vor einer möglichen Pleite in Sicherheit bringen. Auch ausländische Investoren, die noch Geld in Deutschland und Österreich angelegt hatten, zogen das Geld panikartig von den Banken ab. Damit wurde die bereits herrschende Geldverknappung noch verschlimmert. Wieder mussten eine stattliche Reihe von Unternehmen, die in den Strudel der Bankenkrise geraten waren, Insolvenz anmelden. Erst das Eingreifen der Deutschen Reichsbank, die sich in Großbritannien, Frankreich und den USA Stützungskredite von 420 Millionen Reichsmark geliehen hatte, konnte die Krise eindämmen. In der Folge wurde durch eine Notverordnung der deutschen Regierung vom 19. September 1931 erstmals eine Aufsicht über alle Banken in Deutschland eingeführt, die nicht nur Zulassungsvoraussetzungen definierte, sondern auch eine laufende Beaufsichtigung der Banken vorschrieb. Bis zu diesem Zeitpunkt waren lediglich die öffentlich-rechtlichen Sparkassen (in Preußen seit 1838) und die Hypothekenbanken zum Schutz der Pfandbriefgläubiger einer Aufsicht unterworfen. Doch noch ein dritter Faktor trug zur Verschärfung der Wirtschaftslage bei. In einigen Ländern versuchten die Regierung mit verschiedenen Maßnahmen ein Ende der Depression herbeizuführen, oft aber mit dem gegenteiligen Effekt. Während einige Länder gar nicht auf die Lage reagierten und hofften, dass sich die Wirtschaft von selber kurieren würde, beschleunigten andere Staaten wie die USA durch eine restriktive Geldpolitik den Weg in die Krise. Noch schlimmer traf es allerdings das Deutsche Reich, wo ständig neue Einschränkungen und Abgaben jegliches Wirtschaftswachstum im Keim erstickten.

So wurden beispielsweise 1931 die deutschen Beamtenbezüge in drei Schritten um 23 Prozent gekürzt. Steuererhöhungen (Bier-, Einkommens- oder Umsatzsteuer) sowie weitere - heute seltsam anmutende - Abgaben auf Mineralwasser und Warenhäuser verringerten die Kaufkraft der Bürger weiter. Der Haß auf die Regierung nahm stetig zu und sorgte vor allem dafür, dass sich politische Randgruppen wie Kommunisten oder Nationalsozialisten über eine immer breiter werdende Basis freuen konnten. Der amtierende Reichskanzler Heinrich Brüning verfolgte mit den Verschlechterungen jedoch ein ganz anderes Ziel. Er hoffte durch den gestiegenen Mißmut der Bevölkerung den ausländischen Politikern beweisen zu können, dass Deutschland die Reparationsleistungen nicht mehr zahlen konnte. Also schraubte er weiter an Möglichkeiten die deutsche Bevölkerung zur Kasse zu bitten. Am 3. Juni 1931 wurden so per Notverordnung die Renten sowie staatliche Löhne und Gehälter gekürzt und die Unterstützungssätze für Arbeitslose bis zu 14% gesenkt. Schließlich wurde am selben Tag sogar noch eine Krisensteuer in einer Höhe zwischen 4% und 5% auf sämtliche Einkommen eingeführt. Wütende Menschenmassen verfolgten den Staatschef daraufhin auf Schritt und Tritt, doch dies war genau das was Brüning beabsichtigt hatte. Am gleichen Abend erklärte die Regierung diese Maßnahmen als letztes Opfer der deutschen Bevölkerung zur Erfüllung der Reparationsleistungen. Zwar sollte Brünings Strategie zu einem späteren Zeitpunkt wirklich Erfolg haben (in der Konferenz von Lausanne am 09. Juli 1932 wurde die Einstellung der Reparationszahlungen gegen eine Einmalzahlung von 3 Milliarden Reichsmark, zahlbar nicht vor 1935, beschlossen), jedoch verschärften sich die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Spannungen in Deutschland dramatisch.

Deutsche Wirtschaft sackt erneut ab
Der Zusammenbruch des internationalen Handels- und Kreditsystems und die sozialen Spannungen innerhalb Deutschlands sorgten erneut zu einem Absacken der Wirtschaft. Die deutsche Industrieproduktion brach bis Juli in sich zusammen und auch die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze zeigte steil bergab. Die industrielle Produktion sank bis 1932 um 40 % gegenüber 1928. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland, die im Januar 1928 noch bei 2,8 Millionen gelegen war, stieg bis Ende 1930 auf 5 Millionen an. Im Sommer 1931 gab es noch mal einen saisonbedingten Rückgang auf etwa 4 Millionen bevor die Depression erneut und heftiger als zuvor zuschlug. Im Februar 1932 erreichte die Arbeitslosigkeit im Deutschen Reich mit ca. 6 Millionen einen neuen Höchststand - in ganz Europa waren sogar 15 Millionen Menschen ohne Arbeit. Über ein Drittel aller Deutschen lebte 1932 von öffentlichen Geldern. Deutschland hatte zu dieser Zeit mit 260 Suizidtoten auf eine Million Einwohner die mit Abstand höchste Selbstmordrate der Welt (zum Vergleich: Großbritannien 85, USA 133, Frankreich 155) und die meisten Opfer beklagten in ihren Abschiedsbriefen ihre schlechte wirtschaftliche Situation. Viele Arbeitslose versuchten durch Heimarbeit, Hausieren oder Tauschgeschäfte den täglichen Überlebenskampf zu gewinnen, oder zogen als Straßenmusikanten von Haus zu Haus. Vor diesem Hintergrund ist der breite Zuspruch für Hitlers Nationalsozialisten zu verstehen, versprachen Sie doch Arbeit für alle und die Abschaffung der Reparationsleistungen.

Auch an den Börsen war die Depression nicht ohne Wirkung vorbeigegangen. Schon am Jahresende 1930 hatte der Dow Jones per Jahresfrist über 33 Prozent eingebüßt und stand bei nur noch 164,58. Doch als Ende Dezember 1931 der Schlussgong das schlimmsten Jahr, das der Dow bis heute erleiden musste, beendete notierte der Dow nur noch bei 77,90 - ein Minus von fast 53 Prozent. Die Börsen waren hypernervös, jede schlechte Meldung wurde mit einem Kurssturz bedacht. Unter den zehn Tagen mit dem größten prozentualen Verlust fallen drei in die Zeit der Weltwirtschaftskrise von 1931 bis 1937:
12.08.1932 Schlusstand 58.27 Verlust 8,40%
21.07.1933 Schlusstand 88.71 Verlust 7,84%
18.10.1937 Schlusstand 125.73 Verlust 7,75%
Am Tiefpunkt der Depression im Juli 1932 hatte der Dow schließlich mit einem Kurs von 41,22 fast das Startniveau vom 26. Mai 1896 (40,74) wieder erreicht. Doch trotz der stetigen Abwärtsbewegung zeigte sich die Börse sehr volatil. Immerhin sieben der besten Tage des Dow Jones fallen in die Zeit der größten Krise:
06.10.1931 Schlusstand 99.34 Gewinn 14,87%
18.12.1931 Schlusstand 80.69 Gewinn 9,35%
11.02.1932 Schlusstand 78.60 Gewinn 9,47%
13.02.1932 Schlusstand 85.82 Gewinn 9,19%
06 05.1932 Schlusstand 59.01 Gewinn 9,08%
03.08.1932 Schlusstand 58.22 Gewinn 9,52%
21.09.1932 Schlusstand 75.16 Gewinn 11,36%

Der Dow Jones von 1929 bis 1932

Auch in Berlin waren die Aktienkurse seit 1929 stetig gefallen. Die Bankenkrise führte schließlich am 13. Juli 1931 zu einer Schließung aller deutschen Börsen. Erst am 2. September 1931 öffneten sich wieder die Tore mit einem Kursverlust von fast 40 Prozent gegenüber dem Jahreshoch. Noch bis Dezember 1931 gingen die Kurse bergab und standen schließlich fast 70 Prozent unter dem Kurs vom September 1929.

Der "New Deal" läutet Erholung ein
Mit Beginn des Jahres 1933 setzte die leichte Erholung ein. Ein wesentlicher Grund dafür dürften die wirtschaftspolitischen Maßnahmen des "New Deal"-Programms gehabt haben, die auf die Initiative des Ende 1932 gewählten demokratischen US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt zurückgingen. Das Programm enthielt vor allem einige Notmaßnahmen, die die Zahlungsfähigkeit der Banken erhalten, den Einzelnen unterstützen und Bankrotterklärungen in der Privatwirtschaft verringern sollten. Roosevelt führte die Arbeitslosenunterstützung ein und ließ die Gewerkschaften wieder zu. Gleichzeitig versuchte er durch Großinvestitionsprojekte langfristige Lösungen für die wirtschaftlichen Probleme zu schaffen. So setzte Roosevelt 1933 und 1938 mit den Agricultural Adjustment Acts umfassende Reformen in der Agrarproduktion durch und schuf gleichzeitig mit dem Tennessee Valley Authority-Programm von 1933 ein breit angelegtes Infrastrukturprogramm, das u.a. den Bau von Wasserkraftwerken, Flussregulierungen, Bewässerungsanlagen, die Verbesserung von Anbaumethoden und den Bau von Krankenhäusern und Schulen vorsah. Dadurch konnten mittelfristig die hohen Arbeitslosenzahlen gesenkt und die Wirtschaft wieder stabilisiert werden. Dennoch brachen immer wieder durch die Krise geschwächte Unternehmen zusammen und es kam bis zum Beginn der zweiten Weltkrieges ständig zu neuen wenn auch kurzfristigen Krisen, die die Wirtschaft belasteten.

An der New York Stock Exchange zählte das Jahr 1933 mit einem Zuwachs um fast 67 Prozent zum zweitbesten der Geschichte des Dow. Auch 1935 konnte mit fast 40 Prozent Plus einen Platz unter den Top10 der besten Jahre ergattern. Dagegen zählen die Jahren 1930 (-33,77%), 1931 (-52,67%), 1932 (-23,07%) und 1937 (-32,82%) zu den schlimmsten Jahren des amerikanischen Leitindex. In den europäischen Ländern verhielten sich die Börsen ähnlich.

Nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise Ende 1938 war das reale Pro-Kopf-Einkommen in vielen Ländern wie Belgien, Kanada, den Niederlanden, Österreich und den USA gegenüber den zwanziger Jahren deutlich zurückgegangen. Doch die Weltwirtschaftskrise und die Armut der Menschen hatten noch weitaus schwerwiegendere Folgen für die Welt. Das internationale politische System war in Folge des Protektionismus der Nationen zusammengebrochen. Neue politische Richtungen fanden einen großen Zulauf und förderten die Aggression zwischen den Staaten. Bereits 1931 hatte Japan die Mandschurei angegriffen und 1937 den Krieg auf ganz China ausgeweitet. 1935 überfiel Italien Äthiopien und wenige Jahre später folgte Deutschland diesem Beispiel - mit den bekannt-verhängnisvollen Folgen.
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