„Grünes” Licht für Solaraktien? Welche Risiken Investoren kennen sollten.

Donnerstag, 08.07.21 17:02
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

Solaraktien liegen an der Börse (mal wieder) voll im Trend. Zum einen, weil saubere Energiegewinnung ein politisch und ökologisch höchst relevantes Thema ist. Zum anderen, weil Anleger zunehmend in nachhaltige, ESG-konforme Unternehmen investieren möchten. Ob Solaraktien wie z.B. JinkoSolar oder SolarEdge langfristig nicht nur für ein „grünes Gewissen”, sondern auch für sonnige Renditen sorgen werden, bleibt abzuwarten. Denn bereits Mitte der 2000er Jahre gab es einen regelrechten Solarhype, der allerdings nach ein paar Jahren in Katerstimmung umschlug. Was war passiert?

Vor allem dank staatlicher Förderungen und Subventionen boomte damals die Branche. Deutsche Solaraktien wie Solarworld oder Conergy vervielfachten sich im Wert. Doch auf die Party folgte ein rasanter Absturz: Vor allem die zunehmende Billigkonkurrenz aus Fernost sorgte ab 2006 für einen Verfall der Solarmodulpreise und trieb Solarworld und Conergy in die Insolvenz. Ob sich die Geschichte jetzt wiederholt? Betrachten wir für eine bessere Einschätzung zwei „angesagte” Branchenvertreter:

  • JinkoSolar
Das chinesische Unternehmen JinkoSolar produziert und verkauft Solarzellen, Solarmodule und Montagesysteme. Zudem betreibt das Tochterunternehmen JinkoPower eigene Solarparks. Die JinkoSolar-Aktie gewann innerhalb der vergangenen zwölf Monate unterm Strich zwar 156%, war aber durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet. Zum einen wegen steigender Siliziumpreise, die sich negativ auf die Marge auswirken. Zum anderen aufgrund durchwachsener Quartalszahlen. Aktuell plant JinkoSolar den Börsengang einer Tochtergesellschaft, der wieder frisches Kapital in die Kassen spülen könnte.

  • SolarEdge
SolarEdge ist ein israelisches Unternehmen das u.a. Photovoltaikmodule, Wechselrichter, Leistungsoptimierer, Batteriespeicher und Monitoringplattformen entwickelt und vertreibt. Zudem verfügt SolarEdge über eine E-Mobility-Sparte, deren elektrische Antriebsstränge und Batterien z.B. auch im neuen Fiat E-Ducato verbaut werden sollen. Trotz eines Rücksetzers 2021 kann sich die Aktienkursentwicklung von SolarEdge sehen lassen: Innerhalb des vergangenen Jahres stehen +86% zu Buche.

Generell gilt Solarstrom inzwischen als wettbewerbsfähige und nachhaltige Energieform und ist in Ländern mit besonders vielen Sonnenstunden sogar die günstigste, verfügbare Stromquelle. Rund die Hälfte der weltweit neu installierten Stromerzeugung entfällt mittlerweile auf die Sonnenenergie. Doch bei der vergleichsweise jungen Solarindustrie handelt es sich nach wie vor um einen hart umkämpften Markt. Zudem bestehen unkalkulierbare Unsicherheitsfaktoren, wie politische Differenzen mit China oder die Preisentwicklung des für die Modulentwicklung wichtigen Rohstoffes Silizium.

Investieren Sie deshalb besser in „nachhaltig” erfolgreiche Unternehmen, wie die 33 Vermögensaufbau-Champions des boerse.de-Aktienfonds, die sich durch langfristiges, weitestgehend konjunkturunabhängiges Wachstum auszeichnen. Wie auch Sie ganz ohne riskante Solar-Spekulationen an der Börse erfolgreich sein und dabei noch ruhig schlafen können, erfahren Sie im „Leitfaden für Ihr Vermögen”, den Sie hier kostenlos und unverbindlich anfordern können.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihr Volker Rechberger
Content-Manager bei boerse.de

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