Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,
suchen Sie als Anleger neue Vorbilder, Orientierungshilfen und Ratgeber? Dann können Sie auch das Verhalten der Insider berücksichtigen, das inzwischen ja kein Geheimnis mehr ist: Die Financial Times Deutschland berichtet, dass Topmanager mit ihren Aktiengeschäften den breiten Markt schlagen. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Auswertung des Frankfurter Analysehauses 2iQ Research für die FTD. Demnach schneidet eine Aktie drei Monate nach einem Insiderkauf im Durchschnitt 3,5 Prozentpunkte besser ab als der Vergleichsindex. Auch Verkäufe sind relevant: Stößt eine Führungskraft Anteilscheine seines Arbeitgebers ab, hinkt der Titel dem breiten Markt nach drei Monaten im Schnitt um 2,1 Prozentpunkte hinterher.
Die Untersuchung von 2iQ Research ist der jüngste Beleg dafür, dass die Transaktionen der Firmeninsider eine wichtige Informationsquelle für Anleger darstellen. Unternehmen müssen die Aktiengeschäfte ihrer Führungsriege, Aufsichtsräte und Großaktionäre gegenüber ihren Anlegern und Finanzaufsichtsbehörden offenlegen. 2iQ Research wertet diese sogenannten Directors' Dealings europaweit aus. Ich empfehle Interessenten dazu auch die Seite „database“ der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) – www.bafin.de. Außerdem gibt es eine aktuelle Übersicht im Handelsblatt von heute (4. Juli 2011).
Dass die Insider bei ihren Aktiengeschäften meist ein gutes Händchen beweisen, ist keine neue Erkenntnis, sondern wurde in den vergangenen Jahren durch viele Studien vor allem in den USA belegt. Überraschend ist jedoch, heißt es bei der FTD, wie eindeutig die Ergebnisse der 2iQ-Untersuchung ausfallen - und dass sich der Vorsprung der Insideraktien über die Zeit noch ausbaut. So liegt eine Aktie einen Monat nach einem Insiderkauf im Schnitt 2,6 Prozentpunkte vor dem breiten Markt. Nach drei Monaten sind es 3,5, nach einem halben Jahr schon 4,8, nach neun Monaten 5,9 und nach einem Jahr schließlich sieben Prozentpunkte.
Trotz des positiven Wochenverlaufs angesichts der Entspannung signalisierenden Nachrichten – die Angst geht weiter um in Euroland: Reißt Griechenland bzw. reißt die europäische Schuldenkrise den Euro nach unten? Kollabiert er vielleicht sogar ganz? Der Schweizer Franken dagegen hat sich zum sicheren Hafen entwickelt. Das Ausmaß und die Dynamik haben dabei überrascht, kommentiert Stefan Keitel von der Credit Suisse, denn: Erhielten Anleger im Oktober 2007 noch 1,67 Schweizer Franken für einen Euro, so waren es dieser Tage schon weniger als 1,20. Die Stärke des Schweizer Franken spiegelt dabei neben dem Faktor Wirtschaftsstandort die strukturelle Schwäche des US-Dollars, des Euros und des britischen Pfunds. Strategisch, also langfristig, ist man Im Hause Credit Suisse der Auffassung, dass die Währungen der Schwellenländer als Portfoliobaustein unverzichtbar geworden sind. Strukturelle Vorteile wie der deutlich geringere Verschuldungsgrad, die hohen Fremdwährungsreserven sowie die dynamischeren Wachstumsaussichten untermauern diese These eindrücklich. „Dies gilt insbesondere für die Mehrzahl der asiatischen sowie der lateinamerikanischen Währungen. Auch die positiv rohstoffabhängigen traditionellen Währungen wie der australische und der kanadische Dollar sind in puncto langfristige Stabilität und somit Attraktivität zu nennen“, konnte man am Wochenende lesen. Wie baut man ein diversifiziertes Währungsportfolio? Ein einfacher Weg führt über entsprechende Zertifikate.
Die Preise für Seltene Erden – eine von mir stark favorisierte, besondere Gruppe innerhalb der Rohstoffe – haben sich in den Wochen seit Anfang Juni teilweise überschlagen, mehr als verdoppelt, u.a. weil chinesische Produktionen im Zusammenhang mit Umweltschutzmaßnahmen gedrosselt wurden. In diversen Kommentaren internationaler Rohstoffhändler und anderer Experten herrscht ungebrochene Zuversicht, dass insbesondere im Bereich der schweren Seltenen Erden noch ungeahntes Preissteigerungspotenzial steckt. Meine Empfehlung bleibt: Beschäftigen Sie sich einmal intensiver mit diesem Thema, liebe Anlegerinnen und Anleger! Konkret sollten Sie die Chancen und Risiken einer Direktanlage einmal prüfen (siehe die Seiten des europäischen Marktführers www.tradium.com sowie www.selteneerden.de). Ein eher konservatives Anlagebeispiel von Tradium setzt sich aus jeweils drei leichten und schweren Seltenen Erden zusammen. Dieser unter dem Namen „Zenit“ privaten Anlegern angebotene Warenkorb enthält folgendes:
Dieser Korb kostete in der vergangenen Woche 10.206,10 Euro. Am 26.Mai 2011 wurde er noch zu einem Preis von 6.632,60 € verkauft ...
Noch ein paar Takte zu den internationalen Immobilienmärkten. Der Beginn einer neuen Serie in der Welt am Sonntag bestätigt meine früheren Gesprächsergebnisse, wonach deutsche Anleger in Florida extrem günstig einkaufen können – insbesondere rund um Golfplätze und bei Ferienimmobilien allgemein. Die WamS berichtet jetzt über eine „Schnäppchenjagd in Florida“. Und auf der gleichen Seite finden Sie eine Anzeige des Maklergiganten Engel & Völkers über die besonderen Gelegenheiten für Immobilienfans in europäischen Krisengefilden: „Griechenland: gerade jetzt! Ihr Traumdomizil auf Rhodos.“
Machen Sie weiter mit – und machen Sie’s gut!
Ihr
Hermann Kutzer
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