Auf ein Neues!

Donnerstag, 08.01.04 00:00
Guten Tag liebe Leserinnen und Leser,

das Börsenjahr 2003 wird wohl niemand von uns so schnell vergessen und es war ein passender Abschluss, dass der Dax am letzten Handelstag vor 2004 bis 4 Punkte an die 4000er Grenze herangelaufen war.

Vor 12 Monaten waren die Anleger rund um den Globus verängstigt und verunsichert in das neue Börsenjahr gegangen. Denn die Investoren hatten drei Baisse-Jahre hinter sich und viele befürchteten, dass es erstmals sogar vier Negativ-Jahre in Folge geben könnte. Natürlich gab es auch ein paar Optimisten, aber nicht wenige davon, alleine in der Erwartung, dass es schlimmer kaum kommen könne. Immerhin hatte der Dax in 2002 44 Prozent verloren.

Nachdem die Börsen in 2003 weltweit die Aufwärtswende geschafft haben und sich der Dax um 37 Prozent verbessern konnte, ist jetzt wieder Optimismus angesagt. Doch wir sind noch meilenweit von einer breiten Euphorie entfernt. Das sehen Sie z.B. daran, dass durchwegs nur moderate Kursgewinne erwartet werden und Analysten dem Dax überwiegend nur einen Anstieg bis in den Bereich um 4300 Punkte zutrauen. Sie wissen:

Es kommt meist anders, als die Masse denkt. Wenn also jetzt für 2004 leicht steigende Kurse erwartet werden, dann sollte es dementsprechend entweder rückläufige oder kräftig steigende Kurse geben. Die positive Variante hat gute Chancen, weil die Konjunktur weltweit in Fahrt kommt und damit der Übergang der Liquiditäts-Hausse zur Fundamental-Hausse gelingen sollte. Doch es ist völlig gleichgültig, was wir „glauben“, entscheidend ist nur, was uns die Kurse jeweils vorgeben. Vergleichen wir:

Da wir Aktien nur im Aufwärtstrend kaufen und vor 12 Monaten die meisten Champions noch unter ihren 200-Tage-Linien notierten, sind wir mit einem sehr geringen Aktienanteil, aber einer langen Stop-Buy-Empfehlungsliste in 2003 gegangen. Dadurch hat es uns wenig ausgemacht, dass es im ersten Quartal nochmal kräftig nach unten gegangen war. Ab April griffen unsere Stop-Buys dann sukzessive, so dass wir recht früh am gewaltigen Aufwärtsdreh der Börsen teilgenommen haben.

Vor genau 12 Monaten notierte unser Champions-Oszillator bei 15 Prozent, heute aber bei 85 Prozent. D.h. wir gehen heute mit einem hohen Aktienanteil und nur mit 15 Prozent Liquidität in 2004. Daher sollten Sie auch weiterhin konsequent die jeweiligen Einstiegsmöglichkeiten in unsere Top-Champions nutzen, falls Sie noch unterinvestiert sind. Denn der Champions-Oszillator wird uns automatisch anzeigen, wann es wieder an der Zeit sein wird, Aktien zu reduzieren.

Das ist ein gutes Gefühl, viel besser als der Glaube an irgend eine Kursentwicklung.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller


Thomas Müller ist seit Anfang der 1980er-Jahre Herzblut-Börsianer, seit 1987 Verleger von Börseninformationen, begeisterter Entwickler von Anlagestrategien, Autor,...

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