Bitte weitersagen!

Montag, 05.04.21 20:05
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wir befinden uns in ungewöhnlichen Zeiten, doch wann sind Zeiten schon „gewöhnlich“? Was es indes in der Geschichte wirklich noch nie gab, sind die rund um den Globus aufgestauten Konsumausgaben, die zunächst einmal zu sehr hohen Sparquoten geführt haben. Dadurch steht die ganze Welt vor einem kräftigen Konjunkturaufschwung, und eine solche Parallelität ist wohl einzigartig. Dazu kommt:

Die Inflationsraten befinden sich auf dem Vormarsch, womit Geld an Wert verliert und Sachwerte an Wert gewinnen. Doch während die Notenbanken in der Vergangenheit Inflation mit höheren Zinsen bekämpft haben, dürften Fed und EZB die Zinsen über Jahre hinaus unten halten, um die Finanzsysteme zu stabilisieren. Das sind keine guten Nachrichten für Sparer (insbesondere für die Besitzer von Anleihen und Lebensversicherungen), aber das ergibt ein geradezu perfektes Umfeld für Aktionäre und bedeutet genau die Story, die es für ein „Jahrzehnt der Aktie“ braucht.

Investments (nicht Zockereien) in Top-Aktien (= erfolgreiche Unternehmen) sind alternativlos. Diese Erkenntnis wird sich immer weiter durchsetzen und noch breitere Bevölkerungsschichten in die Börsen drücken, wobei sich der Prozess verstärken wird, je weiter die Kurse steigen. Dabei ist es vornehmlich die völlig irrationale Angst vor einem Börsen-Crash, der die Aktien-Abstinenzler von Investments (noch) abhält. Sie wissen (und wir zeigen es im Börsenmuseum):

Im Crash sind die Aktienmärkte mit maximaler medialer Aufmerksamkeit im grellen Scheinwerferlicht, doch die Verlierer sind nur die Anleger, die sich davon blenden lassen. Denn nach der Baisse ist nun einmal vor der Hausse, da die Kurse nach jedem Crash wieder steigen, oftmals sogar über viele Jahre und dabei nur einen Bruchteil der Schlagzeilen erhalten. Schauen wir ein Jahr zurück:

Der unglücklichste Kaufzeitpunkt des vergangenen Jahres war für Dow-Jones-Aktien der 12. Februar. Denn binnen 40 Tagen verlor der US-Leitindex 37%, notiert aber heute rund 10% über den damaligen Hochs. Unser BCDI USA gab von seinen Zwischenhochs (am 19. Februar) nur 29% binnen 33 Tagen ab und befindet sich jetzt 19% oberhalb des Vor-Corona-Tops. Und der Dax verlor 39%, notiert aber mittlerweile 6% über den 2020er-Februar-Hochs. Das zeigt:

Selbst Anleger, die zu Höchstkursen kaufen, kommen auf positive Renditen, sofern sie sich im Crash nicht mitreißen lassen. Dies beweist auch im neuen „Leitfaden für Ihr Vermögen“ (kostenlos!) mein legendärer Pechvogel, der alljährlich exakt zum Jahreshoch in den Dax einsteigt und dennoch eine Rendite von durchschnittlich 6,0% p.a. erreicht! Wer im Crash sogar zukauft, erzielt natürlich erhebliche Zusatzerträge, weshalb wir im Corona-Crash mit maximaler Lautstärke für Einkäufe getrommelt hatten. Heute notieren unsere 100 Champions 51% über den Zwölf-Monats-Tiefs, wobei sich für die Top 10 Kursgewinne zwischen 93% und 202% errechnen. Wenn Sie damals gar nichts gemacht haben und einfach investiert geblieben sind, war es auch gut. Nachkäufe im Crash sind die Kür, überhaupt in Top-Aktien (am besten in Champions oder ganz einfach über die boerse.de-Fonds) zu investieren, ist die Pflicht. Bitte weitersagen!

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller

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Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM BÖRSENVERLAG AG, sowie Gründer und Vorstand der boerse.de Finanzportal AG. Börsenwissen,...
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