Börsenzyklen identifizieren den Mai als eher schwierigen Monat

Dienstag, 03.05.11 15:24

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

der April hat mit einem DAX-Gewinn von 6,71% seinem Ruf als bester Börsenmonat wieder einmal alle Ehre gemacht. Die Verluste nach dem Japan-Einbruch sind bereits zu Monatsbeginn wieder aufgeholt worden und auch um die Osterzeit präsentierten sich die Märkte in Festtagsstimmung. Dabei kletterte der deutsche Leitindex auf ein neues Jahreshoch und sprang erstmals seit Januar 2008 über 7500 Zähler. Doch wie geht es jetzt weiter? Setzt sich die Rallye auch im Mai fort oder müssen wir uns auf eine größere Korrektur einstellen? Die Börsenzyklen helfen bei der Beantwortung dieser Fragen und lassen zumindest eine Tendenz erkennen. Konkret:

Der Mai ist mit einer durchschnittlichen Performance von 0,08% ein langweiliger Börsenmonat und reiht sich nach dem September auf Platz der schlechtesten Monate ein. Seit 1959 wurde der Mai 27 Mal mit Kursgewinnen beendet und in 24 Fällen mit Verlusten. Damit ergibt sich eine Gewinn-Wahrscheinlichkeit von 53%, was die Unentschlossenheit der Kurse im Wonnemonat unterstreicht. So passt es ins Bild, dass in den vergangenen zehn Jahren der Mai jeweils fünf Mal mit Kursgewinnen und fünf Mal mit Verlusten abgeschlossen wurde. Der folgende Chart zeigt, welche Performance seit 1959 wie oft erreicht worden ist:


Das Balkendiagramm zeigt eine relativ gleichförmige Verteilung der Performances. Einzig im Intervall zwischen +1,9% und 2,6% gibt es eine nennenswerte Häufung. Bislang wurde der Mai fünf Mal in diesem Bereich beendet. Auffällig ist darüber hinaus die relative große Anzahl an Verlustmonaten mit Abschlägen von 5% und mehr. Insgesamt neun Mal wurde der Mai mit einem solchen Minus beendet, was die hohe Crash-Gefahr von 8% erklärt. Zuletzt mussten um die Jahrtausendwende größere Abschläge hingenommen werden. Das Überraschungsmoment auf der Oberseite ist dagegen überschaubar. Das heißt:

Aus Zyklen-Sicht ist der Mai ein eher durchwachsener Monat. So würde es mich nicht verwundern, wenn der DAX nach dem sehr starken April nun zunächst einmal in die Knie geht. Diese mögliche Korrektur könnte dann eine sehr viel versprechende Einstiegs-Chance eröffnen. Aber ich möchte Sie eindringlich davor warnen, nur auf Basis der Zyklen jetzt eine Baisse-Position aufzubauen. Denn die Aufwärtstrends an den Märkten sind voll intakt, womit das Überraschungspotenzial aus charttechnischer Sicht noch immer auf der Oberseite liegt. Es bedarf daher einer genauen Feinabstimmung, wann sich Gewinnmitnahmen auf der Hausse-Seite anbieten oder sich ein Einstieg auf der Baisse-Seite lohnen könnte. Im Zyklen-Trader geben wir unseren Lesern ganz konkrete Handlungsanweisungen, um aus dem Zusammenspiel von Börsenzyklen und Charttechnik Kapital zu schlagen. Hier können Sie den Zyklen-Trader kostenlos testen.

Mit bester Empfehlung
Ihr

Alexander Coels

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