Das Lügengenie Bernie Madoff ist tot, es lebe der gesunde Menschenverstand

Montag, 19.04.21 17:36
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im Alter von 82 Jahren verstarb vor wenigen Tagen der wohl größte Börsenbetrüger aller Zeiten im Haftkrankenhaus des US-Bundesgefängnisses in Butner, North Carolina. Dabei kam Bernard „Bernie“ Madoff (1938-2021) erst vor vier Jahren (wieder einmal) zu zweifelhaftem Hollywood-Ruhm. So schlüpfte kein Geringerer als Robert De Niro im biografischen Film „The Wizard of Lies – Das Lügengenie“ in die Rolle des kriminellen Finanzjongleurs, der mit seinem Schneeballsystem eine Schadenssumme von unvorstellbaren 65 Milliarden US-Dollar verursachte. Letztlich wurde Bernie Madoff zum Opfer der eigenen Gier. Denn seit der Verurteilung zu einer 150-jährigen Haftstrafe 2009 verbrachte das „Börsenmonster“ ein trostloses Leben hinter schwedischen Gardinen. So kam es dazu:

In den 1960er-Jahren startete der Studienabbrecher als Finanzmakler an der Wall Street mit seiner eigenen Investmentfirma. Sehr schnell erwarb Madoff dank anfänglich in der Tat hoher Renditen den Ruf eines Finanzgenies und galt lange Zeit sogar als Wall-Street-Legende. Anfang der 1970er-Jahre war Madoff sogar einer der Mitbegründer und dann viele Jahre Vorsitzender der Technologiebörse Nasdaq. Mit seinem eigenen Unternehmen, der Bernard L. Madoff Investment Securities LLC, versprach der Finanzhai hohe Renditen und zog damit letztlich unzählige Kunden, darunter Hollywood-Regisseur Steven Spielberg, Oscar-Preisträger John Malkovich, Nobelpreisträger Eli Wiesel oder Geldinstitute wie Banco Santander, Fortis Bank sowie Deutsche Bank über den Tisch. Denn:

Anfänglich hatte Madoff zwar in der Tat ein gutes Händchen, doch im Laufe der Zeit dürfte die Gier mit ihm durchgegangen sein. Zur Verschleierung nicht eingehaltener Renditeversprechungen wandte Madoff ein nach dem italienischen Betrüger Charles Ponzi benanntes Schneeballsystem an. Dabei werden vermeintliche „Gewinne“ für bestehende Kunden aus frischem Geld von neuen Anlegern bezahlt, wobei Ermittlern der US-Behörden zufolge in den Jahren vor dem Zusammenbruch kein einziges Aktiengeschäft mehr für Madoffs Klienten durchgeführt wurde. Diese Masche schien lange Zeit zu funktionieren, und der Hochstapler Madoff galt als Geheimtipp an der Wall Street. Wenngleich es stutzig machen hätte müssen, dass Madoffs Investments auch bei fallenden Märkten Gewinne auswiesen. Doch 2008, inmitten der weltweiten Finanzkrise, kam es zum Kollaps des Schneeballsystems, als viele Anleger gleichzeitig Geld abziehen wollten. Der Schwindel flog auf, tausende Anleger blieben auf Milliardenverlusten sitzen, und Bernie Madoff geht als tragisches Beispiel für die Folgen maßloser blinder Gier in die Geschichtsbücher ein. Die Lehre daraus:

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Mit den besten Empfehlungen

Ihr
Thomas Driendl
Börsenverlag-Redaktion

Thomas Driendl gehört zum Team des Aktien-Ausblicks, Deutschlands großem Börsen-Newsletter mit mehr als 150.000 Lesern. Der Aktien-Ausblick informiert von Montag bis Samstag über...

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