Die Geldanlagevorbilder Schweiz und USA: So geht es richtig

Montag, 31.10.22 08:40
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

es gibt in der großen Finanzwelt nur ein paar wenige wichtige Reports und Analysen, die Jahr für Jahr veröffentlicht werden und die auch für den privaten Börsianer interessant sind. Der „Allianz Global Wealth Report“ gehört zu diesen besagten Veröffentlichungen. Im Detail:

Einmal im Jahr wird hier unter anderem die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern umfassend analysiert. Die aktuelle Ausgabe beinhaltet 2021er-Daten aus 57 Ländern, die für 91 Prozent der Weltwirtschaftsleistung stehen.

Im vergangenen Jahr profitierten demnach einmal mehr die privaten Haushalte von steigenden Aktienmärkten. Das globale Finanzvermögen stieg das dritte Jahr in Folge zweistellig (+10,4%). Unterm Strich lag es bei 233 Billionen Euro – damit kletterte das Vermögen der privaten Haushalte in den vergangenen drei Jahren um 60 Billionen Euro. Die Assetklasse Aktien kam 2021 auf einen Anteil von 15,5%, nach 10,9% im Jahr davor. Wohl dem, der es verstanden hat, langfristig über die Börse eine Anlage zu tätigen. Dies scheinen neben den Schweizern vor allem die US-amerikanischen Haushalte verstanden zu haben. Denn:

Die Schweizer verfügen über das höchste Pro-Kopf-Brutto-Geldvermögen

Ein Schweizer hat im Schnitt 345.980 Euro an Pro-Kopf-Brutto-Geldvermögen. Zum Verständnis: Zum Brutto-Geldvermögen zählen in der Allianz-Analyse Bargeld und Bankeinlagen, Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds, Wertpapiere sowie sonstige finanzielle Forderungen.

Hinter den Schweizern folgen die Amerikaner, die durchschnittlich auf 307.700 Euro pro Kopf an Geldvermögen haben. Mit diesen Summen jenseits der 300.000-Euro-Marke spielen die beiden Länder in einer eigenen Liga. Dahinter kommen dann die skandinavischen Länder und die Niederlande – aber schon mit deutlichem Abstand. Zu den Schlusslichtern gehört derweil Deutschland – auf Platz 18 der Top 20 mit einem durchschnittlichen Geldvermögen von 94.000 Euro. Warum ist das so? Die Antwort ist recht einfach:

Der entscheidende Faktor ist, dass Schweizer und Amerikaner im Schnitt den größten Teil des Vermögens (mehr als 50%) an der Börse anlegen, während die Deutschen dazu im Vergleich unverändert Börsenmuffel sind (gerade einmal 28% des Vermögens) und so von den langfristig steigenden Aktienkursen leider bei der Geldanlage nicht profitieren. Das heißt:

Das eigene Geldvermögen vermehren geht über die Börse am besten

Wer den eigenen Vermögensaufbau langfristig über die Börse gestaltet, wird Erfolg haben und das Geldvermögen vermehren. Die Zahlen des Allianz Global Wealth Report zeigen es seit Jahren auf. In Ländern, in denen der Aktienanteil am Geldvermögen hoch ist, steigt auch kontinuierlich die Vermögenslage der Menschen.

Daran ändert auch das Thema Inflation nichts. Im Gegenteil. Ein halbwegs inflationssicheres Depot, basierend auf einer breiten Streuung sowie einer regelbasierten sowie defensiven Anlagepolitik, kann nur mit Aktien(fonds) bestückt sein. Wer hier den Fokus auf Unternehmen setzt, die unter anderem über eine starke Preissetzungsmacht und überragende Produkte verfügen, wird als Anleger seine Freude haben. Konzerne, die über solche Kriterien verfügen sind Klassiker wie beispielsweise Nestlé oder McDonald's. Kurz um:

Bleiben Sie in „Ihren“ Vermögensaufbau-Champions und boerse.de-Fonds engagiert.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg und Spaß bei der Geldanlage

Ihr
Christoph A. Scherbaum
Finanzjournalist und Börsen-Fan

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