Erholung schwächer als normal

Samstag, 20.08.11 12:00

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

nach zwei äußerst spektakulären Börsenwochen mit den heftigsten Verlusten der vergangenen Jahre scheint jetzt wieder Ruhe einzukehren an den Aktienmärkten. Die Schwankungsbreite der Kurse hat zuletzt deutlich nachgelassen, dennoch verhalten sich die Notierungen derzeit ein wenig untypisch. Denn aus historischer Sicht folgen auf solch starke Einbrüche immer schnelle Aufwärtsreaktionen, bevor dann die Tendenz der nachfolgenden Wochen entschieden wird. Konkret:

Im vergangenen Jahrzehnt gab es vier vergleichbare Abstürze, in denen die Börsen ähnlich ansatzlos weggebrochen waren. Zweimal während der großen Baisse zwischen 2000 und 2003 sowie zweimal in der Finanzkrise (Anfang 2008 als Auslöser und später zur Lehman-Pleite). Allen vier Einbrüchen folgte nach dem ersten Tief eine kräftige Erholung. Dabei schloss der DAX im September 2001 fünf Tage nach dem unteren Wendepunkt rund 22% höher. Im Oktober 2008 verbuchte der Index im gleichen Zeitraum ein Plus von 16% und im Frühjahr 2001 sowie Anfang 2008 kletterte der Markt im Anschluss an den Ausverkauf immerhin um 10% bzw. 8%. Das heißt:

Auf heftige Abstürze folgen in aller Regel kräftige Erholungen, wobei der DAX nur fünf Tage nach dem Tief im Schnitt 14% zulegte. Der gestrige Schlusskurs lag bei 5949 Zählern, was ausgehend vom unteren Wendepunkt vor fünf Sitzungen bei 5613 einem Plus von nur 6% entspricht. Heute notiert der Index noch einmal schwächer, sodass die erste Aufwärtsreaktion tatsächlich schon beendet sein könnte. Damit vergrößert sich die Gefahr, dass die Tiefs in der zyklisch schwachen zweiten August-Hälfte bzw. spätestens im September noch einmal getestet und evtl. sogar unterboten werden. Fazit:

Wir hatten in unserem Musterdepot auf die typische, schnelle Gegenreaktion der Börsen gesetzt. Diese Erholung scheint auf halber Strecke zu verkümmern, womit die kurzfristige Tendenz jetzt wieder völlig offen ist. Wir stellen daher per heute unsere spekulative Hausse-Position sicherheitshalber glatt. Die nächsten Transaktionen eröffnen dann wieder enorme Gewinn-Chancen. Denn sofern der DAX seine Tiefs tatsächlich unterbietet, dürfte es im Anschluss noch einmal kräftig nach unten gehen, was Put-Optionscheine explodieren lassen sollte. Im vierten Quartal winken dann glänzende Aussichten auf der Hausse-Seite, die umso größer ausfallen, je weiter der Markt jetzt korrigiert.

Erfolgreiche Trades wünscht Ihnen
Ihr

Alexander Coels


P.S.: Alexander Coels ist Zyklen-Trader-Chefredakteur und unterstützt Sie mit konkreten Derivate-Empfehlungen, die in ein real geführtes Musterdepot münden. Hier können Sie den Zyklen-Trader 14 Tage kostenlos testen!



Unsere Mission