Gedanken zum boerse.de-Technologiefonds: Ohne diese Aktien wird Künstliche Intelligenz kein Erfolg

Montag, 26.06.23 17:17
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

was haben der Goldrausch am Klondike im letzten Jahrhundert, der Biotech-Boom vor 20 Jahren und die Begeisterung rund um Künstliche Intelligenz (KI) gemeinsam? Es gibt die Schatzsucher, und es gibt ihre Ausrüster. Beide gehören dazu: Die Goldgräber auf der Jagd nach dem Riesen-Nugget und die Händler, die ihnen die Hacken und Schaufeln verkaufen.

Als Investoren haben wir die Wahl: Wir können mutig auf die Schatzsucher setzen. Das verspricht hohe Gewinne, beinhaltet jedoch ein beachtliches Risiko, weil am Anfang noch nicht eindeutig ist, wer das Gold findet und wer die Suche aufgibt. Alternativ können wir in die Ausrüster investieren, in Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen schon heute von den zukünftigen Gewinnern als auch von den Verlierern benötigt werden. Doch wer liefert die Hacken und Schaufeln für den KI-Goldrausch?

Chip-Hersteller auf der Überholspur



Ganz sicher sind es einige Halbleiterproduzenten, denn KI-Anwendungen brauchen super-leistungsfähige Computer, und davon sehr viele. Die aktuellen KI-Systeme sind viel rechenintensiver als frühere, erklären Experten. In den vergangenen Jahren sind die KI-Modelle jedes Jahr um das Zehnfache gewachsen. GPT-4, die neueste Version von ChatGPT, verarbeitet Daten mit möglicherweise einer Billion Parametern, mehr als das Fünffache seines Vorgängers.

Mit zunehmender Komplexität der Modelle steigt auch der Rechenaufwand für ihr Training. Einmal trainiert, benötigen die Modelle dann zwar weniger Rechenkapazität, aber es kommen ja fortlaufend neue dazu, wodurch in der Summe der Bedarf an Rechenleistung weiter wächst. Der Tech-Champion Microsoft hat inzwischen bereits mehr als 2500 Kunden für ein System, das die Technologie von OpenAI nutzt, dem Erfinder von ChatGPT. Das sind zehnmal so viele Anwender wie im Vor-Quartal. Alphabet hat sechs Produkte mit zwei Milliarden Nutzern – und will ihre Leistung mit generativer KI steigern.

Viele dieser Anwendungen laufen auf Rechnern, in denen sich Chips befinden, die von den Ingenieuren unseres Technologie-Champions Nvidia entwickelt wurden oder von den Experten des Halbleiterherstellers AMD. Beide Unternehmen konzentrieren sich auf die Entwicklung der Chips und lassen diese dann von Fertigungsunternehmen wie Taiwan Semiconductor (TSMC) produzieren.

Versteckte Technologie-Champions



Ein weniger offensichtlicher Nutznießer des KI-Booms ist unser Technologie-Champion ASML. Das in den Niederlanden beheimatete Unternehmen ist der weltweit größte Anbieter von Lithografiesystemen für die Halbleiterindustrie. Seine komplexen Maschinen spielen eine wichtige Rolle bei der Herstellung von integrierten Schaltkreisen.

Besi (BE Semiconductor Industries), ein anderes niederländisches Unternehmen, setzt an ähnlicher Stelle an. Besi stellt die Werkzeuge her, mit denen Chips miteinander verbunden werden. ASML und Besi liefen also sozusagen die Hacken und Schaufeln für andere Hacken-und-Schaufel-Lieferanten wie TSMC.

Die Aussichten für Chipproduzenten und ihrer Zulieferer sind also bestens. Dennoch müssen Anleger genau hinsehen: Auch in dieser Gewinner-Branche werden nicht alle profitieren: Die globale Chipindustrie ist komplex und verändert sich laufend. Aus diesem Grund arbeitet der boerse.de-Technologiefonds mit einem zweigleisigen Anlagekonzept: Er investiert 60% seines Volumens in 20 große Technologie-Champions, zu denen unter anderem Nvidia und ASML gehören.

Die übrigen 40% investiert der boerse.de-Technologiefonds in 400 kleine Technologie-Unternehmen. Nicht aus allen werden KI-Champions werden, aber alle bei denen sich der Durchbruch abzeichnet, werden im Portfolio regelmäßig höher gewichtet. Mit seinem cleveren Anlagekonzept ist der boerse.de-Technologiefonds interessant für risikobewusste Anleger, die von den spannendsten Zukunftstrends profitieren möchten.

Mit den besten Empfehlungen

Peter Steidler
boerse.de Vermögensverwaltung GmbH

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