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Nach der Fußball-WM ist vor den Olympischen Spielen. Bis dahin muss Brasilien mit seinen Hausaufgaben aber endlich begonnen haben, um sich der Weltöffentlichkeit nicht wieder allein äußerlich in bester Laune präsentieren zu können.
Annähernd vier Wochen haben die Brasilianer sich und ihre Seleção gefeiert, bevor sie mit zwei bitteren Niederlagen ihrer Mannschaft wieder in der Realität gelandet sind. Dabei verdeutlich gerade das 1:7 gegen Deutschland, wie es um das Land derzeit steht. Bei kaum zu überbietenden Erwartungen wurde Basilien nämlich ein Jahrzehnt als „Rising Star“ unter den Schwellenländern gefeiert. Die Wirtschaft boomte und die fünftgrößte Nation der Erde schwang sich auf, zu einer internationalen Wirtschaftsmacht zu werden.
Seit 2011 sind die Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt allerdings deutlich rückläufig. So werden für 2014 von der Weltbank trotz der regen Bautätigkeit in den ersten fünf Monaten gerade noch 1,5 Prozent erwartet. Vor vier Jahren waren es dank steigender Rohstoffpreise und der damals noch ungetrübten Konsumfreude noch über 7,5 Prozent. Trotz restriktiver Geldpolitik beträgt die Inflationsrate hohe 6,5 Prozent, und von der ehemals guten Stimmung bei Unternehmen und Konsumenten ist kaum noch etwas übrig geblieben. Hinzu kommt die Schockstarre, in die die Brasilianer nach dem zumindest gefühlten „Fußballdebakel“ gefallen sind. Da wirken die in den letzten Jahren erzielten Produktivitätsfortschritte vieler Unternehmen, die relativ niedrige Arbeitslosenquote sowie die (bisher) ausbleibenden Unruhen nach der Weltmeisterschaft eher als Ehrentreffer denn als Ausgangspunkt für ein mitreißendes Aufbäumen in der zweiten Halbzeit. Insofern käme ein deutlicher Rückgang des Bovespa, dem wichtigsten brasilianischen Aktienindex, nach einem Anstieg von über 20 Prozent seit Mitte März sicherlich nicht ganz überraschend.
Weichenstellung im Oktober
Mittel- und langfristig wird die weitere Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft in großem Maße von den Präsidentschaftswahlen am 5. Oktober abhängen. Viele Experten trauen einer neuen Regierung bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen größeren Elan zu als der bisherigen Präsidentin Dilma Rousseff. Dabei dürften sich ihre Chancen auf eine Wiederwahl durch den Verlauf der Weltmeisterschaft und das damit einhergehende weitere Absacken der Stimmung zumindest etwas verringert haben.
Unabhängig vom Wahlausgang wird für die Zukunft des Landes jedenfalls entscheidend sein, ob die Verantwortlichen endlich mit der Umsetzung der dringend erforderlichen Reformen im Bildungssektor, auf dem Arbeitsmarkt sowie im Sozial- und Gesundheitswesen beginnen. Gleiches gilt für verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie die marode Infrastruktur, von denen die Unternehmen dieser Sektoren entsprechend profitieren würden. Das hohe Zinsniveau spricht dagegen für die Bankenbranche, die inzwischen deutlich breiter aufgestellt ist als noch vor einigen Jahren. Die größten Kreditinstitute sind die Banco Itaú und die Banco Bradesco. Das unangefochtene Schwergewicht im Bovespa ist allerdings die halbstaatliche Petrobas (Petróleo Brasileiro S.A.), eine der größten Ölfirmen weltweit.
Fazit
Insgesamt lässt sich für Brasiliens Zukunft ein stark divergierendes Bild zeichnen. Bis zu den Wahlen bzw. besser gesagt der Einleitung dringend erforderlicher Reformen sehen die Perspektiven für die siebtgrößte Volkswirtschaft der Welt verhältnismäßig düster aus. Werden die vielfältigen Herausforderungen jedoch zeitnah angegangen, wird sich das Land dank seines Rohstoffreichtums sowie der jungen wachsenden Bevölkerung schnell wieder zu dem Hoffnungsträger entwickeln, der es über eine Dekade lang war. In diesem Fall werden uns die Brasilianer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016) – anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft – dann sicherlich auch über das eigentliche Sportereignis hinaus mit ihrer Feierlaune begeistern und möglicherweise sogar anstecken.
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