Seitwärtsbewegung historisch völlig normal

Freitag, 22.07.11 11:04

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wie Sie wissen, ist die wichtigste Erkenntnis der verschiedenen Analysemethoden, dass sich die Geschichte wiederholt. Derzeit erleben wir gerade wieder ein Musterbeispiel für diese essentielle Grundlage. Denn wann immer die Märkte innerhalb einer intakten Hausse über einen längeren Zeitraum seitwärts laufen, werden Skeptiker und Zweifler auf den Plan gerufen, die ein Ende der Aufwärtsbewegung proklamieren. Jeder Tag ohne Kursgewinne bedeutet demnach einen großen Abwärtstrendwende. Dabei ist es völlig normal, dass sich regelmäßig Phasen abwechseln, in denen die Kurse auf der Stelle treten mit Zeiten, die von starken Gewinnen geprägt sind. Konkret:

Erinnern Sie sich noch an die große Hausse von 2003 bis Anfang 2008? Damals verbesserte sich der DAX in knapp fünf Jahren von 2203 auf 8067 Punkte. Das bedeutete einen Anstieg von 266% und war gleichzeitig die zweitgrößte Hausse der gesamten DAX-Historie. Doch auch in dieser Zeit zogen die Kurse nicht ununterbrochen steil nach oben. Es gab auch innerhalb dieser langfristigen Aufwärtsbewegung immer wieder Phasen, in den der Index über einen längeren Zeitraum seitwärts lief. Sehen Sie selbst:

Bis Anfang 2004 hatte der Markt damals innerhalb von rund zehn Monaten 88% aufgesattelt. Diese Kursexplosion wurde dann in einer ausgeprägten Seitwärtsbewegung konsolidiert. Denn zwischen Januar und November 2004 waren die Notierungen nur auf der Stelle getreten, wobei das Januar-Top schließlich erst im Dezember überboten werden konnte. Im Jahr 2006 ein ganz ähnliches Bild: Auch hier kam es zu einer längeren Konsolidierungsphase, sodass der DAX z.B. das Niveau vom Februar erst im Oktober nachhaltig überboten hatte. Das heißt:

Auch wenn die laufende Seitwärtsbewegung an den Nerven zehrt, die im März 2009 gestartete Hausse ist unverändert intakt. Natürlich wachsen die Risiken für eine größere Abwärtsbewegung mit jedem Tag, den die Kurse auf der Stelle treten. Doch das war bisher in jedem langfristigen Aufwärtstrend so, was also ein sehr zuverlässiges Kursmuster bedeutet. Andere Zyklen – wie z.B. der Präsidentschaftszyklus – sprechen ebenfalls für eine Fortsetzung der Hausse. Wir bleiben daher bei unserer bullishen Depot-Ausrichtung, wobei wir heute kleinere Umstrukturierungen vornehmen, um von dem nächsten Kursschub optimal zu profitieren.

Erfolgreiche Trades wünscht Ihnen
Ihr

Alexander Coels


P.S.: Alexander Coels ist Zyklen-Trader-Chefredakteur und unterstützt Sie mit konkreten Derivate-Empfehlungen, die in ein real geführtes Musterdepot münden. Hier können Sie den Zyklen-Trader 14 Tage kostenlos testen!



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