Dem Rentenschock entgegenwirken

Freitag, 11.06.21 17:15
Thomas Driendl
Bildquelle: Eigenes Bildmaterial
Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

wieder einmal sorgt das Thema Renten für Schlagzeilen. Gerade einmal drei Monate vor der Bundestagswahl schockte ein Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundeswirtschaftsministerium mit drastischen Reformvorschlägen zur gesetzlichen Rentenversicherung. Empörte Reaktionen von Politikern aller Couleurs, mit dem Versuch die dem Gutachten zugrundeliegenden brisanten Fakten zu relativieren, folgten auf dem Fuß. Zunächst einmal die positive Seite:

Dank des medizinischen Fortschritts und des zunehmenden Trends zu gesünderer Lebensweise steigt die durchschnittliche Lebenserwartung der Bundesbürger. Das hat zur Folge, dass die Menschen in diesem Land viel länger den wohlverdienten Ruhestand genießen können. So erhöhte sich die durchschnittliche Rentenbezugsdauer zwischen 1969 und 2019 bei Männern von 10,2 auf 18,2 Jahre, bei Frauen von 12,5 auf 21,7 Jahre. So weit so gut, aber das hat dramatische Folgen für die Finanzierbarkeit des Rentensystems. Denn:

In den nächsten Jahren kommen zunehmend die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge der frühen 1960ern ins Rentenalter. Gleichzeitig stagniert bzw. sinkt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter. Unter gleichbleibenden gesetzlichen Rahmenbedingungen steigt daher die Rentenlast, während die Beitragseinnahmen sinken. Die Lösungsmöglichkeiten:

Um das Rentensystem dauerhaft aufrecht erhalten zu können, müssen die Stellschrauben sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite angezogen werden. Das würde nach aktuellen Berechnungen des Wissenschaftlichen Beirats bspw. eine Erhöhung des Beitragssatzes von derzeit 18,2% auf über 24% (je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragen) bedeuten. Gleichzeitig droht eine Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 47,5% auf bis zu 42% (netto vor Steuern).

Bis 2025 gilt noch die vor Jahren beschlossene doppelte Haltelinie, wonach der Beitragssatz nicht über 20% und das Rentenniveau nicht unter 48% sinken sollte. Zur Aufrechterhaltung dieses Ziels fließt bereits jetzt schon mehr als ein Viertel des Bundeshaushaltes als Zuschuss in das Rentensystem. Die gegebene demographische Entwicklung würde den Bundeszuschuss bis 2045 auf dann mehr als die Hälfte des Bundesbudgets verdoppeln. Um diese Entwicklung abzubremsen wurde jetzt von den Experten eine schrittweise Erhöhung des Rentenantrittsalters um ein Jahr auf 68 Jahre mit ins Spiel gebracht, was de facto einer massiven Rentenkürzung gleichkommt.

Auch wenn jetzt – so kurz vor der Bundestagswahl – Beschwichtigungen seitens der Politik zur Tagesordnung gehören, gilt doch die normative Kraft des Faktischen. Denn ohne einschneidende Maßnahmen wird das Rentensystem à la longue kaum zu finanzieren sein, die Rentenlücke wird immer größer werden. Dem kann aber jeder Einzelne durch frühzeitige private Altersvorsorge entgegensteuern. Wichtig dabei:

Während in der wohl noch lange anhaltenden Nullzinsphase die Bemühungen in Sachen Eigenvorsorge auf Sparbüchern, Lebensversicherungen oder Anleihen durch die fortschreitende Inflation zunichte gemacht werden, gewinnen die Aktienmärkte (gemessen an den großen Indizes wie Dax oder Dow Jones) im langfristigen Schnitt 9% pro Jahr. Dabei sorgt der Zinseszinseffekt für eine Kapitalverdoppelung ca. alle acht Jahre, und nach 40 Jahren hat sich eine Einmalanlage sogar verdreißigfacht. Sie wissen:

Noch höhere Renditen sind mit Qualitätsaktien wie den Champions aus dem boerse.de-Aktienbrief möglich. Denn dabei handelt es sich um die 100 laut Performance-Analyse langfristig besten Aktien der Welt, die in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt 18,7% p.a. gewonnen haben. Unsere beiden Champions-Fonds investieren transparent, regelbasiert und defensiv ausschließlich in Champions, wobei die Devise lautet: „Gegessen, getrunken und geputzt wird immer! Und auch gegoogelt, gestreamt, gekauft, bezahlt …“. Bei beiden Fonds bilden 13 Champions-Favoriten wie Nestlé, McDonald’s und Apple das Grundgerüst.

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Mit den besten Empfehlungen
Ihr

Thomas Driendl
Börsenverlag-Redaktion

Quelle: boerse.de

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