Zum fünften Mal wurde das Ranking der 100 wertvollsten Marken veröffentlicht. Wir haben die hinter den klingenden Namen stehenden Unternehmen unter die Lupe der Performance-Analyse genommen. Dabei zeigt sich, dass nur wenige Top-Marken-Aktien für den langfristig erfolgreichen Vermögensaufbau geeignet sind.
Aus der Kombination öffentlicher Finanzdaten mit Ergebnissen von Verbraucherbefragungen ermittelt die Marktforschungsgruppe Millward Brown seit 2006 den Wert von Markennamen. So wurde Ende April die 2010er-Rangliste der teuersten Marken unter dem Titel „BrandZ Top 100“ veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse:

Google weiterhin an der Spitze
Zum vierten Mal hintereinander wird das Ranking vom Suchmaschinen-Giganten Google angeführt. Dieser Name repräsentiert lt. Millward Brown aktuell einen Wert von 114 Milliarden Dollar, was einer Steigerung um 14% gegenüber 2009 entspricht. Nach einem Plus von 30% auf 86 Milliarden Dollar stieß der Vorjahres-Vierte IBM auf Platz zwei vor. Unser Champion Apple verteuerte sich sogar um 32% auf 83 Milliarden Dollar und verdrängte den großen Konkurrenten Microsoft sowie Coca-Cola auf die vierte bzw. fünfte Position. Generell fällt auf:
Acht der Top 10 und insgesamt jede zweite Marke (46 von 100) sind amerikanischer Herkunft. Europa ist mit 33 großen Namen vertreten, wovon sieben Deutschland beisteuert. Doch im Vormarsch befinden sich vor allem die Emerging Markets. Denn:
Während 2006 mit China Mobile nur ein einziges Unternehmen aus den BRIC-Staaten in die Wertung kam, sind es 2010 bereits 13, davon sieben aus China. Damit wurde Japan (sechs unter den Top 100) vom Reich der Mitte überholt. Bemerkenswert ist auch die Branchenverteilung:
Beinahe ein Drittel (31) der wertvollsten Marken stammt aus dem Technologie- bzw. Telekommunikationsbereich, knapp ein Viertel (24) sind Banken bzw. Finanzdienstleister, und fast ein Fünftel (19) ist der Maschinenbaubranche zuzuordnen. Der Champions-Check mithilfe unserer Kennzahlen der Performance-Analyse ergibt Folgendes:
Nur wenige Champions
Während sechs der Top-100-Markeninhaber nicht börsennotiert sind, fallen 15 allein wegen der fehlenden zehnjährigen Kurshistorie durch unser Qualitätsraster. Darunter befinden sich elf Werte aus den BRIC-Staaten, von denen der eine oder andere in den kommenden Jahren durchaus den Champions- Aufstieg schaffen könnte. Ein Kandidat dafür wäre z.B. der größte Mobilfunkanbieter Lateinamerikas, America Movil, ab Februar 2011. Denn seit 2001 verbesserte sich die Nummer 69 im Ranking bei moderatem Risiko (Verlust-Ratio: 2,45) im Schnitt um 21% p.a. (Gewinn-Konstanz: 71%). Marken-Spitzenreiter Google wird erst seit 2004 an der Börse gehandelt und hat entsprechend noch bis 2014 Zeit, die aktuell eher mäßigen Performance-Kennzahlen zu verbessern.
Andere Markenwerte verfügen zwar bereits über einen zehnjährigen Kurslebenslauf und glänzen auch mit relativ hohen Rendite-Kennziffern, so etwa der kanadische Black Berry-Hersteller Research In Motion (RIM) oder Amazon. Doch in diesen Fällen verhindern momentan noch die überhöhten Verlust-Ratios den Champions-Ritterschlag. Natürlich bedeuten bekannte Marken einen Wettbewerbsvorteil und sind damit die Basis für den dauerhaften Geschäftserfolg eines Unternehmens, Letztlich zeigt sich aber der Unterschied zwischen guten und schlechten Aktien immer im Kursverlauf. Und auf Basis der Performance-Analyse sind nur 13 Markenfirmen dieses Rankings für den Aktienbrief-Empfehlungs-Pool geeignet. Der Unterschied wird anhand des Chartvergleichs zweier im Markenwert nahe beieinander liegender Aktien deutlich. Während Microsoft in den vergangenen zehn Jahren praktisch auf der Stelle trat (geoPAK10: 0%), gewann unser Champion Apple jährlich im Mittel um 31%, womit sich der Kurs beinahe verzehnfacht hat. Sie sehen:

Auch bei großen, klingenden Namen zeigen sich Riesenunterschiede in den Kursverläufen und damit im langfristigen Anlageerfolg. Achten Sie daher bei Ihren Investments darauf, wie sich die Werte über mindestens zehn Jahre an der Börse entwickeln. Die objektiven Kennzahlen der Performance-Analyse helfen Ihnen, die Spreu vom Weizen zu trennen.
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Quelle: boerse.de